Mandat und Markt

Anmerkungen

  1. Suhl 1992. Bericht über die dritte Tagung der achten Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland vom 1. bis 6. November 1992, Kirchenamt der EKD, Hannover 1993, S. 955.

  2. Vgl. die Dokumente der Weltkonferenz für Kirche und Gesellschaft, Genf 1966, und der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Uppsala 1968.

  3. Zitiert aus: Kommunikation und Gesellschaft - Heute und Morgen. Bericht der Internationalen Kommission zum Studium der Kommunkationsprobleme unter Vorsitz von Sean MacBride an die UNESCO, Konstanz 1981, S. 42f.

  4. So die Beschreibung der aktuellen Lage von Kirchenmitgliedschaft in: Fremde Heimat Kirche - Ansichten ihrer Mitglieder. Erste Ergebnisse der dritten EKD-Umfrage über Kirchenmitgliedschaft der Studien- und Planungsgruppe der EKD, Kirchenamt der EKD, Hannover 1993.

  5. Zuletzt in der Studie Fremde Heimat Kirche, a.a.O. (Anm. 4), davor in: Was wird aus der Kirche? Ergebnisse der zweiten EKD-Umfrage über Kirchenmitgliedschaft, hrsg. von Johannes Hanselmann u.a., Gütersloh 1984.

  6. Vgl. zum folgenden: Reinhard Henkys, Kirchliche Medienarbeit, in: Horst Dähn (Hrsg.), Die Rolle der Kirchen in der DDR, München 1993.

  7. Nach Jürgen Wilke (Hrsg.), Agenturen im Nachrichtenmarkt, Köln 1993.

  8. Ordnung des Evangelischen Pressedienstes, in: Handbuch. Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, Frankfurt a.M. 1996, S. 28.

  9. Als "selbständige publizistische Einheiten" gab es 1995 135 Tageszeitungen. Walter J. Schütz, Deutsche Tagespresse 1995, in: Media Perspektiven, 6/1996, S. 324 - 336, hier S. 325. Bund Deutscher Zeitungsverleger, Zeitungsmarktinformationen I/1997.

  10. Angaben des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter, in: Daten zur Mediensituation in Deutschland 1996. Media Perspektiven Basisdaten, Frankfurt a.M. 1996, S. 58.

  11. Mitteilung des Bundesverbands Junge Medien Deutschland e.V.

  12. Vgl. dazu die Analysen zum Zeitungs- und Zeitschriftenangebot in: Media Perspektiven, 6/1996, S. 309ff.

  13. Chancen und Risiken der Mediengesellschaft. Gemeinsame Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bonn/Hannover 1997.

  14. Gemeindebrief-Studie. Repräsentative Untersuchung im Auftrag des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik. Sonderheft 1995, Frankfurt a.M. 1995.

  15. o gibt z.B. die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck den Materialdienst im Blick für die Öffentlichkeitsarbeit in den Gemeinden heraus, der Verband der Evangelischen Publizistik in Hannover bietet z.B. Materialien für die Gemeindebriefgestaltung über eine Mailbox auf elektronischem Wege an.

  16. Zum Beispiel der Verlag Bergmoser und Höller (Aachen) oder der Löwensteiner Cartoon-Service (Stuttgart).

  17. Die Auflage der Zeitung ist nicht IVW-geprüft. Die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) ermittelt regelmäßig die Auflagenhöhe u.a. von Zeitungen und Zeitschriften.

  18. Die Bremer Kirchenzeitung erscheint alle zwei Wochen, sie wird überwiegend in den Kirchengemeinden, in kirchlichen und öffentlichen Einrichtungen (Stadtbibliothek) verteilt. Im Abonnement werden 900 Exemplare verbreitet.

  19. Die Zeitung Die Kirche ist aus der Zusammenlegung des Berlin-Brandenburgischen Sonntagsblatts und der Zeitung Die Kirche entstanden. Sie erscheint mit den Regionalausgaben für Vorpommern, die Schlesische Oberlausitz, Anhalt und die Kirchenprovinz Sachsen, Berlin-Brandenburg und mit einer allgemeinen Ausgabe.

  20. Das Berlin-Brandenburgisches Sonntagsblatt wurde 1995 mit der Zeitung Die Kirche zusammengelegt.

  21. Die Kirchengebietszeitung Aufbruch in der Badischen Landeskirche ist im Frühjahr 1996 durch die Monatszeitschrift Standpunkte - Das evangelische Magazin für Baden ersetzt worden. Es hat im Frühjahr 1997 eine verkaufte Auflage von 22.000 Exemplaren.

  22. Entwicklungsmöglichkeiten der Kirchengebietsblätter aus der Sicht von Lesern und Nichtlesern und die Chancen eines neuartigen Printproduktes der Kirchenpresse. Ergebnisse einer sozialpsychologischen Untersuchung, erarbeitet für den Presseverband der Evangelischen Kirche im Rheinland e.V., Evangelischer Presseverband für Westfalen und Lippe e.V., September 1991.

  23. Gesamtplan Öffentlichkeitsarbeit und Publizistik der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Hannover 1990, S. 52.

  24. Medien-Dienstleistungsgesellschaft (MDG) und Institut für Demoskopie Allensbach (IfD), Chancen für die Bistumszeitungen 1995 in fünf Bänden. Vgl. dazu auch die Diskussion der Ergebnisse in: Communicatio Socialis, 2/1996

  25. Konsultationspapier des Runden Tisches zur Printpublizistik Perspektiven der Evangelischen Presse, S. 14 (s. Einleitung, S. 10).

  26. Um neue Lesergruppen zu gewinnen, wird z.B. dem Bayerischen Sonntagsblatt aus München seit März 1997 einmal im Monat eine vierseitige Kinderbeilage Das Sonntagskind beigelegt. Diese Beilage wird auch anderen Kirchenzeitungen zur Übernahme angeboten. Bislang wird sie vom Evangelischen Kirchenboten (Speyer) übernommen.

  27. Renate Köcher, Religiöse Kultur und Kommunikation, in: Communicatio Socialis, 2/1996, S. 145 - 151, hier S. 150f.

  28. Publizistischer Gesamtplan der Evangelischen Kirche in Deutschland, hrsg. von der Kirchenkanzlei der EKD, Gütersloh 1979, S. 159.

  29. Perspektiven der Evangelischen Presse, S. 15 (Anm. 25).

  30. Ebd., S. 16.

  31. Leserstudie zum Sonntagsblatt von Professor Dr. Rager, Dortmund 1995.

  32. Auch die Hamburger Wochenzeitung Die Zeit verzeichnet als Marktführer - zwar auf hohem Niveau (rund 460.000 verkaufte Exemplare, davon 251.000 im Abonnement) - eine rückläufige Auflage. Die 1993 neu gegründete Zeitung Die Woche hat 70.000 Abonnenten und eine verkaufte Auflage von 145.000 Exemplaren. Durch die Übernahme der vor allem in Ostdeutschland gelesenen Wochenpost hat sie ihre Auflage erhöhen können. Der Rheinische Merkur weist eine Auflage von 111.000 verkauften Exemplaren aus, davon sind 68.000 Abonnements (alle Daten nach den IVW-Angaben I/1997).

  33. Die jährlichen Subventionen seitens der katholischen Kirche für den Rheinischen Merkur betragen ca. 13 Millionen DM.

  34. Mit Ausnahme der Bremischen Kirche.

  35. Publizistischer Gesamtplan, a.a.O., S. 169 (Anm. 28).

  36. Der Zuschuß für 1997 beträgt 605.000 DM. Eine Beschlußvorlage für die Herbstsynode der Badischen Landeskirche sieht vor, den Pauschalbezug der Evangelischen Kommentare von 1.300 Exemplaren zu kündigen.

  37. Angaben nach dem VELKD-Haushalt. Der Zuschuß für 1997 beträgt 660.000 DM.

  38. Während die gliedkirchlichen Diakonischen Werke zum Teil eigene Zeitschriften für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herausgeben, übernehmen die Diakonischen Werke in Braunschweig, Hamburg, Hannover, Oldenburg und Schleswig-Holstein die Zeitschrift Diakonie Report aus Stuttgart mit einem eigenen Regionalteil.

  39. In einer Untersuchung von 1994 hat die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) insgesamt 122 Titel aufgelistet. Dieter Baacke, Jürgen Laufer u.a. (Hrsg.), Nicht nur schöner Schein. Kinder und Jugendzeitschriften in Deutschland. Übersicht und Empfehlungen. Medienpädagogische Handreichungen, Bd. 16, Bielefeld 1994.

  40. Auflagenstärker sind u.a. die Gruppen Programmzeitschriften, Frauenzeitschriften, Haus- und Leben-Zeitschriften. Über den Markt der Jugendpresse informiert der Beitrag von Andreas Vogel, Die Leserschaft der populären Jugendpresse, in: Media Perspektiven,1/1996, S. 18 - 29.

  41. Die Zeitschrift wurde Anfang 1990 auf Initiative der ostdeutschen Kirchenzeitungsredakteure und mit Beschluß der Konferenz der Kirchenleitungen des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR gegründet. Landesbischof Dr. Werner Leich erhielt nach Antrag beim Presse- und Informationsdienst der DDR am 4. Januar 1990 die Lizenzurkunde für die Zeitschrift Benjamin. Die Kirchenzeitungsredakteurin Dietlind Steinhöfel wurde mit der Redaktion betraut, der Wartburg Verlag in Jena übernahm die verlegerischen Aufgaben.

  42. Die kostenlos verbreitete Startauflage der Zeitschrift betrug 350.000 Exemplare.

  43. Zum Beispiel das Magazin Zac, die monatliche Zeitschrift des CVJM-Westbundes.

  44. Vgl. dazu die Angaben in: Baacke/Laufer u.a. (Hrsg.), Nicht nur schöner Schein, a.a.O., S.181 (Anm. 39).

  45. Zur rundfunkpolitischen Situation in der Bundesrepublik haben sich die beiden Kirchen in der gemeinsamen Erklärung Chancen und Risiken der Mediengesellschaft, a.a.O., (Anm. 13) geäußert.

  46. Die durchschnittliche Fernsehnutzung lag im Jahr 1996 bei knapp drei Stunden (177 Minuten), die für die AV-Medien (Radio, Fernsehen, Video) insgesamt bei über sechs Stunden (363 Minuten). In: Daten zur Mediensituation, a.a.O., S. 68, 71 (Anm. 10).

  47. Otfried Jarren, Folgenforschung - ein kommunikationswissenschaftlicher Ansatz zur Rundfunkentwicklung?, in: Otfried Jarren (Hrsg.), Medienwandel - Gesellschaftswandel? 10 Jahre dualer Rundfunk in Deutschland. Eine Bilanz, Berlin 1994, S. 335 - 380, hier S. 357.

  48. 80 Prozent der Haushalte können mehr als 12 Fernsehprogramme empfangen. Haben ARD und ZDF 1966 gerade 270 Spielfilme im Jahr gezeigt, so wurden 1995 in den deutschsprachigen Sendern 8.203 Spielfilme auf mehr als 16.275 Programmplätzen ausgestrahlt. Siehe dazu: Daten zur Mediensituation,, a.a.O., S. 9, 26 (Anb. 10).

  49. Marie-Luise Kiefer, Massenkommunikation 1995. Ergebnisse der siebten Welle der Langzeitstudie zur Mediennutzung und Medienbewertung, in: Media Perspektiven, 5/1996, S. 234 - 248, hier S. 236.

  50. Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind die entsprechenden Rundfunkgesetze bzw. Staatsverträge maßgebend. Zum Beispiel im NDR-Staatsvertrag vom 17./18. Dezember 1991 § 15: "Den Kirchen und den anderen über das gesamte Sendegebiet verbreiteten Religionsgemeinschaften des öffentlichen Rechts sind auf Wunsch angemessene Sendezeiten für Übertragung gottesdienstlicher Handlungen und Feierlichkeiten sowie sonstiger religiöser Sendungen, auch solcher über Fragen ihrer öffentlichen Verantwortung, zu gewähren. Für die Jüdischen Gemeinden gilt entsprechendes." ZDF Staatsvertrag: § 11 Abs. 3: "Den Evangelischen Kirchen, der Katholischen Kirche und den Jüdischen Gemeinden sind auf Wunsch angemessene Sendezeit für die Übertragung gottesdienstlicher Handlungen und Feierlichkeiten sowie sonstiger religiöser Sendungen, auch solcher über Fragen ihrer öffentlichen Verantwortung, zu gewähren. Andere über das gesamte Bundesgebiet verbreitete Religionsgemeinschaften des öffentlichen Rechts können angemessen berücksichtigt werden." Für den privaten Rundfunk sind der Rundfunkstaatsvertrag (Staatsvertrag über den Rundfunk im vereinten Deutschland vom 31. August 1991 in der Fassung des Dritten Rundfunkänderungsstaatsvertrag vom 11. September 1996, RfStV) und die jeweiligen Landesmediengesetze maßgebend: RfStV § 24 Abs. 1: "Den Evangelischen Kirchen, der Katholischen Kirche und den Jüdischen Gemeinden sind auf Wunsch angemessene Sendezeit für religiöse Sendungen einzuräumen; die Veranstalter können die Erstattung ihrer Selbstkosten verlangen."

  51. In den Gesetzen oder Staatsverträgen kommt der Begriff "Drittsenderecht" nicht vor, er steht aber für den Sachverhalt, der dort meist unter der Überschrift "Sendezeit für Dritte" festgelegt ist. Grundlegend zum Drittsenderecht der Kirchen ist z.B. der Beitrag von Christoph Link, Der Anspruch der Kirchen in den öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Massenmedien des Rundfunks und des Fernsehens, in: Handbuch des Staatskirchenrechts der Bundesrepublik Deutschland, 2. Auflage, Berlin 1995, S. 251 - 284.

  52. Axel v. Campenhausen, Staatskirchenrecht, 2. Auflage, München 1983, S. 71. Dieser Anspruch hat in Art. 140 GG in Verbindung mit Art. 137 V der Weimarer Reichsverfassung eine verfassungsrechtliche Grundlage gefunden. "Formell wurden die Kirchen durch die Bestätigung in ihrer Stellung als Körperschaften des öffentlichen Rechts mit einem besonderen Status materieller Öffentlichkeit ausgestattet, der sie über die für die Konstituierung des demokratischen Staates bedeutsamen gesellschaftlichen Gruppen hinaushebt." Dieter Lorenz, Das Drittsendungsrecht der Kirchen insbesondere im privaten Rundfunk, Berlin 1988, S. 41f. mit Belegen.

  53. "Die rundfunkrechtlich aus der gesellschaftlichen Bedeutung der Kirche begründete Pflicht wird überlagert durch den grundrechtlich fundierten Öffentlichkeitsstatus der Kirchen und vermittelt ihr diesbezügliche subjektive Rechte auf Zulassung." Lorenz, Drittsendungsrecht, a.a.O., S. 44 (Anm. 52).

  54. Vgl. zum folgenden: Lutz Borgmann, Zwischen Kanzel und Kamera. Anfänge der kirchlichen Fernseharbeit in der DDR, Berlin 1982.

  55. Die Kirchliche Morgenfeier war eine verkündigende Studioproduktion mit Ansprache und musikalischen Elementen. Die Form einer Morgenfeier kommt auch in den westlichen Sendern vor (vgl. Anm. 57)

  56. Die Redaktion wurde auf fünf Mitarbeiter vergrößert, ein eigenes Studio und Archiv schufen gute Arbeitsbedingungen.

  57. So finden in den Sendern nördlich der Mainlinie überwiegend Gottesdienstübertragungen an Sonn- und Feiertagen statt (NDR, SFB, WDR, ORB, DLF/DLR); in den Sendern südlich der Mainlinie Morgenfeiern als Studioproduktionen in unterschiedlicher Länge (BR, SDR, SWF, HR).

  58. Das gesamte Sendegebiet des NDR umfaßt 11 Millionen Hörerinnen und Hörer. Angaben vom Evangelischen Rundfunkreferat der norddeutschen Kirchen.

  59. Erwachsene ab 14 Jahren. Dies entspricht einem Marktanteil von knapp 10 Prozent. Angaben der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung, Frühjahr 1997.

  60. Die Gottesdienstübertragungen werden im Durchschnitt von etwa 800.000 Zuschauern gesehen, was einem Martkanteil von 18 Prozent am Sonntagmorgen entspricht. Auch in einzelnen dritten Programmen werden Gottesdienste übertragen, z.B. einmal im Monat im Bayerischen Fernsehen. Der Ereignis- und Dokumentationskanal Phoenix übernimmt die ZDF-Gottesdienste in sein Programm. Seit 1996 wird im ZDF auch einmal im Jahr ein orthodoxer Gottesdienst übertragen.

  61. Dies sind etwa 550.000 Menschen. Angaben nach der dritten Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung der EKD, ihre Veröffentlichung wird vorbereitet. Einen ersten Überblick gibt die Studie Fremde Heimat Kirche, a.a.O. (Anm. 4)

  62. Ohne Wenn und Amen ist eine einstündige Talkshow, die viermal im Jahr auf N3 ausgestrahlt wird, die fünfminütigen Denkanstöße werden jede Woche ausgestrahlt.

  63. Eine Besonderheit stellte über Jahrzehnte ein Sendeplatz beim ZDF für eine evangelische Spielserie dar, die in der Regel von der Eikon produziert wurde und große Resonanz fand (s.o., Kapitel 6.5).

  64. Bis zur Übersiedelung des ZDF-Studios als Hauptstadt-Studio nach Berlin wird Phoenix vom WDR in Köln aus senden, bei dem er angebunden ist.

  65. Zum Beispiel in der Erklärung zu "Qualitätskriterien des Kinderfernsehens" des von den Kirchen initiierten Runden Tisches Kinderfernsehen von 1996, abgedruckt in: epd Kirche und Rundfunk Nr. 87 vom 6. November 1996, S. 19f.

  66. Das Lutherische Verlagshaus ist Gesellschafter bei radio ffn (1 Prozent), der Evangelische Kirchenfunk Niedersachsen (ekn) ist Gesellschafter bei Antenne Niedersachsen.

  67. Rahmenvertrag zwischen SAT.1 und der EKD vom Juni 1988. Auf das Drittsenderecht wurde explizit nicht zurückgegriffen. Von Ausnahmen abgesehen schien es nicht sinnvoll, gegen die Verkündigungssendungen in ARD und ZDF weitere Gottesdienstübertragungen zu setzen.

  68. Er entstand in der Folge eines Antrags dreier süddeutscher Landeskirchen, die sich in Verbindung mit der römisch-katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart um eine eigene Fernsehlizenz beworben hatten. Diesem Antrag wurde zwar nicht entsprochen, die Lizenzurkunde und ihre Begründung machen dem Sender aber ausdrückliche Auflagen zur Berücksichtigung der kirchlichen Interessen. In einem Geschäftsbesorgungsvertrag haben die drei Landeskirchen ihre Rechte auf die EKD übertragen.

  69. Im Jahr 1996 konnten von Seiten der evangelischen Kirche lediglich 160 Minuten Programm realisiert werden. Von katholischer Seite gibt es die Serie Schwarz greift ein, die bereits in der dritten Staffel läuft.

  70. Auch die für die Anfangszeit verabredete Co-Finanzierung von zweimal 10 Prozent Anteil für die Kirchen hat sich bei einzelnen Programmen auf 10 Prozent Anteil bzw. Vollfinanzierung durch den Sender senken lassen.

  71. RfStV § 30 und § 31.

  72. Laut einer Emnid-Umfrage vom Juni 1996 kennen den ERF in Deutschland 7,8 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Davon sind 42 Prozent evangelisch, 36 Prozent katholisch, 22 Prozent gehören keiner der beiden großen Konfessionen an. Über 1,3 Millionen Menschen in Deutschland hören oder sehen mindestens einmal im Monat ein ERF-Programm.

  73. Zu den Gesellschaftern gehören neben kirchennahen Unternehmen auch einige Gliedkirchen und Freikirchen sowie kirchliche Werke.

  74. So im Gründungsprospekt von 1996.

  75. Diese Überlegung stand bereits hinter der Gründung einer eigenen evangelischen Produktionsfirma Eikon als Zulieferer für das damals neue Zweite Deutsche Fernsehen. Sendungen mit christlichen Themen hatten durch solche Angebote und den guten Ruf der Eikon ihren festen Platz im ZDF-Programm. Die Formen reichten von dezidiert theologischen Beiträgen über anspruchsvolle und gewinnende Reportagefolgen bis zu publikumswirksamen Spielserien, die wichtige Themen auch in Unterhaltungssendungen behandelten. Ein noch heute nachwirkendes Beispiel ist die ZDF-Serie Unser Walter, die erstmals das Schicksal eines behinderten Kindes und seiner Familie zum Gegenstand des öffentlichen Gesprächs machte. Diese gute Ausgangssituation ist auf evangelischer Seite weitgehend verloren worden.

  76. Während die gesetzlich garantierten Verkündigungssendungen ihre Stellung behauptet haben, sind die früher vielfältigen Formen zurückgegangen, in denen die evangelische Kirche mit Themen ihres Handelns und ihrer öffentlichen Verantwortung im Fernsehen zum Zuge kam. Die zugleich gewinnende wie thematische Aufarbeitung in publikumswirksamen Sachbeiträgen und Unterhaltungssendungen ist verschwunden.

  77. Die Beschaffung von Programm-Material macht derzeit nur noch rund 20 Prozent des Geschäftsvolumens aus.

  78. Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 28. Februar 1961, BVerfGE 12. 261f.

  79. Günther Herrmann, Rundfunkrecht, München 1994 S. 296. Die Regelungen in den jeweiligen Landesgesetzen bzw. Staatsverträgen sind nicht einheitlich. Vgl. dazu die Hinweise, ebd., § 11 S. 290 - 309.

  80. RfStV § 20 Abs. 1.

  81. Die EKD-Synode 1992 in Suhl hat in ihrer Kundgebung Die Kirche in der Mediengesellschaft, den von den Kirchen berufenen Mitgliedern in den Rundfunk-Aufsichtsgremien empfohlen, "dem unverhältnismäßig großen Einfluß parteipolitischer Interessen durch verstärkte Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern anderer unabhängiger gesellschaftlich relevanter Gruppen und Verbände zu begegnen. Die kirchliche Mitverantwortung in den Rundfunkgremien sollte parteipolitisch unverrechenbar sein." In: Suhl 1992, a.a.O., S. 955 (Anm. 1).

  82. Die bisher begrenzten Übertragungskapazitäten werden zukünftig durch Übertragung via Kabelmodem, Satellitenausstrahlung oder neue technische Verfahren erheblich erweitert werden können.

  83. Definition der Deutschen Public-Relations-Gesellschaft (DPRG) als Zitat in: Theologische Realenzyklopädie, Bd. XXV, Berlin/New York 1995, S. 27.

  84. Kienbaum-Unternehmensberatung GmbH, Strukturanalyse der Öffentlichkeitsarbeit in der Evangelischen Kirche, Manuskript 1995. In einer Zusammenfassung ist der Text veröffentlicht in: epd-Dokumentation, 12/1995, Öffentlichkeitsarbeit der evangelischen Kirche - Strukturanalyse der "Kienbaum-Studie".

  85. Der Grund für die teilweise stark divergierenden Kosten der einzelnen Zeitschriften liegt in ihrer unterschiedlichen Aufmachung und Verbreitungsweise. So sind z.B. die über den Postzeitungsdienst verbreiteten Zeitschriften wesentlich teurer als die durch Eherenamtliche verteilte Blätter.

  86. Die Fortführung der Zeitschrift ist aus finanziellen Gründen in Frage gestellt, weil die Nordelbische Synode ihren finanziellen Beitrag gestrichen hat. Die Zeitschrift wird auch durch den Sprengel Hamburg finanziert.

  87. Über ein Drittel der Kosten werden allein für den Postvertrieb der Zeitschrift aufgewendet. Für das Jahr 1997 ist ein Zuschuß in Höhe von DM 300.000 vorgesehen.

  88. Das Konzept wurde in Finnland entwickelt und Mitte der 80er Jahre vom Gemeindedienst der Nordelbischen Kirche für die Bundesrepublik Deutschland übernommen.

  89. Vgl. Wochenbericht 10/96 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (7. März 1996), Multimedia: Beschäftigungszunahme im Medien- und Kommunikationssektor vielfach unterschätzt, Berlin 1996.

  90. Hermann Meyn, Journalismus in Deutschland, in: Heinz Pürer (Hrsg.), Praktischer Journalismus in Zeitung, Radio und Fernsehen, 2. Auflage, Salzburg/Konstanz 1996, S. 575; und Schätzungen des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik.

  91. Vgl. Claudia Mast (Hrsg.), Handbuch der Journalistenausbildung, Remagen 1996, S. 18. 1992 arbeiteten knapp 39.000 festangestellte Journalisten in Westdeutschland, rund 5.000 in Ostdeutschland. Die Zahl der freiberuflich Tätigen wird auf 10.000 bis 20.000 geschätzt.

  92. Zu den Mitgliedern von Interfilm gehören u.a. der Filmbeauftragte des Rates der EKD, das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, das Süddeutsche Filmforum in München, die Matthias-Film GmbH, das Nederlands Film Institut in Hilversum, die Abteilung Kommunikation und Information der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) in Genf.

  93. Wurden nach einer Auswertung der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Medienzentralen (AG EMZ) 1987 noch etwa 80.000mal 16-mm-Filme ausgeliehen, so waren es 1996 nur noch knapp 30.000mal. Der Video-Verleih stieg im gleichen Zeitraum von etwa 10.000 auf über 60.000 an. Schätzungen der AG EMZ zufolge werden mehr als 60 Prozent der Materialien für den schulischen Bereich (Religionsunterricht und andere Fächer) ausgeliehen.

  94. Die KEMPV ist eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts und hat ihren Sitz in Frankfurt. Die Geschäftsführung der KEMPV liegt beim GEP.

  95. Der Evangelische Presseverband für Württemberg e.V. ist nicht Mitglied in der KEMPV. 96 Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V., Buch und Buchhandel in Zahlen, 1996, S. 20, 55.

  96. Ebd., S. 54.

  97. Ihr gehörten Anfang 1997 362 Personen, 173 Buchhandlungen und 81 Verlage an.

  98. Institut für Demoskopie Allensbach, Chancen für das religiöse Buch. Eine Untersuchung der Situation des katholischen Buchmarktes 1994 im Auftrag des Verbandes katholischer Verleger und Buchhändler (VKB) und der Mediendienstleistungsgesellschaft (MDG), München 1995.

  99. "Das drängendste strukturelle Problem liegt im Bereich der Betriebsgrößen. Viele Verlage sind zu klein, um auf Dauer bestimmte Aufgaben wirtschaftlich sinnvoll erledigen zu können. Im Bereich der säkularen Verlage führte diese Erkenntnis bereits zu zahlreichen Kooperationen und einem intensiven Konzentrationsprozeß." Medien-Dienstleistung GmbH (MDG), Studie zur Förderung der Verbreitung religöser Bücher, München Mai 1997, S. 49.

  100. Ebd., S. 49 - 51. Vgl. dazu Sonderheft Theologie des Börsenblatts des Deutschen Buchhandels, 1997 S. 184.

  101. Dieser Vertriebsweg wird nach der Studie zur Förderung der Verbreitung religöser Bücher in Zukunft eine "wesentliche Bedeutung" erlangen. Ebd., S. 58.

  102. Das Spektrum reicht von historischen Bibliotheken über Bibliotheken von Ausbildungseinrichtungen und Zentralbehörden bis hin zu Bibliotheken von Forschungsinstituten.

  103. Vgl. Chancen und Risiken der Mediengesellschaft, a.a.O., S. 79 (Empfehlung 3) (Anm. 13).

  104. Robert Geisendörfer in einer Rede zur Gründung des GEP. Zitat im GEP Jahrbuch 1977, Frankfurt a.M. 1977, S. 7. Hintergrund der Überlegungen waren die Konzentrationsprozesse in den säkularen Medien. Außerdem rechnete Geisendörfer in der publizistischen Arbeit "mit einer zunehmenden Säkularisierung und ... mit einer klar erkennbaren Gegnerschaft."

  105. Die eigenen Einnahmen des GEP betrugen im Jahr 1996 7,3 Millionen DM.

  106. Vorsitzende/r des epd-Kuratoriums, Vorsitzende/r des Kuratoriums der Medienakademie, Vorsitzende/r des Fachausschusses Hörfunk und Fernsehen, Vorsitzende/r des Fachausschusses Film und AV-Medien, Vorsitzende/r des Fachausschusses Zeitschriften, Vorsitzende/r des Fachausschusses Buch, Vorsitzende/r des Fachausschusses Öffentlichkeitsarbeit.

  107. Neben den Leitungsgremien des GEP sind dies: epd-Vorstand, epd-Kuratorium; Vorstand und Kuratorium der Medienakademie, Beirat der Evangelischen Journalistenschule; neben dem Fachausschuß Hörfunk und Fernsehen wirken bei der Beratung der Aufgaben des Fachreferates Hörfunk und Fernsehen drei Kommissionen mit: die Kommission Hörfunk, die Kommission Fernsehen und die Kommission für den privaten Hörfunk; Vorstand und Fachausschuß Film und AV-Medien (und Jury der Evangelischen Filmarbeit), Beirat medien praktisch; Vorstand und Fachausschuß Buch; Vorstand und Fachausschuß Zeitschriften, Fachkonferenz Zeitschriften (und Sprecherkreis der Redakteure), Konferenz Evangelischer Medien- und Presseverbände (KEMPV), das Gemeinschaftswerk arbeitet mit der Konferenz Evangelischer Medien- und Presseverbände als Zusammenschluß der Träger landeskirchlicher Publizistik zusammen, das Nähere ist durch eine Vereinbarung vom 22. März 1989 geregelt; Vorstand und Fachausschuß Öffentlichkeitsarbeit, Fachkonferenz Öffentlichkeitsarbeit, Fachgruppe Kirchliche Dienste bei Messen und Ausstellungen.

  108. Die Satzung von 1973 sah vor, daß das GEP die publizistischen Aufgaben der Evangelischen Kirche in Deutschland wahrnehmen soll, "die nicht unmittelbar von kirchlichen Organen und Dienststellen erfüllt werden müssen" (§ 2.3).

  109. Herausgegeben vom Arbeitskreis kirchlicher Dokumentationseinrichtungen, bearbeitet von Manfred Falkenau und Ruth Pabst, erhältlich beim Kirchenamt der EKD in Hannover.

  110. Das Comenius-Institut hat dazu das Datenbank-Programm CICADE entwickelt, das für die Arbeit der Dokumentationseinrichtungen eine wichtige Bedeutung hat und zu dem derzeit Übergänge zu anderen Datenbankprogrammen geschaffen werden.

  111. Es ist beabsichtigt, den Robert-Geisendörfer-Preis derart zu verändern, daß jedes Jahr sowohl Hörfunk- als auch Fernsehproduktionen ausgezeichnet werden. Ferner soll ein Spezialpreis eingerichtet werden, der es erlaubt, besondere Leistungen des letzten Jahres hervorzuheben.

  112. Unda, lat. die Welle.

  113. Es sind dies die Regionen Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Karibik, Afrika, Asien und Pazifischer Raum.

  114. Manila 1989 "Kommunikation im Dienste der Gemeinschaft"; Mexiko 1995 "Kommunikation im Dienst der Menschenwürde".

  115. Martin Kohli, Gesellschaftszeit und Lebenszeit. Der Lebenslauf im Strukturwandel der Moderne, in: Johannes Berger (Hrsg.), Die Moderne - Kontinuitäten und Zäsuren, Soziale Welt, Sonderband 4, Göttingen 1986, S. 185.

  116. Dabei konnte hier die Differenziertheit der evangelischen Publizistik nur teilweise darstellt werden. Der Überblick wäre noch umfangreicher geworden, wäre nicht auf bestimmte Arbeitsfelder verzichtet worden. So wurden z.B. die Publizistik der Verbände und Werke (Diakonische Werke, Missionswerk und Missionsgesellschaften, Verbände wie er CVJM u.a.) nicht im einzelnen mit behandelt. Ebenso nicht der Ausschuß für entwicklungsbezogene Bildungsarbeit und Publizistik (ABP), dem im Jahr etwa 10 Millionen DM für publizistische Aufgaben und Bildungsarbeit fzur Verfügung stehen. Schließlich wurde bewußt auf den Bereich der "grauen Publizistik" verzichtet, also die Publikationen der einzelnen kirchlichen Dienste und Arbeitsstellen. Dieser Bereich wurde bisher lediglich im Publizistischen Gesamtplan der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern von 1987 dargestellt. In dieser Untersuchung wurden seinerzeit für den Bereich der bayerischen Landeskirche 182 Publikationen aufgelistet.

  117. Dies hatte bereits der Publizistische Gesamtplan von 1979 festgestellt. "Die im Gesamtplan erstmals vorgelegte Bilanz protestantischer Publizistik macht deutlich, daß die evangelische Kirche in die publizistische Arbeit erhebliche Mittel investiert. Eine detaillierte und auch nur einigermaßen vollständige Übersicht fehlt bisher; Schätzungen, die von mindestens 100 Millionen DM pro Jahr sprechen, dürften jedoch zutreffen." Publizistischer Gesamtplan, a.a.O., S. 14f. (Anm. 28).

  118. Ebd., S. 18.
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