Bischof Stäblein: Bewusster mit Lebensmitteln umgehen

„Alle sollen satt werden, aber auf einem Weg, der dauerhaft im Einklang mit der Schöpfung steht.“

Gemüse: Karotten und Kohlrabi

Berlin (epd). Der evangelische Berliner Bischof Christian Stäblein hat zu einem bewussteren Umgang mit Lebensmitteln aufgerufen. Eine ökologische und tiergerechte Landwirtschaft sei möglich, sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am Samstag in seinem Wort für den Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Dies erfordere jedoch auch von allen das Bewusstsein, „dass Nahrung und Ernährung nicht zu Dumpingpreisen zu haben sind“.

Wichtig sei, dass die Ernährung der Menschheit gewährleistet und Erträge der Landwirtschaft nicht gemindert würden, sagte Stäblein: „Egal ob ökologischer oder konventioneller Anbau, nicht nur wir, auch die Landwirtinnen und Landwirte müssen am Ende satt werden und ihren Lebensunterhalt verdienen können.“ Landwirtschaft und Klimaschutz dürften zudem nicht gegeneinander stehen. Nur so lasse sich die Schöpfung bewahren.

Für Demonstrationen gegen eine weitere Industrialisierung der Landwirtschaft und für eine Agrarwende hin zu einer ökologischeren Landwirtschaft habe er Verständnis, sagte der Bischof: „Alle sollen satt werden, aber auf einem Weg, der dauerhaft im Einklang mit der Schöpfung steht.“ Am Samstag war in Berlin zum Auftakt der internationalen Agrarmesse Grüne Woche eine Demonstration für eine Agrarwende unter dem Motto „Wir haben es satt“ geplant.

Cover: Nutztier und Mitgeschöpf

Tierwohl, Ernährungsethik und Nachhaltigkeit aus evangelischer Sicht. Ein Impulspapier der Kammer der EKD für nachhaltige Entwicklung, EKD-Texte 133, September 2019

Preis 1,90 Euro

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English Version: Livestock and Fellow Creatures

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