Ideenkarussell
In vielen evangelischen Projekten und Initiativen wird Familie gelebt. Das wollen wir sichtbar machen und fördern: Steigen Sie ein und fahren Sie mit!
Ausschreibung: Ideenkarussell „Familie leben!“
In vielen evangelischen Projekten und Initiativen wird Familie gelebt.
Bedürfnis- und sozialraumorientiert, kreativ und vernetzt, vielfältig und dynamisch – Familien werden gestärkt, Glaube wird erfahrbar, Kirche wird gestaltet. Dieses Engagement möchten wir sichtbar machen und fördern.
Wir erweitern eine großartige Idee aus dem Projekt „Familien stärken“ der Evangelischen Landeskirche in Württemberg auf den Raum der EKD: Ein Karussell voller inspirierender Familienprojekte!
Dafür suchten wir Initiativen aus Kirche und Diakonie, die mit und für Familien richtig was bewegen. Aus über 50 Bewerbungen haben wir 10 Projekte ausgewählt, um sie im Ideenkarussell „Familie leben!“ vorzustellen und zu prämieren.
Sie zeigen ...
- ... wie vielfältig Glauben erlebbar wird – beispielsweise durch gottesdienstliche Angebote, religiöse Bildungsformate und Unterstützung im Alltag.
- ... wie generationsübergreifende Arbeit gelingen kann.
- ... wie Vernetzung im Sozialraum sowie die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen oder Initiativen nachhaltige Wirkung entfalten.
Interview zum Projekt
In der ersten Ausschreibungsrunde des Ideenkarussell „Familie leben!“ sichtete die EKD vielfältige Initiativen für und mit Familien. Das Interview mit Dr. Lena Nogossek-Raithel entstand während der laufenden Ausschreibung und zeigt, welche Ideen und Erwartungen das Projekt prägten.
Eine mehrköpfige Jury wählte 10 Projekte aus. Die Bekanntgabe der prämierten Projekte erfolgt Anfang Oktober 2025. Die Veröffentlichung im Rahmen des Ideenkarussells ist für das Frühjahr 2026 geplant.
Prämierte Projekte
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Eltern-Konfi-Zeit – Ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord
Kurzfassung
Die Eltern-Konfi-Zeit ergänzt die klassische Konfirmandenarbeit um ein generationsübergreifendes, lebensweltorientiertes Angebot für Eltern und schafft so Raum für Fragen, Gespräche und Entdeckungen rund um Glauben, Werte und Lebensgestaltung. Dadurch entsteht generationenübergreifendes Lernen, das Kirche als relevanten Lebens- und Begegnungsort mitten in einer oft spannungsreichen Familienphase erfahrbar macht. Ein multiprofessionelles, generationenübergreifendes Team stützt diese Arbeit.Ausführliche Begründung
Mit der „Eltern-Konfi-Zeit“ hat die Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord ein innovatives Format entwickelt, das über die klassische Konfirmandenarbeit hinausgeht. Bei stetig wachsenden Teilnehmerzahlen und einer bemerkenswert hohen Zahl von Taufen Jugendlicher aus nicht religiösen Kontexten, gelingt es dem Team, Glaube neu zugänglich und erfahrbar zu machen – für Jugendliche und ihre Familien gleichermaßen.
Die Eltern-Konfi-Zeit ergänzt die traditionelle Konfi-Arbeit um ein paralleles Angebot für Eltern, das 4–5-mal jährlich stattfindet. In Anlehnung an Themen und Methoden der Konfi-Zeit wird Raum geschaffen für Fragen, Gespräche und Entdeckungen rund um Glauben, Werte und Lebensgestaltung. Dadurch entsteht generationenübergreifendes Lernen, das Kirche als relevanten Lebens- und Begegnungsort erfahrbar macht. Kooperationen mit Vereinen im Sozialraum versprechen Alltagsnähe und betonen die Lebensweltorientierung der Arbeit.
Die Jury würdigt, dass das Projekt eine Lebensphase in den Blick nimmt, die in der Familienarbeit oft unbeachtet bleibt: die Konfirmationszeit als Schnittstelle zwischen Kindheit und Jugend, wenn sich die familialen Bezüge häufig wandeln. Dabei begleitet das Projekt nicht nur die Jugendlichen, sondern auch ihre Bezugspersonen. Durch den konsequent lebensweltorientierten Ansatz, die verständliche Sprache und die offene Struktur gelingt es, auch Menschen ohne religiöse Sozialisation einzubeziehen.
Beeindruckend ist zudem die multiprofessionelle und generationenübergreifende Zusammenarbeit im Team: Rund 60 Jugendliche und ein engagiertes Team gestalten die Konfi- und Elternarbeit gemeinsam und schaffen so eine lebendige, wachsende Gemeinschaft. Eine zukunftsweisende Form von Familien- und Kirchenentwicklung mitten im urbanen Kontext.„Unser Projekt kann andere inspirieren, weil …
... es zeigt, dass es sich lohnt, sich mit Jugendlichen und Familien auf eine Glaubensreise zu begeben. Eine Reise, deren Ziel „offen“ ist und unterschiedliche Etappen ermöglicht. Die Suche nach verständlichen Sprachformen führt dazu, dass es bei „uns“ zu einem tieferen Verständnis von Abendmahl, Taufe, Gemeinde, Gebet…kommt. Es lohnt sich viel Arbeit und Aufmerksamkeit auf eine Gemeinde auf „Zeit“ zu legen, auch wenn es nicht immer zu Mitgliedschaften im herkömmlichen Sinne führt."
Landeskirche
Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz -
Ev. Verband für Kita und Familie – Fachbereich Familienbildung
Kurzfassung
Über viele Jahre hat der Fachbereich Familienbildung ein umfassendes Angebot aufgebaut, das sieben Familienzentren, Projekte der Frühen Hilfen, Begegnungsorte und Kurse umfasst. Familien werden niedrigschwellig erreicht – auch über Social Media – und profitieren von Vielfaltssensibilität und integrativen Ansätzen. Die enge Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden, die Vernetzung in sozialräumlichen Strukturen sowie die Kooperation mit Kommunen machen den Fachbereich zu einem wichtigen Ankerpunkt für Familien. Die multiprofessionelle Netzwerkarbeit stärkt zudem das Team und ermöglicht ein konstruktives Miteinander verschiedener Fachbereiche.Ausführliche Begründung
Seit 2012 hat der Fachbereich Familienbildung ein breites und vielfältiges Angebot für Familien in Neukölln und dem angrenzenden Brandenburg etabliert. Mit sieben Familienzentren, Projekten der Frühen Hilfen, Begegnungsorten und Kursen der Familienbildung werden niedrigschwellige Zugänge für Familien aller Hintergründe geschaffen – auch über einen aktiven Social-Media-Auftritt.Das Projekt überzeugt durch seine langjährige Erfahrung, Vielfaltssensibilität und gelebte Integrationsförderung.
Die Jury würdigt besonders die enge Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden, die Vernetzung innerhalb der sozialräumlichen Strukturen und die Kooperation mit Kommunen, die den Fachbereich zu einem wichtigen Ankerpunkt für unterschiedliche Belange von Familien machen. Gleichzeitig stärkt die multiprofessionelle Netzwerkarbeit den Fachbereich selbst und ermöglicht ein effektives Miteinander der verschiedenen Bereiche. So entstehen Orte, an denen Teilhabe, Bildung und Gemeinschaft unmittelbar erlebbar werden – und deutlich wird, dass gestärkte Familien die Grundlage für eine starke Gesellschaft bilden.
„Bei uns wird Glaube erfahrbar durch …
das friedliche Miteinander in den Einrichtungen, das Grenzen überwindet und die niedrigschwellige Annäherung an christliche Themen möglich macht."
Landeskirche
Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz -
FamilyLight Ortenau
Kurzfassung
FamilyLight ist ein strategisches, übergemeindliches Netzwerk, das Familienbegleiter*innen in Gemeinden einsetzt, um Familien in ihrem Alltag zu stärken. Fachlich begleitete Teams sorgen für Qualität, Schulungen und Materialien sichern nachhaltige Strukturen. Die Initiative verbindet diakonische, spirituelle und bildende Elemente und fungiert als übergemeindliche Marke mit Modellcharakter. Kirche wird zukunftsorientiert, vernetzt und generationenübergreifend gestaltet.Ausführliche Begründung
Mit FamilyLight hat der Kirchenbezirk Ortenau ein beeindruckendes Konzept geschaffen, das Familienarbeit strategisch stärkt und kirchliches Handeln nachhaltig vernetzt. Als übergemeindliche Initiative verbindet FamilyLight diakonische, spirituelle und bildende Elemente und zeigt, wie Kirche systematisch und zugleich nah am Leben von Familien wachsen kann.
Herzstück des Projekts ist ein Netzwerk aus Familienbegleiter*innen, die in den Gemeinden vor Ort tätig sind, Familien besuchen, beraten und vernetzen. Unterstützt durch fachlich geschulte Familiencoaches entsteht so ein Beziehungsnetz, das Familien in ihrem Alltag vielfältig stärkt und kirchliche Präsenz in ihre Lebenswelten hineinträgt. Schulungen, Materialien und kontinuierliche Begleitung sichern Qualität und Verlässlichkeit – und schaffen Motivation und Identifikation im gesamten Netzwerk.
Die Jury würdigt besonders den strategischen Ansatz, mit dem der Kirchenbezirk seine Gemeinden befähigt, „mit Familien groß zu werden“. FamilyLight zeigt, wie Kirche zukunftsorientiert, vernetzt und gemeinschaftlich gestaltet werden kann.„Unser Projekt kann andere inspirieren, weil …
… es nicht auf eine Gemeinde, einen Träger setzt, sondern auf Netzwerkarbeit. Um es emotionaler zu sagen: Wir entwickeln unter den Familien, zwischen den Gemeinden, bezirklichen Einrichtungen und weiteren Partnerorganisationen ein Familiengefühl. Wir halten zusammen, wir bereichern uns. Wir werden gerade dadurch mit den Familien groß, weil wir es gemeinsam tun."
Zum Projekt: FamilyLight
Landeskirche
Ev. Landeskirche in Baden -
Generationenübergreifende Familienfreizeit Westkappeln
Kurzfassung
Seit über 20 Jahren bringt die Familienfreizeit Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Lebenskontexte zusammen. Familien gestalten das Programm aktiv mit, übernehmen Verantwortung und fördern so Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung. Zusätzlich sorgen bildende Formate der Ev. Erwachsenen und Familienbildung auf den Freizeiten für stärkende Impulse und Erprobungsräume für Resilienz im Alltag. Auch über die Freizeit hinaus trage die Kontakte und es werden unterjährige Anknüpfungspunkte angeboten.Ausführliche Begründung
Seit über 20 Jahren bringt die generationenübergreifende Familienfreizeit jedes Jahr im Herbst Menschen unterschiedlichster Hintergründe zusammen – Familien mit Kindern, Alleinerziehende, Großeltern und Alleinreisende erleben hier Gemeinschaft, Glauben und Erholung. Das ehrenamtlich getragene Projekt schafft einen geschützten Raum jenseits des Alltags, in dem Begegnung, Vertrauen und Freude wachsen können.
Besonders hervorzuheben ist die aktive Beteiligung der Teilnehmenden: Familien gestalten das Programm selbst mit, bringen ihre Talente ein und übernehmen Verantwortung für Gottesdienste, Spiele, Ausflüge oder Abendveranstaltungen. So entsteht ein Miteinander, das nicht von Angebot und Konsum geprägt ist, sondern von gemeinschaftlichem Gestalten und gegenseitiger Stärkung. Zusätzlich sorgen bildende Formate der Ev. Erwachsenen und Familienbildung auf den Freizeiten für stärkende Impulse und Erprobungsräume für Resilienz im Alltag. Auch über die Freizeit hinaus bleibt der Kontakt bestehen – durch Begegnungen in der Gemeinde, gemeinsame Aktionen oder persönliche Kontakte entstehen konstante Anknüpfungspunkte, die Gemeinschaft und Glauben im Alltag lebendig halten.
Die Jury würdigt das Projekt als ein langjährig gewachsenes Beispiel gelebter Gemeinschaft, das Familien nicht nur begleitet, sondern nachhaltig stärkt. Die Freizeit macht Glauben auf natürliche Weise erfahrbar – in Gesprächen über Erziehung mit anderen Familien, beim gemeinsamen Singen, beim Achtsamkeitsspaziergang oder beim Lachen über die „Spielekette“. Sie zeigt, wie Kirche ein Ort der Zugehörigkeit, der Ermutigung und des Vertrauens sein kann – generationenübergreifend und mit anderen Familien gemeinsam.„Wir stärken Familien indem …
... wir einen geschützten Raum für Begegnung und Vertrauen abseits der Alltagsstrukturen schaffen.
Durch unseren generationsübergreifenden Ansatz und unsere vielfältigen Aktivitäten fördern wir Kommunikation, eröffnen wir Möglichkeiten, sich gegenseitig zu unterstützen, stärken wir Familienbande und fördern Resilienz. Dadurch können die Familien Beziehungen vertiefen und Fähigkeiten und Ressourcen besser nutzen. Die gestärkten Familien und Freundschaften bieten Halt und neue Kraft für den Alltag."Landeskirche
Ev. Kirche von WestfalenRituale, die tragen
Das Team der Familienfreizeit stellt ihre Gute-Nacht-Geschichte im gemeindeübergreifenden Adventskalender vor – ein Ritual, das Generationen verbindet und Gemeinschaft schafft.
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Geschichtenbox Tailfingen
Kurzfassung
Die „Geschichtenbox“ macht biblische Geschichten sichtbar – mitten im Stadtzentrum. Analoges Schaufenster, digitale Hörversionen und Erzählvorschläge über Website und Social Media machen das Projekt inklusiv und vernetzen Angebote wie Kinderkirche, Konfi3, Kindertagesstätten und Kinderbibeltage. Familien gestalten aktiv mit und bringen ihre Kreativität ein. Vorhandenes wird neu zum Leben erweckt und vernetzt bestehende Angebote.Ausführliche Begründung
Mit der „Geschichtenbox“ hat die Kirchengemeinde in Albstadt-Tailfingen einen kreativen Weg gefunden, biblische Geschichten mitten auf den alltäglichen Wegen sichtbar zu machen. Das liebevoll gestaltete Schaufenster im Stadtzentrum lädt Vorbeigehende aller Generationen dazu ein, innezuhalten und Glaubenswege neu zu entdecken. Jede Woche wird eine neue biblische Geschichte präsentiert – begleitet durch digitale Angebote, Hörversionen und Erzählvorschläge, die über Website und Social-Media zugänglich sind. So wird das Projekt inklusiver, erreicht auch Menschen außerhalb des Ortsgeschehens und vernetzt zugleich verschiedene Angebote wie Kinderkirche, Konfi3, Kindertagesstätten und Kinderbibeltage miteinander.
Die Jury würdigt besonders, dass dieses Projekt Glauben buchstäblich „mitten im Leben und mitten in der Stadt“ platziert. Es schafft Zugänge für ganz unterschiedliche Menschen – von Kindern über Konfirmand*innen bis hin zu Bewohner*innen im Altersheim – und führt diese auf inspirierende Weise zusammen. Das engagierte Team lädt zur Partizipation ein und zeigt eindrucksvoll, wie bestehende Strukturen und Ressourcen neu zum Leben erweckt werden können. Durch die Verbindung von analogem Raum, digitalen Formaten und kreativer Teamarbeit entsteht ein niedrigschwelliger, inklusiver und lebendiger Ort der Begegnung unterschiedlicher Generationen mit der biblischen Botschaft.
Und: Die „Geschichtenbox“ zeigt, wie Inspiration über die Landeskirchlichen Grenzen hinweg gelingen kann – so kam die zündende Idee von einem ähnlichen Format in der Bethlehemgemeinde in Leipzig.„Wir beteiligen Familien durch …
... die Einladung, die Geschichtenbox mitzugestalten oder einfach das evangelische Familienzentrum am Markt besuchen (Eltern-Kind-Café, Start ins Leben, AnsprechBar, Integrationstreff, Vorschulgruppe, Frauengruppe, ADHS Selbsthilfe...) - all diese Gruppen begegnen automatisch der Geschichtenbox."
Zum Projekt: Geschichtenbox Evangelisch in Tailfingen
Landeskirche
Ev. Landeskirche in Württemberg -
Kirche Kunterbunt Coburg
Kurzfassung
Kirche Kunterbunt Coburg lädt Familien auf kreative Weise ein, Glauben zu erleben – mit Bewegung, Musik und gemeinsamen Mahlzeiten. Über 100 ehrenamtliche Mitarbeitende gestalten fünf große Familiengottesdienste im Jahr und zahlreiche kleinere Formate. Die bundesweite Unterstützungsstruktur mit Schulungen und Materialien sorgt für niedrigschwellige, qualifizierte Arbeit. Kirche Kunterbunt Coburg lebt ein fröhliches, ökumenisches Miteinander von Ehren- und Hauptamtlichen sowie eine intensive Kooperation mit dem Sozialraum.Ausführliche Begründung
Kirche Kunterbunt Coburg zeigt, wie Kirche auf kreative und fröhliche Weise Familien erreicht. Mit großen Familiengottesdiensten, abwechslungsreichen Brunch-gottesdiensten und wöchentlichen Kindergruppen werden Erwachsene und Kinder eingeladen, die Botschaft der Bibel gemeinsam mit allen Sinnen zu erleben – Bewegung, Kreativität und gemeinsames Mittagessen inklusive. Dabei tragen Ehren- und Hauptamtliche gemeinsam zum Gelingen bei und schaffen so eine lebendige, partizipative Atmosphäre.
Die Jury würdigt besonders die intensive Einbindung des Sozialraums, die enge Vernetzung mit Kirchengemeinden, Vereinen, städtischen und kirchlichen Einrichtungen sowie die ökumenische Ausrichtung des Projekts. Unterstützt durch bundesweite Schulungen und bereitgestellte Materialien wird eine niederschwellige und zugleich qualifizierte Arbeit gewährleistet. Kreative Angebote, die Familien ebenso wie Einzelpersonen einbeziehen, und die Kooperation mit Bündnispartnern wie „Coburg – die Familienstadt“ machen das Projekt zu einem inspirierenden Beispiel für gelebte Partizipation und niederschwellige Glaubenserfahrung.
Kirche Kunterbunt Coburg gelingt es, Generationen zusammenzubringen, Begegnungen zu fördern und Kirche als lebendigen, zugänglichen Ort erlebbar zu machen.„Unser Projekt kann andere inspirieren, weil …
- es überall funktionieren kann.
- nicht mehr benötigt, als ein paar mutige, motivierte Mitarbeiter, die den Menschen die Liebe Gottes nahe bringen möchten.
- viele Möglichkeiten bietet, um Neues auszuprobieren.
- gut geeignet ist, um sich zu vernetzen und gemeinsam loszulegen.
- es so bunt und vielfältig ist, dass jede*r darin seinen Platz finden kann."
Zum Projekt: Kirche Kunterbunt Coburg
Landeskirche
Ev.-Lu. Kirche in Bayern -
Kooperation Kirchgemeinde Rochlitz-Wechselburg & Diakonie Hort St. Nikolaus
Kurzfassung
Die enge Kooperation zwischen Kirchgemeinde und Hort ermöglicht altersgerechte, regelmäßige Angebote, Aktionstage und offene Gottesdienste für Kinder und Familien. Diakonie, Hort und Familienkirche arbeiten vernetzt zusammen, um Beratung, soziale Unterstützung, Familienbildung und Glaubenserfahrungen zu integrieren. Die ökumenische Offenheit ermöglicht Teilhabe über konfessionelle Grenzen.Ausführliche Begründung
Mit ihrer Kooperationsvereinbarung haben die Kirchgemeinde Rochlitz-Wechselburg und der Hort St. Nikolaus (Träger: Diakonie Rochlitz) ein überzeugendes Beispiel gelebter Zusammenarbeit zwischen Kirche und Diakonie geschaffen. Durch die regelmäßigen, altersgerechten Angebote der Gemeindepädagogin erleben Kinder Woche für Woche die Werte des christlichen Glaubens auf vielfältige und lebensnahe Weise.
Darüber hinaus öffnen gemeinsame Aktionstage, Familientage und offene Gottesdienste die Türen für Menschen aller Generationen. Die enge Vernetzung ermöglicht Familien, Unterstützung und Beratung der Diakonie in Anspruch zu nehmen, während gleichzeitig Kontakte zur Familienkirche entstehen – ein beidseitiges Netzwerk, das Familien stärkt und Wege zu Gemeinschaft und Glauben eröffnet.
Die Jury würdigt besonders das gelungene Zusammenspiel von Gemeindepädagogik und diakonischer Arbeit, das in dieser Kooperation beispielhaft sichtbar wird. Zugleich beeindruckt die ökumenische Offenheit des Projekts, die Begegnung und Teilhabe über konfessionelle Grenzen hinweg ermöglicht. So entsteht ein lebendiges Miteinander, in dem Bildung, Glaube und soziale Verantwortung in Einklang gebracht werden – nah bei den Kindern, offen für alle Familien.„Wir stärken Familien indem …
wir offene Angebote schaffen, Wert(e) schätzen und Anstöße geben. Wir stärken Familien, indem wir Ihnen zeigen, dass sie nicht allein sind."
Landeskirche
Ev.-Lu. Landeskirche Sachsens -
Kunstkirche Uthleben – Wo Glaube und Kunst sich treffen
Kurzfassung
Die evangelische St Petrus Kirche in Uthleben gestaltet ihre Kirche als lebendigen Ort der Begegnung, in dem Menschen aller Altersgruppen Kunst erleben, Glauben entdecken und Gemeinschaft gestalten können. Kreative Projekte wie Tonreliefs, Theaterstücke und Klangwerkstätten verbinden Generationen, fördern Partizipation und machen Glauben erfahrbar. Durch die Vernetzung im ländlichen Raum zwischen mehreren Dörfern, Schulen und Vereinen sowie die innovative Nutzung des Kirchenraums entstehen nachhaltige Impulse für Familien, die in ihrem Ausdruck, ihren Fähigkeiten und als Gemeinschaft gestärkt werden. Glaube wird im Sozialraum kreativ sichtbar und Kirche und ihre Räume neu entfaltet.Ausführliche Begründung
In der „Kunstkirche Uthleben“ wird Kirche zu einem lebendigen Ort des Miteinanders. Hier wird Glaube nicht nur erlebt, sondern gestaltet – gemeinsam von Kindern, Jugendlichen, Eltern und Großeltern. Durch kreative Projekte entstehen bleibende Zeichen der Gemeinschaft, die dem Kirchenraum neue Bedeutung verleihen.
Das Projekt begeistert durch die Verbindung von Glauben und generationsübergreifender Partizipation, die in der Kunstkirche wortwörtlich „greifbar“ wird. Die aktivierende Vernetzung im ländlichen Raum zwischen Uthleben, den umliegenden Dörfern, (Kunst-)Schulen und Vereinen sowie die kreative Nutzung des Kirchenraums sind bemerkenswert. Damit trägt die „Kunstkirche Uthleben“ eindrucksvoll dazu bei, dass Familien in ihrem Ausdruck von Glauben, in ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und als Gemeinschaft gestärkt werden – egal ob als Künstler*innen, Besuchende oder Ehrenamtliche.
Die Jury würdigt die gelungene Verbindung von Kunst und Spiritualität, die breite Beteiligung vieler Generationen, die sinnvolle Konzeption von Projektphasen und die kreative Stärkung des ländlichen Raums. So wird die Kirche zu einem Ort, an dem Partizipation, Kreativität und gelebter Glaube auf inspirierende Weise zusammenfinden.„Unser Projekt kann andere inspirieren, weil …
... wir Familien nicht nur als Teilnehmerinnen, sondern als aktive Mitgestalterinnen einbinden. Durch die Kombination von künstlerischen Methoden und Glaubensvermittlung schaffen wir Räume, in denen kreative Ausdrucksformen und spirituelle Erfahrungen miteinander verschmelzen. Unsere nachhaltige Vernetzung und die Einbindung ehrenamtlicher Helfer*innen zeigen, wie Gemeinschaft lebendig wachsen kann."
Landeskirche
Ev. Kirche in Mitteldeutschland -
Kunterbunte Familienzeiten Harsefeld
Kurzfassung
In Harsefeld werden Gärten, Höfe und Carports zu Begegnungsorten für Familien, Senior*innen und Nachbarn. Die Veranstaltungen funktionieren nur, wenn sich Familien aktiv einbringen. Jahreszeitliche Themen wie „Kunterbunter Frühling“ verbinden Spiel, Spiritualität und gemeinsames Essen. Die „Kunterbunte Familienzeit“ begeistert mit einem kreativen, dezentralen Konzept, das Partizipation, Eigeninitiative und Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellt.Ausführliche Begründung
Mit den „Kunterbunten Familienzeiten“ zeigt das Team in Harsefeld, wie Kirche mitten in der Nachbarschaft lebendig wird – ganz ohne eigene Räume. Aus der (Raum-)Not wurde eine Tugend gemacht: Gärten, Höfe und Carports werden zu offenen Begegnungsorten, an denen Familien, Nachbar*innen, Kinder und Senior*innen gemeinsam feiern, spielen, essen und Glauben teilen. Die Veranstaltungen funktionieren nur, weil sich die Familien aktiv einbringen – von der Bereitstellung der Räume bis zur Mitgestaltung von Spielen, Musik, Mahlzeiten und Feierzeiten. So wandelt sich die Kirche von einer „mal sehen, wer kommt“-Angebotsstruktur hin zu einem empowernden Ansatz, bei dem Familien gestaltend einbezogen werden.
Das Format, das sich an Kirche Kunterbunt orientiert, schafft durch seine dezentrale Struktur Nähe und Gemeinschaft im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen. Jahreszeitliche Themen wie „Kunterbunter Frühling“ oder „Kunterbunter Winter“ verbinden kreative Elemente mit spirituellen Momenten – vom Spielen über das Feiern bis hin zum gemeinsamen Essen.
Die Jury würdigt besonders das gemeinschaftliche Gestalten, die große Beteiligung der Nachbarschaft und den Mut, neue Wege kirchlichen Handelns zu gehen. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Kirche flexibel und alltagsnah sein kann.„Unser Projekt kann andere inspirieren, weil …
wir mit räumlich eingeschränkten Möglichkeiten doch größere Veranstaltungen durchführen können. Die Beteiligungsmöglichkeiten sind groß und Einzelne können sich einbringen, ohne überfordert zu sein. Es werden keine eigenen Räume benötigt. Eine Beteiligung von verschiedenen Generationen ist gut möglich!"
Zum Projekt: Mehr als heiße Luft
Landeskirche
Ev.-lu. Landeskirche Hannovers -
Magdacino Drais-Lerchenberg
Kurzfassung
Magdacino macht Kirche direkt im Alltag der Menschen erlebbar:
Wöchentlich wechselnde Spielplätze im Stadtteil werden zu Orten der Begegnung,
Bildung, Beratung und Gemeinschaft. Durch die niederschwellige, alltagsnahe Präsenz
wird Kirche greifbar und bietet Offenheit für unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Die
Mischung aus regelmäßiger Präsenz und abwechslungsreichen Events sorgt für
besonders nachhaltige Kontakte zwischen Familien und Kirche.Ausführliche Begründung
Magdacino verknüpft Kirche direkt mit dem Alltag der Familien vor Ort. Auf den
Spielplätzen des Stadtteils wird es zu einem vertrauten Treffpunkt, an dem Eltern und
Kinder unkompliziert ins Gespräch kommen, Beratung erhalten und gemeinsam kleine
Pausen im Alltag erleben. Durch die Kombination aus regelmäßiger Präsenz und
abwechslungsreichen Aktionen entsteht eine besonders nachhaltige Begegnung
zwischen Familien und Kirche sowohl als Teil wie auch als Unterbrechung ihres Alltags,
so dass generationsübergreifend unterstützende und spirituelle Gemeinschaft
ermöglicht wird.Die Jury hebt hervor, wie das Projekt praktische Unterstützung mit sozialen Begegnungen
verbindet und gleichzeitig Raum für gemeinschaftliche Erfahrungen, Zuwendung und
Beteiligung schafft – ganz gleich, wer wie vorbeikommt. Ob bei Spielplatzgottesdiensten,
Stadtteilfesten oder Pop-Up-Church-Aktionen – Magdacino zeigt, wie Partizipation,
Vielfalt und gelebter Glaube im Alltag sichtbar werden.So gelingt es dem Projekt, Familien im Stadtteil zu stärken, ihre Fähigkeiten zu fördern
und den sozialen Zusammenhalt lebendig zu gestalten.„Unser Projekt kann andere inspirieren, weil …
… es zeigt, wie Kirche niedrigschwellig, warmherzig und sichtbar im Sozialraum wirken kann – nah bei den Menschen und verlässlich im Alltag. Was wir machen, bereitet uns große Freude – und auch die möchten wir gerne teilen, weitergeben und ins Ideenkarussell einbringen."
Zum Projekt: Magdacino
Landeskirche
Ev. Kirche in Hessen und Nassau