Steuerungsgruppe Reformprozess ist konstituiert

Reformen in der evangelischen Kirche mit zusätzlicher Dynamik

Für den Reformprozess in der evangelischen Kirche soll ein hoher Grad an Geschlossenheit und Verbindlichkeit erreicht werden. Mit diesem Ziel ist von der Synode, der Kirchenkonferenz und dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine Steuerungsgruppe eingesetzt worden. Diese Steuerungsgruppe hat sich unter dem Vorsitz des Vorsitzenden des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, und dem stellvertretenden Vorsitz der Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Petra Bosse-Huber, in diesen Tagen konstituiert. Ziel ist es, die von den leitenden Gremien der EKD festgelegten Themenbereiche „Qualitätsentwicklung (besonders in Gottesdienst und Kasualien), missionarische Herausforderung sowie Leitungs- und Führungsverantwortung“ im Reformprozess bis 2009 zu begleiten. Die Steuerungsgruppe kann der Synode, der Kirchenkonferenz und dem Rat der EKD Empfehlungen geben.

Der Reformprozess wurde vom Rat im Sommer 2006 mit dem Impulspapier „Kirche der Freiheit“ angestoßen. Diese Initiative wurde auf dem Zukunftskongress im Januar 2007 in Wittenberg aufgenommen und weitergeführt. Ziel ist es, auf der EKD-Ebene Impulse aus den Gliedkirchen zu bündeln, aber auch eigene Impulse zu setzen. Die vielfältigen Reformprozesse in den Gliedkirchen wurden deshalb im Lauf des vergangenen Jahres in den Blick genommen und in der Kirchenkonferenz und im Rat der EKD intensiv diskutiert.

Zu der Steuerungsgruppe gehören neben den beiden Vorsitzenden ferner Präsidentin: Brigitte Andrae von der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland, Unternehmensberater Peter Barrenstein, Landesbischof Jochen Bohl von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Präsident Gerhard Eckels von der Synode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Justizrätin Margit Fleckenstein aus dem Rat der EKD und Präsidentin der Synode der Evangelischen Landeskirche in Baden, Johann-Daniel Noltenius, Leiter der Kirchenkanzlei der Bremischen Evangelischen Kirche, Christoph Otto, Jugenddelegierter in der EKD-Synode, Präses Karl-Heinrich Schäfer von der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Präsidentin Heidi Schülke von der Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Direktorin Marlehn Thieme aus dem Rat der EKD. Der Direktor des Evangelischen Missionswerkes, Christoph Anders, und der Präsident des Diakonischen Werks der EKD, Klaus Dieter Kottnik, nehmen als ständige Gäste an den Sitzungen der Steuerungsgruppe teil. Organisiert wird der Prozess durch das „Projektbüro Reformprozess“ im Kirchenamt, in das vier Gliedkirchen der EKD Mitarbeitende abgeordnet haben.

Die Steuerungsgruppe hat von den leitenden Gremien der EKD die Aufgabe zugewiesen bekommen, die Planung des Reformprozesses in den Jahren 2008 bis 2009 voranzutreiben und Mitverantwortung dafür zu übernehmen, dass bis 2009 Ergebnisse oder Teilergebnisse vorliegen. Sie soll dazu Beschlüsse von Rat, Kirchenkonferenz und Synode mit vorbereiten und selbst die Initiative ergreifen und Vorschläge für einzelne Schritte, Maßnahmen und Beschlussfassungen machen. Sie sieht ihre Aufgabe auch darin, das Geschehen im Reformprozess möglichst transparent zu machen, um damit eine sinnvolle Verzahnung mit den Prozessen in den Gliedkirchen und deren gegenseitigen Informationsaustausch zu ermöglichen. Darin und in der Beschränkung auf die drei zentralen Themen sieht die Steuerungsgruppe die Möglichkeit, eine positive Reformdynamik zu entwickeln.

Hannover, 22. Februar 2008

Pressestelle der EKD
Christof Vetter

Weitere Informationen zum Impulspapier und zum Zukunftskongress