Prof. Dr. Dr. Andreas Barner

Andreas Barner

Mitglied im Gesellschafter Ausschuss Boehringer Ingelheim; Vorsitzender des Aufsichtsrats der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Mitglied im Aufsichtsrat der Ecclesia, Detmold, und der Firma Kärcher, Winnenden, Mitglied im Rat der EKD

Persönliche Daten

Geburtsjahr: 1953
Geburtsort: Freiburg im Breisgau
Familienstand: verheiratet mit Susanne Barner, ein Kind, Tochter Katharina
Wohnort: Ingelheim am Rhein 

Landeskirche: Ev. Kirche Hessen Nassau, aufgewachsen in der Landeskirche Baden

Berufsausbildung / Studium

Studium und Promotion in Mathematik (ETH Zürich) und Medizin (Freiburg)

Beruflicher Werdegang (schwerpunktmäßig)

Nach Studium bis 1985 Assistent in Zürich, 1985 Beginn bei Ciba-Geigy (Basel) in Forschung und Entwicklung, ab 1992 bei Boehringer Ingelheim (Ingelheim) ab 1999 Mitglied der Unternehmensleitung für Forschung, Entwicklung und Medizin, 2009 - 2016 zusätzlich Sprecher/Vorsitzender der Unternehmensleitung, seit 2016 Mitglied im Gesellschafterausschuss Boehringer Ingelheims. Parallel dazu Wahrnehmung von Aufgaben wie Mitgliedschaft im Wissenschaftsrat, Mitglied im Senat unterschiedlicher Wissenschaftsgesellschaften und Gremien wie Beratungsgremien der Bundesregierung (Hightech Forum, Innovationsdialog der Bundeskanzlerin) oder auch Afrikaforum des Bundespräsidenten Köhler; Universitätsräte, zur Zeit Vorsitzender Johannes Gutenberg Universität Mainz, Albert Ludwigs Universität Freiburg
 

Tätigkeitsfelder und Ehrenamt innerhalb und außerhalb der Kirche

Derzeit ausgeübte berufliche Tätigkeit

Mitglied im Gesellschafter Ausschuss Boehringer Ingelheim; Vorsitzender des Aufsichtsrats der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Mitglied im Aufsichtsrat der Ecclesia, Detmold, und der Firma Kärcher, Winnenden

Wahrnehmung weiterer Aufgaben und Ämter und Ehrenämter innerhalb und außerhalb der Kirche

Seit 2008 Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages, 2013 Wahl in den Präsidiumsvorstand des Kirchentages (gemeinsam mit Christina aus der Au, zwischenzeitlich mit Frank Walter Steinmeier dann Hans Leyendecker und Bettina Limperg (3. ÖKT Frankfurt); 2015 Präsident des Kirchentages in Stuttgart. Präsident des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft; Vorsitzender des Kuratoriums des Deutschen Zukunftspreises des Bundespräsidenten; Mitglied des Verwaltungsrates, des Senats und externer Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft. Mitglied in einer Reihe von kirchennahen und gemeinnützigen Fördervereinen.

Fragen an die Kandidat:innen zur Ratswahl 

Wo sehe ich die zukünftigen Aufgaben und Perspektiven für die Arbeit der EKD?

Nach dem uns stärkenden Reformationsjubiläum, in einer Phase der Diskussion der Rolle der Kirchen (Flüchtende, sexualisierte Gewalt, Sichtbarkeit in Corona Zeiten) in einer Phase des deutlichen Kirchensteuerrückgangs, in der Zeit der Veränderung nach Corona, wird die Arbeit der EKD auf der Basis der 12 Leitsätze ganz besonders darauf ausgerichtet sein müssen, zu helfen, dass die evangelischen Christen nach Corona wieder in die Kirchen zurückfinden, dass ihre Stimme in Deutschland wieder stärker gehört wird – in Fragen der Politik und des christlichen Glaubens. Bei zurückgehenden Finanzmitteln müssen diese für die besonders wichtigen Aufgaben der EKD eingesetzt werden wie die der Digitalisierung, um die Glaubenskommunikation und die Gemeindearbeit zu fördern, wie die der Entwicklung neuer Formen des niederschwelligen Zugangs zu unserer Kirche oder wie die der Kommunikation der Positionen, für die die evangelischen Kirche in Deutschland eintritt. Die weitere Aufarbeitung des Themas der sexualisierten Gewalt bleibt eine wichtige Frage, Wichtig werden auch die Ökumene und der interreligiöse Dialog bleiben. Sowohl in Anbetracht der Finanzmittelknappheit wie auch der Tatsache wegen, dass es in der Welt des Internets und der sozialen Medien, kein lokales Handeln und Kommunizieren mehr gibt, wird die Kooperation der Landeskirchen noch bedeutsamer. Die EKD und die Landeskirchen können dadurch wirksamer, überzeugender und glaubhafter werden.

Was bringe ich dafür in die Arbeit des Rates mit ein?

Nach 6 Jahren Tätigkeit im Rat der EKD, arbeitsintensiv und spannend (Begleitender Ausschuss der langfristigen Finanzstrategie der EKD, Gast im HHA der Synode, Gast im Finanzbeirat, Präsidium des Kirchbautags, Themen der Ökumene), glaube ich, dass ich zusammen mit meinen Erfahrungen aus der Leitung eines großen Unternehmens und seiner Forschung, aus Aufsichtsräten wie der Leitung des AR der FAZ oder aus einer Reihe weiterer ehrenamtlicher Tätigkeiten – kirchennah DEKT oder wissenschaftsnah wie als externer Vizepräsident der Max Planck Gesellschaft, mich weiter im Rat nützlich für die EKD einbringen kann. Da im Rat Menschen aus Unternehmen gleichermaßen selten sind, wie Menschen aus der nicht theologischen Wissenschaft, hoffe ich, im Ringen des Rats um die richtige Position der EKD neue vielleicht weniger übliche Gedanken einzubringen. Das Zuhören Können und Zuhören Wollen konnte ich auch in den vergangenen Jahren im Rat und den damit verbundenen Aufgaben als besonders wichtig erkennen und natürlich üben. Meine Erfahrungen in finanziellen Fragen – nach 6 Jahren im Rat ergänzt durch Kenntnisse über das Vorgehen und die Inhalte der Finanzen der EKD -  aber auch internationale Einblicke – sei es bei HIV/AIDS in ärmeren Ländern (Afrika Forum), der Corona Pandemie, und aus Beratungsgremien der Bundes (Innovationsdialog, Hightechforum) und der Länder (Technologiebeirat bei MP Kretschmann) könnten im Rat, auch im Kirchenamt der EKD und z. T.  bei Landeskirchen hilfreich sein.