Sabine Blütchen - Kandidatin für die Ratswahl

Sabine Blütchen, Beisitzerin im Präsidium der 12. Synode der EKD.

Rechtsanwältin

Persönliche Daten

Geburtsjahr: 1954
Geburtsort: Neumünster
Familienstand: verheiratet, ein erwachsener Sohn (geb. 1988)
Wohnort: Oldenburg

Landeskirche: Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg

Berufsausbildung / Studium

  • 1973 - 1974 Studium der Rechtswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität Kiel
  • 1974 - 1979 Studium der Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin
  • 1980 - 1982 Referendariat am Kammergericht Berlin 2004 - 2005 Ausbildung zur Mediatorin 

Beruflicher Werdegang (schwerpunktmäßig)

  • 1982 - 1989 Rechtsanwältin in Berlin
  • 1991 - 1997 Dozentin bei der Handwerkskammer Oldenburg und der Logopädischen Lehranstalt der AWO
  • seit 1997 Rechtsanwältin in Oldenburg, Schwerpunkt Familienrecht

Tätigkeitsfelder und Ehrenamt innerhalb und außerhalb der Kirche

Derzeit ausgeübte berufliche Tätigkeit

  • Rechtsanwältin in Oldenburg, Schwerpunkt Familienrecht,
  • Mediatorin

Wahrnehmung weiterer Aufgaben und Ämter und Ehrenämter innerhalb und außerhalb der Kirche

  • Förderverein Ev. Familienbildungsstätte Oldenburg 
  • Kirchenälteste in Oldenburg-Osternburg, Synodale der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg seit 1996 
  • Präsidentin der Synode seit 2008, Mitglied der Kirchenleitung
  • Mitglied der Synode der EKD seit 2009 
  • Mitglied im Beirat des EKD-Zentrums Qualitätsentwicklung im Gottesdienst  
  • Mitglied des Präsidiums der 12. Synode der EKD

Fragen an die Kandidat:innen zur Ratswahl 

Wo sehe ich die zukünftigen Aufgaben und Perspektiven für die Arbeit der EKD?

Ecclesia semper reformanda – das gilt auch in der 13. Legislatur der EKD-Synode. Weitsicht, Ideen und Mut sind gefragt, die anstehenden Veränderungen nach Corona im digitalen Zeitalter in einer Gesellschaft mit sinkender Kirchenbindung zu gestalten. Diese Prozesse haben bereits begonnen in den Gliedkirchen und in der EKD. Es kommt jetzt darauf an, die noch vorhandenen finanziellen und personellen Ressourcen gut zu nutzen, damit wir unseren Auftrag als Kirche Jesu Christi erfüllen können.  

Das Außenhandeln gilt es zu profilieren. Die Bedeutung, die die Kirche in der politischen Diskussion gewonnen hat, gilt es im Interesse der Demokratie und zum Wohl der Menschen unbedingt zu erhalten, auch über die Grenzen Deutschlands und Europas hinaus. Im Engagement für einen wertschätzenden Umgang aller Menschen und die Bewahrung der Schöpfung dürfen wir, gern gemeinsam mit anderen Playern, nicht nachlassen. 

Die EKD hat auch nach innen wichtige Aufgaben als Impulsgeberin und in der Unterstützung der Gliedkirchen (z.B. Entwicklung einheitl. Gesetze, Koordinierung der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt, Neuordnung des Kirchenmitgliedschaftsrechts). Sie verfügt über die Einrichtungen und Kompetenzen, um Prozesse in den Gliedkirchen zu begleiten, wenn diese etwa im Rahmen gewünschter Veränderungsprozesse angefragt werden.

Was bringe ich dafür in die Arbeit des Rates mit ein?

Freude am Gestalten gemeinsam mit anderen, die Lust, Neues zu entwickeln und langjährige Erfahrung in kirchlichen Veränderungsprozessen. Das sind kurzgefasst meine Kompetenzen.
In den vergangenen 13 Jahren war ich an Veränderungsprozessen in unserer oldenburgischen Kirche, in der Konföderation ev. Kirchen in Niedersachsen und in der EKD beteiligt.

Als Juristin und Mediatorin bin ich es gewohnt, mich zügig in neue Sachverhalte einzuarbeiten, gut zuzuhören, unterschiedliche Meinungen und Bedürfnisse zu respektieren. In den anstehenden Prozessen werden Beharrungskräfte und Innovationsmotoren aufeinandertreffen. Geduldig alle Beteiligten einzubeziehen und mit ihnen an Lösungen zu arbeiten, die dann für möglichst alle akzeptabel sind, beschreibt meine Stärke in Veränderungsprozesse.

Als Ehrenamtliche, fest verwurzelt in meiner Gemeinde und als Mitglied der Kirchenleitung unserer Kirche sehe ich die großen Herausforderungen, vor denen wir als Kirche vor Ort aber eben auch als EKD stehen. 

Bei der Arbeit des Rates werden die Spezifika der Gliedkirchen ebenso wie die Belange von Haupt- und Ehrenamtlichen in den Blick genommen werden müssen. Als Vertreterin einer Kirche, in der ein "mildes Luthertum" gepflegt wird, die weder Mitglied in der VELKD noch der UEK ist aber Gast in beiden Bünden, achte und schätze ich die Vielfalt evangelischer Prägungen.