Dr. Michael Diener - Kandidat für die Ratswahl

Foto von Michael Diener

Pfarrer in der protestantischen Kirchengemeinde Germersheim und Dekan des protestantischen Kirchenbezirkes Germersheim
Evangelische Kirche der Pfalz - Protestantische Landeskirche

Hauptstraße 1
76726 Germersheim

Internet:
https://dekanat-germersheim.de

Geburtsjahr: 1962
Geburtsort: Pirmasens
Familienstand: verheiratet mit Eveline, 2 erwachsene Kinder: Jennifer  und Nicolai
Wohnort: Germersheim 

Landeskirche: Evangelische Kirche der Pfalz - Protestantische Landeskirche

Berufsausbildung / Studium

  • 1982 - 1989 Studium der Evangelischen Theologie u.a.in Heidelberg, Denver/USA, Erlangen und Tübingen
  • Promotion zum Dr. theol an der Kirchlichen Hochschule Bethel, 1990 - 1996, mit einer Arbeit über D.Walter Michaelis 
  • Vikariat in der Evangelischen Kirche der Pfalz 1994-1996

Beruflicher Werdegang (schwerpunktmäßig)

  • 1996-2005 Pfarrer Johanneskirchengemeinde Pirmasens
  • 2005-2009 Dekan des Prot. Kirchenbezirkes Pirmasens
  • 2009 -2021 Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes Kassel (Sabbatjahr vom 1.9.2020 - 31.8.2021)
  • seit 1.9.2021 Dekan des Prot. Kirchenbezirkes Germersheim

Tätigkeitsfelder und Ehrenamt innerhalb und außerhalb der Kirche

Derzeit ausgeübte berufliche Tätigkeit

Pfarrer in der protestantischen Kirchengemeinde Germersheim und Dekan des protestantischen Kirchenbezirkes Germersheim

Wahrnehmung weiterer Aufgaben und Ämter und Ehrenämter innerhalb und außerhalb der Kirche

  • seit 2015 Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
  • seit 2018 Aufsichtsrat des Gemeinschaftswerkes der Evangelischen Publizistik (GEP)
  • seit 2019 Vorsitzender des Kuratoriums der Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung "midi"
  • seit 2009 Mitglied Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz
  • seit 2010 Vorstand Willow Deutschland
  • seit 2010 Mitgliederversammlung ERF Medien
  • seit 2010 Stiftungsrat Stiftung Christliche Medien
  • seit 2010 Mitgliederversammlung Christliche Medieninitiative pro

Fragen an die Kandidat:innen zur Ratswahl 

Wo sehe ich die zukünftigen Aufgaben und Perspektiven für die Arbeit der EKD?

Für mich sind die "12 Leitsätze zur Zukunft einer aufgeschlossenen Kirche" maßgeblich. Das ist - ohne Abstriche - "mein Programm" mit folgenden hervorgehobenen Akzenten: 

  • mir ist wichtig, dass die 12 Leitsätze mit "Frömmigkeit" einsetzen: alles beginnt mit einem "geformten Glauben" und "gelebter Seelsorge".
  • ich wünsche mir eine Kirche in öffentlicher Verantwortung, die "keusch" überlegt, wozu sie sich äußert und die dann nachvollziehbar den Bezug zum Evangelium verdeutlicht. Zu unserer öffentlichen Verantwortung als Kirche gehört das intensive Bemühen, den massiven Polarisierungen in unserer Gesellschaft entgegen zu wirken. 
  • ich freue mich, dass "Mission" im Sinne einer "missio dei" wieder in unserer Kirche angekommen ist. Die Kommunikation des Evangeliums in Wort und Tat leben wir ganz bewusst auch ökumenisch.
  • wir brauchen neben dem guten Bewährten unbedingt "fresh expressions of church". Und "wir müssen raus" bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Für alles neue Tun braucht es zudem mutiges Lassen. 
  • die Zusammenarbeit zwischen den Gliedkirchen unter Einbezug von Diakonie und Einrichtungen und Werken, sowie der Abbau von Parallelstrukturen muss sich weiter verbessern und beschleunigen. 
  • die EKD macht, was als Gemeinschaftsaufgabe für die Gliedkirchen relevant ist, was der Mitgliederbindung dient und die öffentliche Präsenz ermöglicht. Und sonst nichts. 

Was bringe ich dafür in die Arbeit des Rates mit ein?

  • Durch meine zwischenzeitliche Berufstätigkeit in freien Werken ist mein Blick auf Kirche ein etwas anderer. Das ist fruchtbar. Ich kann zB mithelfen, dass die Institution Kirche die Bewegung Kirche nicht erdrückt und verfüge über ausgeprägte Erfahrungen in Neubelebungsprozessen. 
  • Ich stehe für eine evangelische Kirche, die aus ihrer geistlichen Mitte heraus missionarisch, diakonisch und politisch aktiv ist. Zu jeder dieser Dimensionen kann ich Inhaltliches beitragen und Netzwerke aktivieren. 
  • In den vergangen Jahren durfte ich mir bundesweit ein hohes Vertrauen in unserer Kirche und in pietistisch-evangelikal geprägten Organisationen erarbeiten - daraus kann viel Gutes wachsen für Kirche und freie Werke.
  • Ich arbeite jetzt zum zweiten Mal auf der mittleren Leitungsebene unserer Kirche, auf die wir viel Verantwortung übertragen. Auch diesen Blickwinkel bringe ich gerne mit ein. 
  • Ich bin standfest in Diskussionen, liebe das kompetente Streitgespräch und schätze den ehrlich errungenen Kompromiss. Ich verfüge über eine hohe Sensibilität für Stimmungslagen und kann in spannungsvollen Situationen das Verbindende finden. Mit Humor geht alles besser.