Prof. Dr. Michael Domsgen - Kandidat für die Ratswahl

Michael Domsgen

Professor für Evangelische Religionspädagogik an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Leiter der Forschungsstelle Religiöse Kommunikations- und Lernprozesse

Persönliche Daten

Geburtsjahr: 1967
Geburtsort: Elsterwerda
Familienstand: verheiratet, 5 Kinder
Wohnort: Wernigerode

Landeskirche: Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM)

Berufsausbildung / Studium

  • 1987-1994 Studium der Evangelischen Theologie in Halle, Jena, Bern, Kiel und Tübinge1994 Erstes Theologisches Examen (Diplom) in Halle
  • 1997-1999 Religionslehrer an Gymnasien in Hoyerswerda und Weißwasser 
  • 1998-2000 Gemeindevikaritat in Rietschen (Ev. Kirche der schlesischen Oberlausitz)
  • 2000-2002 Schulpfarrer i.E. in Wernigerode und Dozent am Pädagogisch-Theologischen Institut in Drübeck 

Beruflicher Werdegang (schwerpunktmäßig)

  • 1997 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Halle-Wittenberg mit einer Arbeit zu „Religionsunterricht in Ostdeutschland“)
  • 2000 Ordination in Magdeburg
  • 2002-2006 Wiss. Assistent Uni Münster
  • 2004 Habilitation an der Universität Münster mit einer Arbeit zu „Familie und Religion“
  • 2006 Ernennung zum Prof. für Evangelische Religionspädagogik an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • 2011 Gründung und Leitung der Forschungsstelle „Religiöse Kommunikations- und Lernprozesse“ in Halle
  • seit 2011 Kooptiertes Mitglied der Philosophischen Fakultät III (Erziehungswissenschaften) der MLU Halle

Tätigkeitsfelder und Ehrenamt innerhalb und außerhalb der Kirche

Derzeit ausgeübte berufliche Tätigkeit

Professor für Evangelische Religionspädagogik an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Leiter der Forschungsstelle Religiöse Kommunikations- und Lernprozesse

Wahrnehmung weiterer Aufgaben und Ämter und Ehrenämter innerhalb und außerhalb der Kirche

  • Mitglied der Landessynode der EKM (seit 2008)
  • Vorsitzender der Bildungskammer der EKM (seit 2008)
  • Mitglied der Bildungskammer der EKD (2016-2021)
  • Mitglied im Programmausschuss der Deutschen Bibelgesellschaft (seit 2019)
  • Mitglied im Fachbeirat Familienbildung der eaf (seit 2017)
  • Mitglied im Beirat des Pastoralkollegs der EKM (seit 2018)
  • Mitglied der Fachkommission "Theologie" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • Mitglied in der Vokalgruppe Ars Vivendi Wernigerode

Fragen an die Kandidat:innen zur Ratswahl 

Wo sehe ich die zukünftigen Aufgaben und Perspektiven für die Arbeit der EKD?

Aller Wahrscheinlichkeit nach werden wesentliche Themen für die Arbeit der EKD von akuten Herausforderungen und aktuellen Ereignissen bestimmt sein. Sie sind also nicht vorherzusehen. Aber bereits jetzt zeigt sich: Kirche muss sich darauf einstellen, nicht mehr im Selbstverständlichkeitsmodus agieren zu können. Daraus resultiert die Aufgabe, neu auf Gelegenheiten, Orte und Anlässe zu schauen, in denen sich die Kommunikation des Evangeliums als lebensbegleitend und -erneuernd erweisen kann. Die EKD könnte dafür als Forum evangelischer Kirchen Anregungen und Impulse geben, indem sie die damit verbundenen Fragen offen thematisiert. In der medialen Aufmerksamkeit, die der EKD zukommt, sollte es zu einer Konzentration kommen. Öffentlichkeitswirksam erweist sich Kirche nicht, indem sie zu allem etwas zu sagen versucht. Ihre Stimme wird vor allem da wichtig, wo es niemanden gibt, der das zur Sprache bringt oder wo es darum geht, in Kooperation mit anderen gesellschaftlichen Akteuren etwas anzustoßen, was ohne kirchliches Engagement sonst nicht auf den Weg gebracht werden würde.

Was bringe ich dafür in die Arbeit des Rates mit ein?

Hier sehe ich primär drei Punkte, die ineinander übergehen und einander bedingen:

  1. Als in der DDR sozialisiertes Pfarrerskind: Eine biographisch angelegte und durch empirische Perspektiven angereicherte Sensibilität für die Kontexte, in denen Evangelium kommuniziert und Kirche gestaltet werden.
  2. Als Universitätsprofessor: Eine praktisch-theologische und religionspädagogische Kompetenz in der Beurteilung gegenwärtiger Entwicklungen.
  3. Als engagierter Wissenschaftlicher und kirchlich Ehrenamtlicher: Eine Reihe von Ideen in handlungsorientierender Perspektive.