Pfingsten 2026: Evangelische Kirche erinnert an die verbindende Kraft echter Verständigung

  • Bischöfin Fehrs: Pfingsten beginnt dort, wo Menschen Gemeinschaft neu wagen
  • In zahlreichen Gemeinden wird Pfingsten dieses Jahr als „Fest der Verständigung“ gefeiert
  • In Sachsen-Anhalt wird eine komplette Landeskirche an Pfingsten zum #VerständigungsOrt

Hannover (21. Mai 2026). „Pfingsten ruft uns Menschen zu echter Verständigung und stärkerem Zusammenhalt auf.“ Daran erinnert die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, in ihrer Botschaft zum diesjährigen Pfingstfest. In Zeiten, in denen Menschen unter einer zunehmend rauen Debattenkultur leiden, brauche es diese verbindende Kraft, die stärker ist als alle Spaltung. Die biblische Pfingstgeschichte beinhalte damit eine hochaktuelle Botschaft für die Gegenwart.

„Pfingsten beginnt genau da, wo Menschen einander nicht mehr verstehen – und plötzlich ein Wunder passiert“, so Bischöfin Fehrs. Die Erzählung vom Heiligen Geist stehe für die Kraft, Barrieren zwischen Menschen zu überwinden: „Der Geistwind weht und wirbelt und mischt die Welt auf. Universal lösen sich die Grenzen zwischen Ländern und Menschen buchstäblich in Luft auf. Völkerverständigung in Windeseile.“

Mehr denn je brauche es heute Orte der Begegnung und des Gesprächs, meint die Ratsvorsitzende. „Und ich stelle fest, wie dankbar Menschen für solche Diskussionsräume sind. Sie wollen zusammenkommen. Reden. Lernen. Singen. Beten. Sich anvertrauen. Gemeinsam stark werden.“

Pfingsten sei ein Aufstand „gegen die Angst, damals wie heute, in unserer komplexen, schnellen und oft gewaltvollen Welt“.  Das Pfingstfest feiere vielmehr den neuen Aufbruch aus der geistlosen Enge der Spalter dieser Welt. Echte Verständigung beginne dort, wo Menschen einander zuhören und Gemeinschaft suchen.

„Die Menschen wollen Gemeinschaft“, ist Bischöfin Fehrs überzeugt. „Pfingsten ist die große Einladung, sie neu zu wagen.“

Mit der Initiative #VerständigungsOrte setzen evangelische Kirche und Diakonie Deutschland seit der Europawahl 2024 bundesweit Zeichen für mehr Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gemeinden und Einrichtungen schaffen dabei Räume, in denen Menschen unterschiedlicher Überzeugungen miteinander ins Gespräch kommen können. In vielen Gemeinden wird das diesjährige Pfingstfest im Rahmen der Initiative als „Fest der Verständigung“ gefeiert. Die Evangelische Landeskirche Anhalts hat angekündigt, zum größten Verständigungsort Deutschlands zu werden. Dort sind alle Kirchengemeinden aufgerufen, eine besondere Aktion oder einen Gottesdienst zu gestalten.

Weitere Informationen unter Initiative #VerständigungsOrte.

Informationen zu den Verständigungsorten erteilt in der Evangelischen Landeskirche Anhalts, Pressesprecherin Susanne Reh, Telefon 0340/2526-101, susanne.reh-krause@kircheanhalt.de.

Pressestelle der EKD
Carsten Splitt