Bischöfin Fehrs zum Freikirchen-Jubiläum: „Klare Haltung verdient Respekt“

  • Festveranstaltung zum 100-jährigen Bestehen der VEF
  • Ratsvorsitzende überbringt Glückwünsche der EKD
  • Fehrs: Ökumenische Verbundenheit mit Freikirchen gewachsen

Hannover (29. April 2026). Zum 100-jährigen Bestehen der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) hat die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, die enge Zusammenarbeit der Kirchen betont und ein klares gemeinsames Eintreten für gesellschaftlichen Zusammenhalt und gegen politische Spaltungsversuche hervorgehoben. Bei der Festveranstaltung am 29. April in der Lukas-Gemeinde in Berlin überbringt sie die Glückwünsche der EKD.

„Gerade in Zeiten politischer Spannungen und gesellschaftlicher Verunsicherung ist es ein starkes Zeichen, dass Freikirchen und Landeskirchen gemeinsam aus dem christlichen Glauben heraus für Nächstenliebe, Menschenwürde, Zusammenhalt und Demokratie eintreten“, sagt Bischöfin Fehrs. Zugleich erinnert sie an die klare Haltung der Freikirchen gegen politische Vereinnahmung: „Wer versucht, einen Keil zwischen unsere Kirchen zu treiben, scheitert an unserer gelebten Geschwisterlichkeit. Für diese immer wieder öffentlich sichtbare Haltung bin ich den Freikirchen sehr dankbar“, so Bischöfin Kirsten Fehrs.

Zugleich unterstreicht die Ratsvorsitzende in ihrem Grußwort die gewachsene ökumenische Verbundenheit: „In allen großen Fragen können wir gemeinsam sagen, dass das, was uns verbindet, ungleich bedeutender ist als das noch verbliebene Trennende.“ Verbindend wirke dabei nicht zuletzt die geistliche Dimension des Engagements der Freikirchen: „Neugierig und mit weitem Herzen. Um nämlich genau inmitten dieser verwundeten Welt Gottes unendliche Liebe sichtbar zu machen, um Lebensfreude zu schenken und Hoffnung, Segenskraft und Gospel-Evangelium. Das ist euer Friedensdienst von allem Anfang an: Gottvertrauen zu wecken, allemal in Zeiten der Verlorenheit, die viele Menschen auch derzeit empfinden.“

Die EKD und die in der VEF zusammengeschlossenen Freikirchen verbindet eine lange Geschichte der Zusammenarbeit, etwa im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung. Diese Partnerschaft habe in den vergangenen Jahrzehnten deutlich an Tiefe gewonnen. Zum Jubiläum wünscht die Ratsvorsitzende der VEF von Herzen Gottes Segen: „Gott erhalte dich in deiner bunten Vielfalt, deiner selbstbewussten Geschwisterlichkeit und deiner herzlichen Freundschaft.“

Hintergrund: Die VEF wurde 1926 von vier Freikirchen gegründet und vereint heute 15 Mitgliedskirchen mit rund 300.000 Mitgliedern. 2024 hatten EKD und VEF eine gemeinsame Erklärung über eine vertiefte Predigtgemeinschaft unterzeichnet, die zum gegenseitigen Kanzeltausch einlädt. Ein Livestream zur Festveranstaltung ist unter 100 Jahre Vereinigung Evangelischer Freikirchen - YouTube eingerichtet.

Pressestelle der EKD
Carsten Splitt