Union Evangelischer Kirchen verleiht Karl Barth Preis an Professor Dr. Eberhard Busch

Hannover/Göttingen (26. April 2026). Die Union Evangelischer Kirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland (UEK) hat den Karl‑Barth‑Preis an Professor em. Dr. Dr. h. c. Dr. h. c. Eberhard Busch, Göttingen, verliehen. Die feierliche Preisverleihung fand in der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Göttingen statt und wurde durch einen Gottesdienst eröffnet.

Mit der Auszeichnung würdigt die UEK das theologische Lebenswerk Eberhard Buschs, das seit Jahrzehnten die Erforschung und das Verständnis von Leben und Theologie Karl Barths maßgeblich geprägt hat. Busch gilt international als einer der bedeutendsten Barth‑Forscher und hat durch seine wissenschaftliche, editorische und kirchliche Arbeit Generationen von Theologinnen und Theologen beeinflusst.

Die Laudatio hielt Professor Dr. Georg Plasger, der die Bedeutung des Preisträgers hervorhob: „Eberhard Busch hat die Theologie Karl Barths nicht nur erforscht, sondern sie über Generationen hinweg lebendig weitergegeben.“

„Karl Barth war kein Lehrer auf Distanz“, sagte Eberhard Busch in seiner Dankesrede und verwies auf die persönliche Nähe und das gemeinsame Leben und Arbeiten, durch die Barth für ihn nicht nur theologischer Lehrer, sondern prägende Begegnung geworden sei.

Die Vorsitzende der UEK Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst dankte Eberhard Busch für ein theologisches Wirken, das sich durch Lernbereitschaft, Gesprächsoffenheit und Erneuerungskraft auszeichne.

Der Karl‑Barth‑Preis wurde 1986 anlässlich des 100. Geburtstags Karl Barths eingerichtet. Er wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Mit ihm ehrt die UEK Persönlichkeiten, deren Werk oder Wirken durch die Theologie Karl Barths inspiriert ist und die diese in besonderer Weise für Kirche und Öffentlichkeit fruchtbar machen.