Dr. Silke Lechner - Kandidatin für die Ratswahl

Silke Lechner

Stellv. Referatsleiterin „Religion und Außenpolitik“ im Auswärtigen Amt

Persönliche Daten

Geburtsjahr: 1974
Geburtsort: Ulm
Familienstand: Verheiratet, zwei Kinder
Wohnort: Berlin

Landeskirche: Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Berufsausbildung / Studium

  • 2000 - 1. Staatsexamen  - Englisch und Sozialwissenschaften
    Universität Hannover und John Moores University Liverpool
  • 2006 - Promotion Politikwissenschaften 
    London School of Economics and Political Science
    “Presidents and Economic Policy-making: The Politics of Tax Reform in Bolivia and Ecuador”

Beruflicher Werdegang (schwerpunktmäßig)

  • 2003 - 2006 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der London School of Economics and Political Science
  • 2006 - 2016 Studienleiterin und Stellv. Generalsekretärin Deutscher Evangelischer Kirchentag

Tätigkeitsfelder und Ehrenamt innerhalb und außerhalb der Kirche

Derzeit ausgeübte berufliche Tätigkeit

  • Seit 2016 Stellv. Referatsleiterin "Religion und Außenpolitik" (bis 2018 "Friedensverantwortung der Religionen"), Auswärtiges Amt

Wahrnehmung weiterer Aufgaben und Ämter und Ehrenämter innerhalb und außerhalb der Kirche

  • Missionsrat, EKBO
  • Interreligiöser Beirat, EKBO
  • Fachbeirat Europa / Transatlantik, Heinrich-Böll-Stiftung
  • Alumni German Marshall Fund of the United States

Fragen an die Kandidat:innen zur Ratswahl 

Wo sehe ich die zukünftigen Aufgaben und Perspektiven für die Arbeit der EKD?

Wie kann die Evangelische Kirche Mechanismen des Zusammenhalts hier bei uns, in Europa und weltweit stärken? Die Arbeit der EKD als gesellschaftliche und außenpolitische Akteurin ist mir besonders wichtig. Das internationale Netzwerk des deutschen Protestantismus ist vielfältig: Partnerschaftsarbeit, kirchliche Hilfswerke und Missionswerke, über 100 deutschsprachige Gemeinden im Ausland, internationale Ökumenearbeit. Was für ein Schatz! 

EKD und Partner haben hier Beziehungs-Netzwerke zu bieten, die den Zusammenhalt zwischen Gesellschaften weltweit stärken. An dieser Arbeit von religionsbasierten Akteuren gibt es aktuell ein gewachsenes Interesse aus der deutschen und internationalen Politik. Die EKD kann sich verstärkt in diesem Bereich engagieren – sie ist eine bedeutende Akteurin im Bereich einer Außenpolitik der Gesellschaften! 

Innen und außen lassen sich heutzutage nicht mehr eindeutig voneinander trennen. Die über 2000 Internationalen Gemeinden in Deutschland sind lebendiger Bestandteil unserer kirchlichen Landschaft. Und: Der interreligiöse Dialog und religionsübergreifende Zusammenarbeit ist eine der zentralen Aufgaben des 21. Jahrhunderts. Die EKD ist hier gefordert und wird gebraucht.

Was bringe ich dafür in die Arbeit des Rates mit ein?

Die Verbindung von Religion und Politik ist biografisch zu meinem Thema geworden. Durch meine Arbeit als Studienleiterin und stellvertretende Generalsekretärin beim Kirchentag habe ich Zukunftsthemen für Kirche und Gesellschaft vorausgedacht und ins Gespräch gebracht. Durch den Kirchentag knüpfte ich vielfältige Kontakte in Landeskirchen, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Islam und Judentum. 

In den letzten fünf Jahren habe ich für das Auswärtige Amt einen neuen außenpolitischen Bereich mit dem Schwerpunkt Friedensverantwortung der Religionen mit aufgebaut und konzipiert. Das konstruktive Potenzial von Religionen für den Zusammenhalt von Gesellschaften weltweit steht hier im Mittelpunkt. Mein Netzwerk hat sich dadurch internationalisiert und interreligiös erweitert. 
   
Diese Kenntnis von Kirche und Politik und den Wunsch internationale und interreligiöse Beziehungen zu stärken, möchte ich gerne in den Rat der EKD einbringen.