Pfingstbewegung und Charismatisierung

Zugänge – Impulse – Perspektiven

Global gesehen ist das Christentum eine wachsende Religion. Das macht sich vor allem in den Ländern des Südens bemerkbar. Es sind allerdings nicht die traditionellen, sondern vor allem pfingstliche und charismatische Kirchen in all ihren Ausprägungen, die sich dieses Zulaufs erfreuen. Etwa ein Viertel der weltweiten Christenheit gehört ihnen bereits an. Auch in Europa verändern sie zunehmend die konfessionelle Landschaft. Dennoch ist in traditionellen Kreisen noch immer recht wenig darüber bekannt, was diese Kirchen ausmacht. Vor diesem Hintergrund hat die Kammer der EKD für Weltweite Ökumene diese Orientierungshilfe erarbeitet. Sie richtet sich vor allem an Verantwortliche innerhalb der EKD und soll einen neuen Zugang zu pfingstlichen Kirchen und ihrer Theologie eröffnen. Ziel ist es, Vorurteile zu überwinden und einen konstruktiven Dialog anzustoßen, der die Pfingstkirchen theologisch ernst nimmt, kritische Aspekte aber nicht ausblendet. Um einer zu einseitigen Betrachtung vorzubeugen, waren auch Pfingsttheolog*innen an der Ausarbeitung beteiligt. So soll der Text dazu motivieren, Begegnungen und kritische Auseinandersetzungen miteinander zu suchen und füreinander da zu sein.

Ins Gespräch kommen

Die Orientierungshilfe gibt zunächst einen Überblick über die historische Entwicklung und verschiedene Ausprägungen der Pfingstbewegung sowie über bereits bestehende ökumenische Beziehungen. Theologische Grundsatzfragen sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die sich im Dialog mit den Pfingstkirchen ergeben, werden ebenso beleuchtet wie Praktiken des sozialen und politischen Engagements. Kritisch in den Blick rücken dabei unter anderem die Kommerzialisierung sowie die Einstellung gegenüber Wunderheilungen und religiösen Führern in einigen pfingstlichen Kirchen. Zahlreiche Fallbeispiele aus aller Welt führen vor Augen, dass die Pfingstbewegung trotz ihrer globalen Ausbreitung kein einheitliches Phänomen ist, sondern sehr unterschiedliche kulturelle Gestalten annimmt. Praxisempfehlungen für das ökumenische Miteinander ergänzen die Darstellung und regen dazu an, miteinander ins Gespräch zu kommen und voneinander zu lernen.

Für wen ist dieses Buch? 

Angesprochen sind Verantwortliche auf den verschiedenen Ebenen der EKD, ihrer Gliedkirchen und Werke, in Partnerkirchen und -einrichtungen weltweit.

  • Theologinnen und Theologen
  • Verantwortliche in Kirchen und kirchlichen Einrichtungen
  • Bildungseinrichtungen
  • ökumenische Institutionen

ub

Coverbild Pfingstkirchen und Charismatisierung

Pfingstbewegung und Charismatisierung: Zugänge – Impulse – Perspektiven

Etwa ein Viertel der weltweiten Christenheit gehört bereits pfingstlichen oder charismatischen Gruppierungen an. Dennoch ist in traditionellen Kirchenkreisen meist nur wenig über sie bekannt. Diese Orientierungshilfe bietet Verantwortlichen in der EKD entsprechende Hintergrundinformationen. Das Buch gibt unter anderem einen historischen Überblick und zahlreiche Fallbeispiele. Praxisempfehlungen regen dazu an, aufeinander zuzugehen und Vorurteile zu überwinden. So soll ein konstruktiver Dialog angestoßen werden, der die Pfingstkirchen theologisch ernst nimmt, kritische Aspekte jedoch nicht ausblendet.

ISBN 978-3-374-06961-3
Preis 12 Euro

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