Gemeinsamer Aufruf zu den Betriebsratswahlen 2026

„Gute und sichere Arbeit gehört zur personalen Würde des Menschen.“

Heute (28. Januar 2026) veröffentlichen die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland einen Gemeinsamen Aufruf zu den Betriebsratswahlen, die vom 1. März bis 31. Mai 2026 stattfinden. Darin rufen sie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland auf, sich aktiv an den Betriebsratswahlen zu beteiligen.

„Das Engagement in der Arbeitnehmervertretung ist gelebte Solidarität und Dienst an der Gemeinschaft im Unternehmen“ schreiben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, und die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs. Sie stellen die ethische Perspektive von Arbeit ins Zentrum.

Angesichts der vielen Herausforderungen und Veränderungen in der Arbeitswelt stifte Arbeit Gemeinschaft und sei auch eine Schule der Demokratie: „Im Betrieb lernen Menschen, andere Meinungen auszuhalten, Regeln auszuhandeln, sich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.“ Mit Verweis auf die aktuell „wirtschaftlich unruhige und politisch angespannte Zeit“ betonen sie weiter: „Sich in einer der vielen Arbeitnehmervertretungen zu engagieren, ist ein deutliches Zeichen, Themen wie Arbeit, gerechte Entlohnung und angemessene Rente nicht polarisierenden Kräften zu überlassen.“ Diese Perspektive sei über die Betriebsratswahlen hinaus wichtig, „auch bei den vielen politischen Wahlen, die dieses Jahr anstehen“.

Arbeit als „Feld nicht nur ökonomischer, sondern ebenso ethischer Fragen“ hätten sowohl die Deutsche Bischofskonferenz als auch der Rat der EKD im letzten Jahr herausgestellt – etwa beim EKD-Wirtschaftsforum im Dezember 2025 oder in dem Impulspapier Die versöhnende Kraft der Arbeit, das im April 2025 die Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlicht hat.

Den gesamten Aufruf zu den Betriebsratswahlen finden Sie unter https://www.ekd.de/betriebsratswahlen2026.

Hannover, 28. Januar 2026

Pressestelle der EKD
Carsten Splitt