Kirchenbilder voller Symbolik
Sieger des Fotowettbewerbs von Stiftung KiBa und KD-Bank stehen fest
Kirchen sind Orte voller Symbolik – als Räume des Glaubens, der Erinnerung und der Verbindung zwischen Erde und Himmel. Genau diese besondere Bildsprache stand im Mittelpunkt des Fotowettbewerbs der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) und der KD-Bank. Nun stehen die Preisträger fest.
Den ersten Preis gewann Daniel Leistner aus Bad Schlema (Sachsen) mit seiner Aufnahme der schlichten St.-Clara-Kirche im vogtländischen Heinersgrün. Die Kirche erhebt sich auf einem Hügel vor blauem Himmel. Neben dem Turm wächst eine große Winterlinde empor, darunter lädt eine einfache Bank zum Verweilen ein. Von dem menschenleeren Bild geht eine besondere Ruhe aus. Zugleich eröffnet die Komposition Raum für symbolische Deutungen. Liest man das Motiv von links nach rechts – vom Baum bis zu den drei großen Holzkreuzen – scheint eine Reise vom Leben zum Tod angedeutet. Die Kirche steht dabei fest in der Mitte, als verbindendes Element. Für diese atmosphärische Aufnahme erhält Daniel Leistner ein Preisgeld von 300 Euro.
Den zweiten Platz belegte Gudrun Besler aus Münster (Nordrhein-Westfalen). Die Jury zeichnete ihre Fotografie aus der Münsteraner Apostelkirche mit 200 Euro aus. Das Bild zeigt den Blick durch ein großes Maßwerkfenster, das mit einem feinen Vlies verhängt ist. Während der hölzerne Boden im Vordergrund klar hervortritt, erscheinen die Muster des Fensters nur schemenhaft auf dem transparenten Stoff. So entsteht eine traumhafte, beinahe malerische Wirkung, die nach Einschätzung der Jury wie ein „Übergang in die himmlische Sphäre“ wirkt.
Der dritte Preis ging an Alexander Vasalata aus Lemgo (Nordrhein-Westfalen). Seine Aufnahme der Kirche St. Marien in Lemgo zeigt das Gotteshaus gespiegelt in der Glasfassade eines gegenüberliegenden Gebäudes. Die mit 100 Euro prämierte Fotografie lebt von der Spannung zwischen den alltäglichen Gegenständen hinter der Glaswand, der blühenden Magnolie im Vordergrund und dem elegant aufragenden Kirchengiebel.
Insgesamt wurden mehr als 650 Fotografien für den Wettbewerb eingereicht. Ausgewählte Motive erscheinen in einem Wandkalender, der ab November über die Stiftung KiBa erhältlich ist. Alle eingereichten Fotografien sind unter www.stiftung-kiba.de/fotowettbewerb2026 zu sehen.
Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) ist eine Stiftung der EKD und der evangelischen Landeskirchen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1999 hat sie Förderzusagen für Sanierungsvorhaben in Höhe von mehr als 42 Millionen Euro erteilt. Für das laufende Jahr sind bislang Fördermittel in Höhe von 1,3 Millionen Euro vorgesehen. Bundesweit engagieren sich rund 3.400 Mitglieder im „Förderverein der Stiftung KiBa e. V.“. Weitere Informationen unter www.stiftung-kiba.de.