Umweltmanagement im Kirchenamt der EKD

 

„Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.“ (1. Mose 2,15)

Mit diesem biblischen Schöpfungsauftrag wird die Schonung und Erhaltung unseres gemeinsamen Lebensraumes zu einem wichtigen Anliegen aller Christinnen und Christen und damit auch zu einer Kernaufgabe im Kirchenamt. Hieraus entspringt unser Bestreben, mit den vorhandenen Ressourcen achtsam umzugehen und die Umweltbelastungen am Arbeitsplatz weitestgehend zu reduzieren. Das betriebliche Umweltmanagement hilft dabei, unser Umwelthandeln systematisch und kontinuierlich zu verbessern.

Der Sachbereich „Umweltmanagement“ ist im „Referat für Organisation und Zusammenarbeit/Leitung Interne Dienstleistungen“ angesiedelt und wird von der Umweltbeauftragten wahrgenommen. Seit 2004 hat sich das Kirchenamt der EKD regelmäßig nach dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS III zertifizieren lassen. Aktuell ist das Kirchenamt für weitere vier Jahre bis 2022 nach EMAS zertifiziert.         

Voraussetzung für eine Zertifizierung sind Umweltstandards, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen sowie die systematische Eingliederung von Umweltschutz in unsere Betriebsabläufe. Das Ziel ist eine stetige Verbesserung des eigenen Umwelthandelns. Im aktuellen Maßnahmenprogramm sind z.B. Maßnahmen innovativerer Mobilitätstechnik vorgesehen. Zur Reduzierung des Energieverbrauchs sollen die bereits in den vergangenen Jahren gestarteten energetischen Sanierungsmaßnahmen konsequent fortgesetzt werden. Nicht vermeidbare CO₂-Emissionen kompensiert das Kirchenamt bei der Klima-Kollekte. Die Ausgleichzahlungen werden von dort gezielt in Klimaschutzprojekte investiert. Dank strenger Standards verringern die Projekte nicht nur den Ausstoß von Treibhausgasen, sondern sie verbessern auch die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung und tragen zur nachhaltigen Entwicklung vor Ort bei. Hohe Bedeutung kommt zudem der Öffentlichkeitsarbeit und der internen Bewusstseinsbildung zu. Darüber hinaus ist das Umweltmanagement bestrebt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch über den Arbeitsalltag hinaus für Umweltbelange zu sensibilisieren.

Mit den jährlichen Umwelterklärungen veröffentlicht das Kirchenamt Verbrauchszahlen und Fakten umweltrelevanter Arbeitsbereiche und deren Umweltauswirkungen. Gleichzeitig wird über unsere Umweltziele und die zur Erreichung entwickelten Umweltmaßnahmen informiert.

Ansprechpartner:

Umweltmanagementbeauftragte: Silke Behrens
(Tel.: 0511/2796-470; E-Mail: Silke.Behrens@ekd.de)

Umweltbeauftragte: Antje Wage
(Tel.:0511/72796-401; E-Mail: Antje.Wage@ekd.de)

 

  • Umwelterklärungen
  • EMAS III

    EMAS ist ein freiwilliges Instrument der Europäischen Union, das Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche dabei unterstützt, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. EMAS-Organisationen betreiben aus eigenem Antrieb ein nachhaltiges Umweltmanagementsystem, welches über die Anforderungen internationaler Normen hinausgeht. Sie unterwerfen sich zusätzlichen Qualitätskriterien und Überwachungsmechanismen.

  • Klima-Kollekte

    Die Klima-Kollekte ist ein CO₂-Kompensationsfonds christlicher Kirchen in Deutschland, über den jeder Mensch, jede Organisation und jede Gemeinde unvermeidliche Emissionen aus Strom- und Wärmeenergie, Reisen sowie Papier und Druckerzeugnissen kompensieren kann. Der Ausgleich von CO₂-Emissionen geschieht dabei durch Klimaschutzprojekte kirchlicher Organisationen oder ihrer PartnerInnen in Entwicklungsländern.