Aktuelle Hinweise zum kirchlichen Umgang mit der Coronakrise

Kernbotschaften zu Kirche & Corona

Kirchliches Leben trotz Isolation wegen Corona-Pandemie

Wie kann die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ihre kirchlichen und diakonischen Aufgaben verantwortungsvoll wahrnehmen gerade in dieser Krisensituation für die Menschen da sein und das Evangelium verkünden und dabei zugleich der weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenwirken?

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) beschäftigt sich derzeit auf allen ihren organisatorischen Ebenen intensiv mit der Frage, wie sie ihre kirchlichen und diakonischen Aufgaben verantwortungsvoll wahrnehmen kann, gerade in dieser Krisensituation für die Menschen da sein und das Evangelium verkünden kann und dabei zugleich der weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenwirkt. Darüber haben gestern Leitende Geistliche und Leitende Juristen aus den 20 Landeskirchen in einer Videokonferenz beraten.

  • Alle Landeskirchen haben bereits in den vergangenen Wochen weitreichende Maßnahmen und Empfehlungen beschlossen, um eine Ansteckungsgefahr zu vermeiden. Dazu gehörten auch die großflächige Absage und Aussetzung von Gottesdiensten, kirchenmusikalischen oder anderen Aktivitäten sowie Synoden und Konferenzen.
  • Mit der gestrigen Ankündigung der Bundesregierung in Absprache mit den Landesregierungen, Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften zu verbieten, sehen die Landeskirchen eine bundesweite Aussetzung von Gottesdiensten auf unbestimmte Zeit als notwendig an. Dies betrifft auch Trauungen und Taufen.
  • Trauergottesdienste zur geistlichen Begleitung von Beisetzungen werden im kleinen familiären Rahmen unter freiem Himmel stattfinden.
  • Die Landeskirchen streben an, dass die Kirchgebäude zur persönlichen Andacht geöffnet bleiben und sind darüber mit den Bundesländern im Gespräch.
  • Gleichzeitig haben alle Landeskirchen schon viele gut funktionierende alternative Angebote zu den Gottesdiensten vor Ort entwickelt. Dazu gehören die klassischen Medienformate wie Fernsehgottesdienste und Rundfunkangebote, von denen Sonntag für Sonntag mehrere Millionen Gottesdienstteilnehmer angesprochen werden. Diese sollen weiter gestärkt werden. Dazu gehören weiter die vielen digitalen Formate etwa im Netzwerk yeet, die in den Landeskirchen und Gemeinden verstärkt angeboten werden.
  • Auf der Seite „kirchevonzuhause.de“ sowie in den Sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #kirchevonzuhause sind viele dieser Angebote zusammengestellt und werden laufend aktualisiert.
  • Trotz der Einschränkungen im öffentlichen Leben wird die evangelische Kirche ihre Seelsorgeangebote aufrechterhalten. Dies geschieht zum einen über online-Formate aber auch über klassische Angebote wie die Telefonseelsorge. Die Evangelische Kirche wird sich dafür einsetzen, dass es auch bei einer weiteren Zunahme von Beschränkungen Sonderregelungen für Seelsorgerinnen und Seelsorger geben wird.
  • In der Passionszeit laden die christlichen Kirchen zu Fürbittengebeten ein. Ein bundesweites ökumenisches Format, das unabhängig von Gottesdienstorten Menschen zur Teilnahme einlädt, wird derzeit entwickelt.

Symbolbild: Coronavirus

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