Aktuelles Chancengerechtigkeit

Aus dem Referat für Chancengerechtigkeit

Ansprechend, benachteiligungsfrei und rechtssicher
Tipps für die Formulierung von Stellenanzeigen



Wer leitet die Kirche?
Aktualisierung zum Gleichstellungsatlas erschienen
Für das Kapitel "Wer leitet die Kirche?" im Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland stehen aktualisierte Daten in Form eines Tabellenbands mit Diagrammen und Visualisierungen zur Verfügung.


Sensibilisierungtool "Unbewusste Begleitung"
Über die Neubesetzung einer Stelle wird in der Regel viel diskutiert. Es werden Überlegungen angestellt, Meinungen und Eindrücke in den Wahlgremien ausgetauscht und es wird nachgedacht über die Vorstellung der Kandidierenden. Dabei kommt es zu impliziten Assoziationen, die unbeeinträchtigt von Bewusstsein oder Intentionalität wirken.
Hier setzt das Projekt an. Mithilfe eines audio-visuellen Tools, das in Personalauswahlverfahren eingesetzt wird, soll zur Reflektion über Geschlechterstereotype angeregt werden, um eine Personalauswahl unabhängig von (unbewussten) Geschlechterzuschreibungen zu ermöglichen.

Neuer Ratsbeschluss:
Der Rat der EKD hat auf seiner Sitzung am 19. Juni 2020 „Empfehlungen für eine geschlechtergerechte Sprache in schriftlichen Äußerungen der EKD sowie in Normtexten“ beschlossen.
Sprache ist nicht nur ein Spiegel unseres Alltags und unserer Wertvorstellungen, sondern lenkt auch unsere Wahrnehmung. Der Gebrauch von Sprache hat sich stets gewandelt. Gesellschaftlicher Wandel und der Wandel der Sprache beeinflussen sich dabei gegenseitig.

Neu erschienen: "Sie ist unser bester Mann!" Wirklich? Tipps für eine geschlechtergerechte Sprache
"Geschlechtergerechte Sprache" – der Ausdruck klingt schon ziemlich sperrig. Dabei stecken dahinter nicht komplizierte Regeln, sondern viele Möglichkeiten für eine umfassende Berücksichtigung der Geschlechter durch die Sprache. Und die ist flexibel, kann die Vielfalt der Geschlechter abbilden und trotzdem gut lesbar bleiben. Wie das im kirchlichen und diakonischen Bereich funktionieren kann, zeigt die überarbeitete Neuauflage „Sie ist unser bester Mann! – Wirklich? Tipps für eine geschlechtergerechte Sprache“ – herausgegeben vom Referat für Chancengerechtigkeit der EKD und dem Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. (EWDE). Die Handreichung bietet viele Beispiele für geschlechtergerechtes Formulieren, mit denen die Texte garantiert nicht sperrig werden.

Aufruf: Wann, wenn nicht jetzt!
Die Corona-Krise zeigt viele gleichstellungspolitische Desiderate wie durch ein Brennglas: Es sind die schlecht entlohnten, zum Teil prekären „Frauenberufe“, die in der Krise „systemrelevant“ sind und das Überleben sichern. Und die Risiken und Belastungen der Krise betreffen Frauen besonders. Mehr als 20 bundesweit tätige Organisationen und Verbände haben sich deshalb mit dem Aufruf „Wann, wenn nicht jetzt!" an die Öffentlichkeit gewandt. Auch viele kirchliche Akteure, u.a. auch das Referat für Chancengerechtigkeit der EKD, unterstützen die Initiative als Erstunterzeichnende und drängen auf ein Umdenken bei Politik, Arbeitgeber*innen und allen Verantwortungsträger*innen.

  • Ansprechend, benachteiligungsfrei und rechtssicher

    Stellenanzeigen informieren über zu besetzende Stellen und vermitteln durch ihre Gestaltung, ihre Inhalte und ihre Wortwahl zugleich ein Bild von der Einrichtung, ihren Werten und ihrer Arbeitskultur. Niemanden durch die Sprachwahl ausschließen – das sollte auch bei der Suche nach neuen Mitarbeitenden für Kirche und Diakonie Priorität haben, denn die Situation auf dem Arbeitsmarkt erfordert inzwischen ein aktives Werben um Fachkräfte. Damit dies gelingt hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in Kooperation mit der Konferenz der Genderreferate und Gleichstellungsstellen die Broschüre „Ansprechend, benachteiligungsfrei und rechtssicher - Tipps für die Formulierung von Stellenanzeigen“ herausgegeben.

    „Chancengerechtigkeit ist mehr als die Abwesenheit direkter Diskriminierung. Stellenanzeigen sollten deshalb so gestaltet sein, dass sie alle fachlich geeigneten Personen - unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Lebensform oder weiterer Diversity-Kriterien – ansprechen“, sagt EKD-Oberkirchenrätin Kristin Bergmann, Leiterin des Referats für Chancengerechtigkeit. „Das ist bisher allerdings kaum der Fall.“

    Mit der Broschüre klärt die Konferenz der Genderreferate und Gleichstellungsstellen in den Gliedkirchen der EKD über aktuelle rechtliche Vorgaben für Stellenanzeigen - wie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz oder die Frage nach der Kirchenmitgliedschaft der Bewerbenden - auf und gibt Hinweise, wie Einrichtungen zum Ausdruck bringen können, dass sie Wert auf Chancengerechtigkeit und Nichtdiskriminierung legen.

    Die Broschüre richtet sich an Personalverantwortliche in Kirchengemeinden und Kirchenverwaltungen, Werken und Diakonie sowie an Mitarbeitervertretungen und Gleichstellungsbeauftragte. Sie kann unter www.ekd.de/stellenanzeigen heruntergeladen werden oder im Referat für Chancengerechtgkeit (referat-fuer-chancengerechtigkeit@ekd.de) bzw. bei den landeskirchlichen Genderreferaten und Gleichstellungsstellen abgerufen werden.
     

    Weitere Informationen finden Sie auch auf der Themenseite der EKD

    Cover 'Ansprechend, benachteiligungsfrei und rechtssicher - Tipps für die Formulierung von Stellenanzeigen'

    Ansprechend, benachteiligungsfrei und rechtssicher

    Tipps für die Formulierung von Stellenanzeigen

    Wie können Stellenanzeigen möglichst attraktiv und benachteiligungsfrei formuliert werden? Die Broschüre der EKD gibt knapp und übersichtlich Antwort auf diese Frage. Ziel dabei sei es, mit diskriminierungsfreien Stellenanzeigen möglichst viele und unterschiedliche Menschen anzusprechen, rechtliche Risiken zu vermeiden und die eigene Wertschätzung von Chancengerechtigkeit und Diversität zum Ausdruck zu bringen. Hinweise auf rechtliche Hintergründe, Tipps zum Kommunizieren der Werte und Vorteile der eigenen Einrichtung und Formulierungsbeispiele helfen beim Schreiben eigener Stellenanzeigen.


    Kostenlos bestellbar per Mail

  • Frauen wollen keine Leitungsämter - oder etwa doch?

    Kristin Bergmann, Leiterin des Referates für Chancengerechtigkeit der EKD, über Karrieresprünge von Frauen in der Kirche

    Karrierespruenge von Frauen_2021.pdf

  • Wer leitet die Kirche?

    Für das Kapitel "Wer leitet die Kirche?" im Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland stehen aktualisierte Daten in Form eines Tabellenbands mit Diagrammen und Visualisierungen zur Verfügung.

    Enthalten sind die aktuellen Zahlen zum Frauenanteil in gemeindeleitenden Gremien, Synoden auf mittlerer Ebene, Synoden auf Landes- und Bundesebene, Leitungsämtern auf mittlerer und höherer Ebene, Kirchenleitung und geistlichem Amt sowie Leitungsgremien der Kirchenverwaltung.

    Das Dokument steht auf der Website des Studienzentrums der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie zur Verfügung.

     

  • Sensibilisierungstool "Unbewusste Begleitung"

    Über die Neubesetzung einer Stelle wird in der Regel viel diskutiert. Es werden Überlegungen angestellt, Meinungen und Eindrücke in den Wahlgremien ausgetauscht und es wird nachgedacht über die Vorstellung der Kandidierenden. Dabei kommt es zu impliziten Assoziationen, die unbeeinträchtigt von Bewusstsein oder Intentionalität wirken.

    Hier setzt das Projekt an. Mithilfe eines audio-visuellen Tools, das in Personalauswahlverfahren eingesetzt wird, soll zur Reflektion über Geschlechterstereotype angeregt werden, um eine Personalauswahl unabhängig von (unbewussten) Geschlechterzuschreibungen zu ermöglichen.

    Das Tool "Unbewusste Begleitung" steht jetzt unter https://www.unbewusste-vorurteile.de zur Verfügung. Sie finden auf der Projekt-Website den Animationsfilm zur Sensibilisierung (ca. 3 Minuten), einen begleitenden Informationsfilm (ca. 10 Minuten) und Hintergrundinfos zum Thema "Unconscious Bias".

  • Beschluss des Rates: Empfehlungen für eine geschlechtergerechte Sprache in schriftlichen Äußerungen der EKD sowie in Normtexten

    Beschlossen auf der Sitzung des Rates am 19. Juni 2020

    Empfehlungen für eine geschlechtergerechte Sprache in schriftlichen Äußerungen der EKD sowie in Normtexten

    Die schriftliche Kommunikation der EKD ist geschlechtergerecht zu gestalten. Dafür kommen sach- und situationsangemessen verschiedene Möglichkeiten in Betracht. Je nach Aussageabsicht können folgende Formen genutzt werden:

    geschlechtsneutrale Formen
    Empfohlen werden
    -   geschlechtsindifferente Personenbezeichnungen (Fachkraft/Mitglied) und Pluralformen (Ehrenamtliche, Mitarbeitende) sowie
    -   Formulierungen, die die Verwendung geschlechtsspezifischer Ausdrücke neutral – zum Beispiel durch die Verwendung von adverbialen Bestimmungen, Attributen, verbalen Umschreibungen, passivischen Formulierungen oder direkter Anrede – umschreiben.

    Formen, die geschlechtliche Vielfalt sichtbar machen
    Empfohlen werden
    -   die Verwendung des Asterisks (*) als aktuell gebräuchlichster Form, um die Vielfalt der Geschlechter zum Ausdruck zu bringen.
    -   die Paarform (Pfarrer und Pfarrerinnen), wenn die Beteiligung von Frauen hervorgehoben werden soll.

    Für Normtexte (wie Gesetze, Richtlinien, Ordnungen, Satzungen, Hausverfügungen) gelten die Regeln des Handbuchs der Rechtsförmlichkeit in der jeweils aktuellen Fassung. Derzeit sieht es vor, dass zur sprachlichen Gleichbehandlung vorzugsweise geschlechtsneutrale Formulierungen oder kreative Umschreibungen, sofern notwendig auch Paarformen zu wählen und „Sparschreibungen“ (wie der Asterisk) nicht erlaubt sind.

    Anregungen und Beispiele für die nicht normgebundene Sprache gibt das von EKD und EWDE herausgegebene Faltblatt „‘Sie ist unser bester Mann!‘ Wirklich? Tipps für eine geschlechtergerechte Sprache“.

     

     

     

  • "Sie ist unser bester Mann!" Wirklich? Tipps für eine geschlechtergerechte Sprache

    Neue Broschüre gibt Anregungen

    „Geschlechtergerechte Sprache“ – der Ausdruck klingt schon ziemlich sperrig. Dabei stecken dahinter nicht komplizierte Regeln, sondern viele Möglichkeiten für eine umfassende Berücksichtigung der Geschlechter durch die Sprache. Und die ist flexibel, kann die Vielfalt der Geschlechter abbilden und trotzdem gut lesbar bleiben. Wie das im kirchlichen und diakonischen Bereich funktionieren kann, zeigt die Broschüre „Sie ist unser bester Mann! – Wirklich? Tipps für eine geschlechtergerechte Sprache“ – herausgegeben von der EKD und dem Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. (EWDE), die jetzt in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen ist. Die Handreichung bietet viele Beispiele für geschlechtergerechtes Formulieren, mit denen die Texte garantiert nicht sperrig werden. Sie kann bei EKD und EWDE bestellt werden und ist auch online verfügbar.

     

    Pressemitteilung der EKD: https://www.ekd.de/broschuere-geschlechtergerechte-formulierungen-56157.htm

  • Gleichstellungspolitischer Aufruf: Wann, wenn nicht jetzt!

    Über 20 bundesweit tätige Organisationen und Verbände stellen Forderungen an die Bundesregierung und Arbeitgeber, die sich vor allem auf die Situation von Frauen bezieht.

    Der Aufruf steht als Download zur Verfügung. Aufruf_Wann wenn nicht jetzt_29.04.20_20VB.pdf

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