Denkschriften und Grundlagentexte 1970-1979
Auf dieser Seite finden sie die Denkschriften und Grundlagentexte aus den Jahren 1970-1979.
Band 1 / 1
Eine Denkschrift
Den in diesem Sammelband enthaltenen Texten ist eine Einführung des en und ehemaligen EKD-Synodenpräses Ludwig Raiser über die EKD-Denkschriften als „Wahrnehmung des Öffentlichkeitsauftrages der Kirche“ vorangestellt. Es folgen die Denkschriften: „Aufgaben und Grenzen kirchlicher Äußerungen zu gesellschaftlichen Fragen“ (1970); „Die Lage der Vertriebenen und das Verhältnis des deutschen Volkes zu seinen östlichen Nachbarn“ (1965); „Der Entwicklungsdienst der Kirche“ (1973). Ebenfalls enthalten sind Stellungnahmen der zum Programm des Ökumenischen Rates der Kirchen „Zur Bekämpfung des Rassismus“ (1974).
EKD, 1978 (Reprint)
Die Denkschriften der EKD
Der Sammelband enthält die Texte: „Die christliche Friedensbotschaft, die weltlichen Friedensprogramme und die politische Arbeit für den Frieden“ (Handreichung, 1962); „Friedensaufgaben der Deutschen“ (Studie, 1968); „Der Friedensdienst der Christen“ (Thesenreihe, 1969); „Gewalt und Gewaltanwendung in der Gesellschaft“ (Thesenreihe, 1973); „Die Menschenrechte im ökumenischen Gespräch“ (Beitrag, 1975); „Stellungnahme zu Fragen der KSZE-Schlußakte, der Menschenrechte und Religionsfreiheit“ (1976); „Christen und Juden“ (Studie, 1975); „Was ist Zionismus?“ (Verständnishilfe, 1976).
EKD, 1978 (Reprint)
Wie sollte die EKD die Bildungspolitik begleiten? Zur Klärung lud die EKD Fachleute zu einem Symposion ein. Wegweisende Vorträge von Karl Ernst Nipkow und Hans-Gernot Jung sind hier dokumentiert, sie beschreiben Grundlinien für eine „Bildungspolitik aus evangelischer Sicht“. Dabei wird klar: Maßstab jeder bildungspolitischen Maßnahme muss sein, „ob sie den einzelnen als Glied seiner Gesellschaft befähigt, die absehbaren weltweiten Herausforderungen von morgen zu bestehen“. Angefügt ist eine „Stellungnahme des Rates der EKD zur schulpolitischen Situation in der Bundesrepublik Deutschland“.
EKD, 1976
Eine Denkschrift
In der Bundesrepublik Deutschland versagt das hochentwickelte System sozialer Sicherung „an wichtigen Stellen“. Trotz steigenden Lebensstandards gibt es in unserer leistungsorientierten Wohlstandsgesellschaft „bittere Notstände und Ungerechtigkeiten“. Diesem Problem widmet sich die EKD mit dieser Denkschrift. Sie gibt „Anstöße zur Neubesinnung“ darauf, „wie heutige soziale Verantwortung wahrzunehmen ist“. Es kommt darauf an, für „Liebe, Barmherzigkeit und Menschlichkeit sowie Gerechtigkeit“ in unserer hochindustrialisierten Gesellschaft neue institutionelle Formen und Maßnahmen zu finden.
EKD, 1973
Eine theologische Thesenreihe zu sozialen Konflikten
Das Thema Gewalt wird in vielfältiger Weise öffentlich diskutiert. In zwölf wohlbegründeten Thesen bezieht die EKD Stellung zur Problematik. Viele Aspekte werden ethisch durchdacht: Gewaltanwendung Einzelner, des Staates und gesellschaftlicher Strukturen; das Recht auf Widerstand gegen Unterdrückung; das Gewaltmonopol des Staates; Missbrauch staatlicher Gewalt; gewaltfreier Widerstand; Gegengewalt; Widerstandsrecht und Menschenrechte; Gewalt und Schuldverstrickung. Schließlich wird das Verhältnis von Gewalt zum christlichen Gebot der Nächstenliebe und zur Versöhnung reflektiert.
EKD, 1973
Ein Beitrag für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt
Eine Denkschrift
Der Entwicklungsdienst der EKD setzt sich seit Jahren für weltweite Gerechtigkeit ein. Diese Denkschrift beschreibt dessen Arbeit, begründet sie theologisch und auf dem Hintergrund von Kirchengeschichte und Kolonialismus. Neue Akzente im Verständnis der Entwicklungspolitik werden benannt und dessen Verhältnis zur Mission beschrieben. Angehängt dokumentiert ist ein Votum des „Katholischen Arbeitskreises für Entwicklung und Frieden“ - ein Beleg für die enge ökumenische Zusammenarbeit und die weitgehende Übereinstimmung in den Zielen beider großen Kirchen auf diesem Gebiet.
EKD, 1973
Das derzeitige Baubodenrecht ist „eines der brennenden sozialethischen Probleme in der Bundesrepublik“. Einen christlich begründeten Diskussionsbeitrag geben die EKD und die Deutsche Katholische Bischofskonferenz mit diesem gemeinsamen Memorandum. Maßstab sei „eine menschlichere, bessere, gerechtere Gestaltung des Zusammenlebens“. Die Kirchen mahnen an, Missstände zu beheben. Das schaffe Voraussetzungen für einen humaneren Städtebau, bezahlbare Mieten und Schaffung gesellschaftlich wichtiger Infrastruktur. „Vernünftige, für alle Betroffenen tragbare Lösungen“ müssen gefunden werden.
EKD, 1973
Am Beispiel politischer Auseinandersetzungen in der Schule
Eine Studie
Die 1968 begonnene Protestbewegung der jungen Generation zeigt „in vielfacher Hinsicht Versäumnisse, Widersprüche und Fehlhaltungen“ gesellschaftlicher Entwicklungsprozesse auf. Die Jugendkammer der EKD hat sich mit der Thematik auseinandergesetzt; in dieser Studie beschreibt sie am Beispiel der Schule die oft „missverstanden gebliebenen Protesthaltungen der Jugend in ihrem gesamtgesellschaftlichen Rahmen“. Als „Kommunikationsgemeinschaft“ können „Lehrer, Erzieher, Jugendleiter, Pfarrer und die Heranwachsenden selbst“ Barrieren abbauen und „fundiertere Freiheit und bessere Gerechtigkeit fördern.“
EKD, 1972
Das Bildungswesen befindet sich in einem Prozess tiefgreifender Umgestaltung. Betroffen sind sowohl Bildungseinrichtungen wie -inhalte. Diese Dokumentation gibt Orientierung und Impulse für nötige Reformen. Die EKD ist in doppelter Weise betroffen: Sie ist Trägerin von Bildungseinrichtungen (Kindergarten, Schule, Religionsunterricht, Hochschulen, Erwachsenenbildung, Akademien); außerdem möchte sie aus ihrem volkskirchlichen Verständnis heraus die Reformen begleiten. Dokumentiert sind Vorträge von Karl Ernst Nipkow und Karl-Heinz Potthast sowie Texte der EKD-Synode zu vielen Einzelaspekten.
EKD, 1972
Eine Denkschrift
Die Denkschriften der EKD rufen neben Zustimmung auch Kritik hervor. Manche monieren, dass die Kirche „mit derartigen Verlautbarungen ihre Kompetenzen überschreite und den Verantwortlichen ins Handwerk pfusche“. Aus diesem Grund fasst diese Denkschrift „die grundsätzlichen Zielsetzungen kirchlicher Äußerungen zu gesellschaftlichen Fragen“ zusammen. Verständlich beschreibt sie „Ziel und Grenze, Zeitpunkt und Vollmacht kirchlichen Redens zu gesellschaftlich bedeutsamen Fragen“. Denkschriften formulieren keine Lehrautorität, sondern möchten eine „verantwortungsbewusste Auseinandersetzung“ anregen.
EKD, 1970
Zur öffentlichen Diskussion über die Reform des Eherechts und des Strafrechts
In welchem Verhältnis stehen „sittliche Ordnung“ und staatliches Gesetz? Aktuelle Reformvorhaben im Ehe- und Strafrecht besorgen EKD und die katholische Deutsche Bischofskonferenz gleichermaßen. Sie sind Auslöser für diese grundlegende gemeinsame Stellungnahme. Der Text verweist auf „sittliche Wertvorstellungen“, die grundgesetzlich verankert und allgemein gültig sind; würde der Gesetzgeber sie preisgeben, wäre die Selbstzerstörung von Staat und Gesellschaft die Folge. Der Text formuliert notwendige Aspekte in den Bereichen Ehescheidungsrecht, Pornographie/Jugendschutz und Schwangerschaftsabbruch.
EKD, 1970
Eine Thesenreihe zur christlichen Friedensethik in der gegenwärtigen Weltsituation
Wie lässt sich Frieden sichern? Mit diesen Thesen gibt die EKD dem „in der kirchlichen und politischen Öffentlichkeit geführten Gespräch … neue Impulse“. „Die Abwesenheit von Krieg ist nicht schon Friede“, so lautet eine Grunderkenntnis: Deshalb ist eine Aufgabe der Kriegsverhinderung, „humane Lösungen globaler Probleme“ zu finden. Die 13 Thesen sind in sechs Kapitel gegliedert: „Das Problem“, „Frieden und Friedensdienst“, „Gottes Friede mit den Menschen und christlicher Friedensdienst“, „Verhinderung von Kriegen“, „Seelsorge an Wehrpflichtigen“ und „Ausbau der Friedensdienste“.
EKD, 1970