„Der Ertrag von Nizäa“ – 19. Dialogbegegnung zwischen dem Ökumenischen Patriarchat und der Evangelischen Kirche in Deutschland beendet

Unter dem Titel „Der Ertrag von Nizäa“ ist in Stuttgart die 19. Dialogbegegnung von Theologinnen und Theologen des Ökumenischen Patriarchats und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu Ende gegangen. Die Tagung fand vom 1. bis 5. Februar 2026 in der Akademie der Diözese Rottenburg‑Stuttgart statt. Die Delegationen wurden von Bischof Frank Kopania (EKD) und Bischof Ambrosius von Argyroupolis (Ökumenisches Patriarchat) geleitet. Im Mittelpunkt der Begegnung standen Referate und Gespräche zur ökumenischen Bedeutung des gemeinsamen trinitarischen Bekenntnisses. Das Erste Ökumenische Konzil von Nizäa (325) und das in Folge des Konzils ausformulierte trinitarische Bekenntnis wurden in liturgischer, systematisch-theologischer und ekklesiologischer Hinsicht als Ausgangspunkt für die Verständigung zwischen den Kirchen gewählt. Bischof Kopania äußerte sich rückblickend: „Es war für uns eine wertvolle Erfahrung, erneut zu sehen, wie das altkirchliche Bekenntnis lebendige Quelle für Spiritualität, Gottesdienst, Kirchenverständnis und das gemeinsame Zeugnis der Kirchen in der heutigen Welt ist.“

Grußworte Seiner Allheiligkeit Patriarch Bartholomaios I. sowie der Ratsvorsitzenden der EKD, Bischöfin Kirsten Fehrs, unterstrichen die Bedeutung des Dialogs für die Vertiefung der Beziehungen zwischen Orthodoxie und Protestantismus. Neben den theologischen Arbeiten prägten gemeinsame Gebete, der Besuch der griechisch‑orthodoxen Kirchengemeinde „Entschlafen der Gottesgebärerin“ in Reutlingen und die Begegnung mit dem Arbeitskreis Orthodoxe Kirchen (AKO) das Miteinander. In ihrem gemeinsamen Kommuniqué danken die Delegationen allen Mitwirkenden, begrüßen ausdrücklich die Beteiligung junger Theologinnen und Theologen und empfehlen ihren Kirchenleitungen, den bilateralen Dialog fortzuführen. Bischof Ambrosius sagte nach der Dialogbegegnung: „Wie Seine Allheiligkeit, der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. in einer Rede betonte, das Erste Ökumenische Konzil ‚bleibt das Fundament unseres Weges zur christlichen Einheit‘. Nizäa ist mehr als Erinnerung – es ist bleibende Verantwortung und Ausdruck unserer geschwisterlichen Gemeinschaft im Glauben.“

Hannover, 10. Februar 2026

Pressestelle der EKD