Fehrs: Pfingsten mahnt zu Verständigung und Zusammenhalt

EKD/epd Hannover. Zu Pfingsten ruft die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Kirsten Fehrs, zu mehr Verständigung und Zusammenhalt auf. In Zeiten, in denen Menschen unter einer zunehmend rauen Debattenkultur leiden, braucht es eine verbindende Kraft, die stärker ist als Spaltung, erklärt die Hamburger Bischöfin in ihrer Pfingstbotschaft.

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„Pfingsten beginnt genau da, wo Menschen einander nicht mehr verstehen - und plötzlich ein Wunder passiert“, sagt Fehrs. In der biblischen Pfingstgeschichte ist eine aktuelle Botschaft für die Gegenwart enthalten. Die Erzählung vom Heiligen Geist steht für die Kraft, Barrieren zwischen Menschen zu überwinden. Mehr denn je braucht es heute Orte der Begegnung und des Gesprächs - so Fehrs.

„Aufbruch aus der geistlosen Enge der Spalter“

Pfingsten ist ein Aufstand gegen die Angst, erklärt die Ratsvorsitzende weiter. Das Pfingstfest feiert einen „Aufbruch aus der geistlosen Enge der Spalter dieser Welt“. Echte Verständigung beginnt dort, wo Menschen einander zuhören und Gemeinschaft suchen. Die Menschen wollen Gemeinschaft. Pfingsten ist „die große Einladung, sie neu zu wagen“ - so Fehrs weiter.

Initiative Verständigungsorte

Mit der Initiative #VerständigungsOrte setzen evangelische Kirche und Diakonie Deutschland bundesweit Zeichen für mehr Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Gemeinden und Einrichtungen schaffen dabei Räume, in denen Menschen unterschiedlicher Überzeugungen miteinander ins Gespräch kommen können. In vielen Gemeinden wird das diesjährige Pfingstfest im Rahmen der Initiative als „Fest der Verständigung“ gefeiert. Die Evangelische Landeskirche Anhalts hat angekündigt, zum größten Verständigungsort Deutschlands zu werden. Dort sind alle Kirchengemeinden aufgerufen, eine besondere Aktion oder einen Gottesdienst zu gestalten.