Frieden für den Nahen Osten
Mehr als zwei Jahre nach dem 7. Oktober 2023 ist die Lage im Nahen Osten weiterhin von schweren militärischen Auseinandersetzungen, politischen Spannungen und großer humanitärer Not geprägt. Das Gebiet erlebt derzeit eine Spirale der Gewalt, die sich in Luftangriffen, Raketenangriffen und steigenden zivilen Opfern zeigt. Die Sorge um Frieden und Stabilität in der Region wächst.
Millionen Menschen im Nahen Osten leben in Angst vor weiterer Gewalt, viele haben Angehörige verloren, ihre Häuser verlassen müssen oder kämpfen täglich ums Überleben. In Iran trifft die angespannte regionale Lage auf eine ohnehin belastete Gesellschaft: Wirtschaftliche Not, politische Repression und fehlende Perspektiven prägen den Alltag vieler Menschen. Die aktuellen Entwicklungen verschärfen vor allem das Leid derjenigen, die keinen Einfluss auf politische Entscheidungen haben – der Familien, Kinder und älteren Menschen, die Schutz, Stabilität und Hoffnung brauchen.
Vor diesem Hintergrund bekräftigt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ihre Solidarität mit allen Menschen im Nahen Osten, die unter Gewalt, Angst und Unsicherheit leiden. Die EKD steht in enger Verbundenheit mit dem jüdischen Volk und zugleich als Partnerin der palästinensischen und der christlichen Gemeinschaften im Land der Bibel für eine friedliche, gerechte und menschliche Zukunft aller Menschen im Nahen Osten. In Gebet, Dialog und öffentliches Engagement ruft sie zu Deeskalation, Schutz der Zivilbevölkerung und Rückkehr an den Verhandlungstisch auf – und setzt sich ausdrücklich auch für die Menschen in Iran ein, die unter anhaltender innerer Unterdrückung und den aktuellen Kriegsfolgen leiden.