Grafik: Drei Deutschland-Karten zeigen Aufbau der EKD: Gemeinden, Gliedkirchen, zentrale Leitungsorgane

Ebenenmodell - Wer macht was?

Evangelische Kirche ist „Kirche zum Mitmachen“. Hier werden alle gebraucht. Das spiegelt sich auf allen Ebenen von Kirchengemeinden über Kirchenkreise und Landeskirchen bis hin zu den gliedkirchlichen Zusammenschlüssen wider.
Die Ebenen haben verschiedene Aufgaben, die gemeinsam das gesamte Spektrum kirchlicher Arbeit abbilden.

Kirchengemeinden

In etwa 14.000 Kirchengemeinden wird Glaube gelebt und sichtbar. Über den Sonntagsgottesdienst hinaus sind sie Treffpunkt im Alltag und Ausgangspunkt vielfältiger Aktivitäten und persönlichen Engagements für unsere Gesellschaft. Das ist die Basis der evangelischen Kirche.

Kirchenkreise

Kirchenkreise (teilweise auch Dekanate genannt) sind regionale Zusammenschlüsse mehrerer Kirchengemeinden. Die Kirchenkreise nehmen zum einen Verwaltungsaufgaben für ihre Kirchengemeinden wahr. Zum anderen ist bei ihnen die geistliche Leitung für ihr Gebiet angesiedelt. Auch andere übergemeindliche Aufgaben werden von ihnen wahrgenommen, wie z. B. Kreisjugenddienste, aber auch die seelsorgerliche Betreuung von Krankenhäusern etc.

Landeskirchen

Die Kirchengemeinden und Kirchenkreise wiederum gehören zu 20 verschiedenen Landeskirchen. Bis auf die Evangelisch-reformierte Kirche, die im Gegensatz zu den übrigen Landeskirchen ihre Kirchengemeinden in mehreren Regionen hat, sind alle sogenannte Territorialkirchen. Ihre Grenzen sind historisch entstanden und weichen zum Teil erheblich von den Grenzen der Bundesländer ab.

Die Aufgabe der Landeskirchen besteht darin, die Kirchengemeinden bei ihrer Arbeit vor Ort zu unterstützen und übergreifende Tätigkeiten wahrzunehmen. Geleitet wird jede Landeskirche von ihrer Synode, durch sie gewählten Theologinnen und Theologen (meist mit der Amtsbezeichnung Bischof/Bischöfin), Landeskirchenämtern (bzw. Oberkirchenräten, Konsistorien) und weiteren Leitungsgremien. Synoden bestehen aus haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden und treffen für die Landeskirche Entscheidungen zu allen Gebieten kirchlichen Lebens.

Die Landeskirchen sind somit verantwortlich für Regelungen und Gesetze ihrer Einrichtungen, den Bereich kirchlicher Ausbildung sowie die zentrale Steuerung und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei tragen sie die Verantwortung für die Kirchengebäude, die Verteilung der finanziellen Mittel an die verschiedenen Einrichtungen und sind gleichzeitig Dienstgeber für kirchliche Beamte sowie Pfarrerinnen und Pfarrer.

EKD

Die EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) unterstützt die Landeskirchen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und nimmt gesamtkirchliche Aufgaben wahr. Sie fördert Aktivitäten, die für die gesamte evangelische Kirche wichtig sind, wie z. B. Diakonie, Mission, Bildung und die Zusammenarbeit mit anderen Kirchen. Und die EKD nimmt auf Grundlage des Evangeliums öffentlich Stellung zu den gesellschaftlichen Debatten der Gegenwart. 

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