EKD-Texte 1–25
EKD-Texte 25, 1988
Wie kann Frieden werden im Heiligen Land? Kirchliche Werke und Organisationen aus dem Bereich der EKD haben sich zur Evangelischen Mittelost-Kommission zusammengeschlossen. Sie legen Überlegungen vor, die auf jahrzehntelangen Erfahrungen basieren: christlich verantwortete Impulse, wie die angespannte Situation zwischen Juden, Muslimen und Christen befriedet werden kann. Außerdem ist eine „Erklärung der Kirchenführer Jerusalems“ enthalten, zusätzlich leidenschaftliche Briefe des Generalsekretärs des „Middle East Council of Churches“ Gabriel Habib und des Jerusalemer Bürgermeisters Teddy Kollek.
EKD-Texte 24, 1988
„AIDS ist eine ernste Herausforderung für unser Gemeinwesen“, schreibt EKD-Ratsvorsitzender Martin Kruse im Vorwort. Neben Staat und Gesellschaft sind „auch und gerade Christen gerufen“, besonnen und verantwortungsvoll zu handeln und sich „mit wahrer christlicher Liebe“ der Betroffenen anzunehmen. Im Auftrag des Rates der EKD beleuchtete ein Expertenkreis verschiedener Fachrichtungen das Thema aus ethischer, sozialer, anthropologischer und theologischer Sicht. Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen sind hier dokumentiert und tragen zur Versachlichung der öffentlichen Diskussion bei.
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EKD-Texte 23, 1988
Die internationale Schuldenkrise hat in den Entwicklungsländern die Überlebenschancen der Ärmsten dramatisch verringert. Auf der ganzen Welt rufen Kirchen dazu auf, diese Entwicklung aufzuhalten. Die EKD-Kammer für Kirchlichen Entwicklungsdienst steuert eigene Impulse bei. Sie macht deutlich: Es gibt „eine ethische Verpflichtung, zu einer zukunftsfähigen Lösung der Verschuldung beizutragen“. Für die Kirchen ergeben sich zwei Aufgabenfelder. Zum einen appellieren sie an die Verantwortlichen in Staat und Kirche. Zum anderen verbreitern sie mit ihrer Bildungsarbeit die gesellschaftliche Diskussion.
EKD-Texte 22, 1988
„Was ist uns der Sonntag wert, und wie können wir ihn als Tag des Herrn und als einen grundlegenden Wert unserer Kultur erhalten?“ Diese Frage zu stellen ist wichtig, da der Sonntag schleichend ausgehöhlt wird und der religiöse Ursprung des Sonntags vergessen wird. Dabei ermöglicht „die Feier des Sonntags den Menschen eine elementare Sinnerfahrung“. Aus diesem Grund wenden sich beide großen Kirchen Deutschlands an die Öffentlichkeit. Sie appellieren an die politisch und gesellschaftlich Verantwortlichen, die besondere Rolle des Sonntags nicht wirtschaftlichen Interessen preiszugeben.
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EKD-Texte 21, 1987
Die evangelische Kirche hat „an dem Übersehen, Vergessen und Verdrängen“ der Situation der Opfer der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft mitgewirkt, stellt EKD-Kirchenamtspräsident Walter Hammer im Vorwort dieses Textes fest. Es geht um die Frage der Wiedergutmachung, besser gesagt: um eine „erträgliche Lösung“ für die bislang vergessenen Opfer. In der Broschüre sind 13 kirchliche Stellungnahmen und Äußerungen zu finden. Sie sollen dabei helfen, sich der „Versäumnisse und der fortdauernden Ausgrenzungen“ bewusst zu werden – „denn was wir verdrängen, kommt wieder“.
EKD-Texte 20, 1987
„Ich glaube, dass Gott mich geschaffen hat, samt allen Kreaturen“: Unter diesem Motto befasste sich die EKD-Synode im Herbst 1987 mit „Maßstäben für Gentechnik und Fortpflanzungsmedizin“. Die unter dem Eindruck von Vorträgen und Diskussionen formulierte „Kundgebung zur Achtung vor dem Leben“ beleuchtet die Thematik aus theologischer Sicht und entwickelt Schlussfolgerungen. So bildet sie einen wichtigen christlich-ethischen Beitrag zur Diskussion. Im Anhang findet sich die EKD-Handreichung „Von der Würde werdenden Lebens“ aus dem Jahr 1985, die bereits als EKD-Text 11 veröffentlicht wurde.
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EKD-Texte 19, 1987
Diese Schrift der EKD-Kammer für soziale Ordnung weckt Verständnis für die Probleme von Langzeitarbeitslosen. Im Rahmen arbeitsmarktpolitischer Überlegungen empfiehlt sie „gezielte Hilfen“. Das könnten zum Beispiel „kommunale Investitions- und Arbeitsbeschaffungsprojekte“ sein. Kirche trägt für Betroffene eine besondere Verantwortung, der sie mit seelsorgerlichen und sozialdiakonischen Aufgaben gerecht wird. So können „Arbeitslosentreffs“ Langzeitarbeitslose in Kirchengemeinden beheimaten und dazu beitragen, dass sie nicht ihr Selbstbewusstsein und ihre Lebensperspektive verlieren.
EKD-Texte 18, 1987
Stetig und auf mehreren Ebenen beschäftigte sich die EKD mit dem bleibenden Problem der Jugendarbeitslosigkeit. Die Erkenntnisse sind in dieser Schrift zusammengefasst. Sie plädiert für „mehr Problemverständnis“ und „einen geschärften Blick für die besonderen Schwierigkeiten der Betroffenen“. Denn junge Arbeitslose haben besondere „menschliche, soziale und existentiellen Probleme“ zu bewältigen. Mit ihren sozialethischen Überlegungen zu „Solidarität, Teilhabe und Zukunftsorientiertheit“ skizziert die Schrift einen wichtigen Beitrag aus evangelischer Sicht zur gesellschaftlichen Debatte.
EKD-Texte 17, 1986
Europaweit weisen seit Anfang der 1980er-Jahre Christinnen und Christen bewusst auf Missstände hin: Aufrüstung erhöht die Kriegsgefahr, die Schuldenkrise belastet die Menschen in armen Ländern und die Natur leidet unter Raubbau; zudem berge die Atomkraft unverantwortliche Risiken. Unter diesem Eindruck rief der Düsseldorfer Kirchentag 1985 zu einem weltweiten „Konzil des Friedens“ auf. In seiner Stellungnahme unterstützt der Rat der EKD die Anliegen der Bewegung, mahnt dabei zu „Nüchternheit im Urteil“. Der gesamte „konziliare Prozess“ müsse von der „Bitte um Gottes Geist“ getragen sein.
EKD-Texte 16, 1986
1981 wies der Ökumenische Rat der Kirchen eindringlich auf die weltweite Notsituation von Flüchtlingen hin. EKD und Diakonie reagierten auf diesen Appell mit der Bildung einer interdisziplinären Arbeitsgruppe. Deren Ergebnisse bilden eine gute Grundlage für konkretes kirchliches Engagement für „Asylsuchende und Flüchtlinge“. Die Schrift erläutert die „biblisch-theologischen Begründungen“ für die Flüchtlingsarbeit; sie beschreibt ihre „juristischen und politischen Bedingungen“ und plädiert für eine „humane Asylpolitik“ auch in Deutschland. Kirchengemeinden kommt hier eine herausragende Rolle zu.
EKD-Texte 15, 1986
Der Dialog von Christen und Juden wird überschattet von der deutsch-jüdischen Vergangenheit. Um ihn voranzubringen, lud die EKD zu einem Kolloquium ein. Die Vorträge der Disputanten sind inspirierend und theologisch fundiert. Der aus Berlin stammende Rabbiner Albert H. Friedlander sprach über „Jüdische und griechische Dimensionen im Christentum“; der evangelische Theologe Wolfhard Pannenberg über „Das christliche Gottesverständnis im Spannungsfeld seiner jüdischen und griechischen Wurzeln“. Deutlich wird der Weg der Entfernung des Christentums vom Judentum.
EKD-Texte 14, 1986
Die Diskussion über das Thema Schwangerschaftsabbruch hält an. Um den Standpunkt der evangelischen Kirche nochmals in die Diskussion einzubringen, veröffentlicht diese Broschüre zwei zurückliegende EKD-Erklärungen aus den Jahren 1972 und 1980, „die von unveränderter Aktualität sind und denen kaum etwas hinzuzufügen ist“. Es kommt darauf an, „mancherlei Verengungen“ hinter sich zu lassen; weder „rigorose Positionen“ noch „leichtfertige Bagatellisierungen“ werden dem Thema gerecht. Wichtig sind Gewissensschärfung und das Eintreten für eine kinder- und familienfreundliche Gesellschaft.
EKD-Texte 13, 1985
Im Rahmen seines Deutschlandbesuchs traf sich Papst Johannes Paul XIII. 1980 mit dem Rat der EKD. Das Gespräch fand in erfreulicher ökumenischer Verbundenheit statt; eine Ökumenische Kommission wurde gebildet, die das Miteinander der Konfessionen vertiefen sollte. Dem Miteinander standen die gegenseitigen Verwerfungen aus der Reformationszeit im Weg. Wie mit ihnen umzugehen sei, darüber machte sich die Ökumenische Kommission wegweisende Gedanken. Viele konfessionelle Vorurteile können getrost ausgeräumt werden. „Der Alltag gelebten Glaubens“ ist mehr in den Blick zu nehmen.
EKD-Texte 12, 1985
Wie kann Kirche auf „Ehemüdigkeit“ und die „Abkehr vom christlichen Bild der Ehe“ reagieren? Die EKD-Familienrechtskommission entwickelte ethische Positionen zur Bewertung nichtehelicher Lebensgemeinschaften. Zwar können auch in ihnen Werte wie „Treue, Liebe und Verlässlichkeit“ zählen. Doch ist die Ehe „als umfassende und verlässliche Lebensgemeinschaft von Mann und Frau Gottes Gabe und Aufgabe für uns“. Ebenfalls enthalten sind in der Broschüre Überlegungen zur Ehe des Pfarrers und der Pfarrerin sowie die ökumenische Erklärung „Ja zur Ehe“ aus dem Jahr 1981.
EKD-Texte 11, 1985
Die medizinische Erforschung früher Phasen des menschlichen Lebens schreitet voran. Sie eröffnet therapeutische Möglichkeiten, die „in Gegensatz zur christlichen Ethik geraten“ können. Aus christlicher Sicht beginnt die ethische Verantwortung mit dem Zeitpunkt der Zeugung. Auf diesem Hintergrund gibt der Rat der EKD in dieser Handreichung ethische Kriterien zu den Themen extrakorporale Befruchtung, Fremdschwangerschaft, Schwangerschaftsabbruch und pränatale Diagnostik. Auf allen Gebieten fordert die EKD die Beteiligten zu verantwortungsvoller professioneller Beratung auf.
EKD-Texte 10, 1985
Seit den 1960er Jahren waren unzählige Menschen als „Gastarbeiter“ nach Deutschland gekommen. Nun zeigt sich: Die allermeisten wollen nicht wieder zurück in ihre Heimat, sondern sich eine bleibende Existenz in Deutschland aufbauen. Das stellt die Politik vor Herausforderungen. Bei der Neufassung des Ausländerrechts sind die Kirchen und die Diakonie willkommene Berater der Politik. In dieser Schrift begründet die zuständige EKD-Kommission ihre Haltung zu den Themenfeldern Integration, Rechtssicherheit, Familiennachzug, Aufenthaltserlaubnis, Ausweisung und Einbürgerung.
EKD-Texte 9, 1984
Um die Entwicklung der Kirchen im Blick zu behalten, beobachtet die „Studien- und Planungsgruppe des Kirchenamtes der EKD“ den Arbeitsmarkt für Theologinnen und Theologen. Der vorliegende Bericht schildert die Situation im Jahr 1983. Er bietet statistisches Material zu Student(inn)enzahlen, Vikariatsplätzen und zur Pfarrstellenentwicklung. Da es künftig mehr Theologie-Absolventen als Pfarrstellen geben wird, legt der Bericht besonders Augenmerk auf das drohende Problem der Arbeitslosigkeit. Der Bericht bietet den Gliedkirchen der EKD eine verlässliche Grundlage für ihre Planungen.
EKD-Texte 8, 1984
Viele Menschen berufen sich auf ihr Gewissen, wenn sie ihr Handeln oder ihre Überzeugung begründen wollen. Doch sind solche Gewissensbekundungen immer ehrlich gemeint? „Das evangelische Verständnis vom Gewissen ist undeutlich geworden oder zum wohlfeilen Argument im politischen Interessenkampf instrumentalisiert“, vermutete die EKD; deshalb lud sie im Februar 1984 zwei ausgewiesene Theologieprofessoren zu einem Kolloquium. Gerhard Ebeling stellte „das Gewissen in Luthers Verständnis“ dar; Traugott Koch fragte, ob die „Autonomie des Gewissens Prinzip einer evangelischen Ethik“ sein kann.
EKD-Texte 7, 1983
Nach jahrzehntelangen Beratungen veröffentlichte eine ÖRK-Kommission 1982 in Lima (Peru) ein ökumenisches Dokument. Darin beschreiben evangelische, anglikanische und orthodoxe Kirchenvertreter/innen sowie Gäste der römisch-katholischen Kirche Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Hinblick auf „Taufe, Eucharistie und Amt“. Dieses „Lima-Papier“ sollte auch in den Gliedkirchen der EKD diskutiert werden. Die vorliegenden „Gesichtspunkte“ erklären die teilweise schwierigen theologischen Thematiken. Angefügt ist ein Vortrag des Theologen Ulrich Kühn über „Reformation und Einheit der Kirche“.
EKD-Texte 6, 1983
Welche besondere Rolle für die Sicherung des Weltfriedens kommt Europa zu? 1983 machten sich darüber Vertretern und Vertreterinnen aus der anglikanischen, der griechisch-orthodoxen sowie aus protestantischen Kirchen Gedanken. Stimmen aus zehn Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft flossen in das Dokument ein. Aus theologischer Sicht analysieren sie die Situation, entwickeln „ethische Gründe für ein christliches Engagement zugunsten von Gerechtigkeit und Frieden“ und präsentieren „Vorschläge und Anregungen“, wie der Frieden auch ohne Aufrüstung gesichert werden kann.
EKD-Texte 5, 1981
Die Lebensbedingungen in der Gesellschaft wandeln sich rasch. Eine Folge: Viele verunsicherte Menschen suchen Rat in psychologischen Beratungsstellen der evangelischen Kirche. Diese Arbeit „reiht sich in den seelsorgerlichen und diakonischen Dienst ein, der kirchlichem Handeln durch das Evangelium aufgetragen ist“, beschreibt die „Evangelische Konferenz für Familien- und Lebensberatung“ in ihren „Leitlinien“. Sie bestimmen das Verhältnis von Theologie und Psychologie. Außerdem werden die Ausstattung, Arbeitsweise und Leitungsfunktionen von Beratungsstellen beschrieben.
EKD-Texte 4, 1982
Wird die Gesellschaft zunehmend säkular, gerät also die Religion aus dem Blick? Und was tritt dann an die Stelle des Glaubens? Um diese Thematik zu beleuchten, lud die EKD zu einem Kolloquium ein. Die fünf Vorträge analysieren die Situation, inspirieren mit teils sehr originellen Beobachtungen und zeigen mögliche neue Handlungsmöglichkeiten für Kirchen auf. Zu Wort kommt auch der renommierte Schweizer Religionswissenschaftler Walter J. Hollenweger; er ermutigt die Kirchen dazu, „übergreifende, heilende, zusammenbindende Mythen“ wieder erfahrbar ins Bewusstsein zu rufen.
EKD-Texte 3, 1982
Wie können Christinnen und Christen, wie können Kirchen auf die militärische Aufrüstung zwischen den Machtblöcken in Ost und West reagieren? Viele Fragen werden kontrovers diskutiert: Welche Rolle spielt das jesuanische Gebot der Feindesliebe? Lässt sich Krieg mit Waffendrohung verhindern? Führt christlicher Glaube notwendig zum Pazifismus? Diese Broschüre enthält unterschiedliche Erklärungen zum Frieden; sie stammen aus dem Bereich der EKD, des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR, der katholischen Kirche und ökumenischen Zusammenschlüssen.
EKD-Texte 2, 1982
Die geburtenstarken Jahrgänge ließen die Zahl der Theologiestudierenden wachsen. Die Kirchenkonferenz der EKD stellte sich dem Thema. Die Ergebnisse sind in diesem Bericht zusammengefasst. Er zeigt die statistischen Daten zur Nachwuchssituation und benennt die Problematik des zu erwartenden Überhangs an Theologie-Absolventen, für die nicht mehr genügend Pfarrstellen zur Verfügung stehen könnten. Der Bericht weist auf die Wichtigkeit einer verantwortlichen Personalplanung hin, die auf einem „Ethos der Gemeinsamkeit“ beruhen muss und nur im Konsens gelingen kann.
Notwendigkeit und Bedeutung regionaler und konfessioneller Zusammenschlüsse von Kirchen,
EKD-Texte 1, 1981
Wirken evangelische Konfessionsbünde verbindend – oder behindern sie das Zusammenwachsen und die Einheit der Christenheit? Und in welchem Verhältnis stehen sie zum „Ökumenischen Rat der Kirchen“? Um Antworten auf diese kontrovers diskutierten Fragen zu finden, lud die EKD im Februar 1981 drei profunde ökumenische Theologen ein. Die Referate von Ulrich Duchrow, Harding Meyer und Lukas Vischer beleuchten die Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Jenseits der Unterschiede plädieren sie dafür, selbstbewusst und offen mit der konfessionellen Identität umzugehen.