EU-Fördermittel für Schulen und Kitas gesucht?

Die Servicestelle für EU-Förderpolitik und -Projekte im EKD-Büro in Brüssel bietet Unterstützung an!

Wenn es um die Zusammenarbeit mit Partnereinrichtungen aus dem Bildungssektor über Ländergrenzen hinweg geht, wird häufig die Frage nach möglicher finanzieller Förderung aus EU-Programmen gestellt. In der Tat ist dies in vielen Fällen möglich, auch wenn die Bildungspolitik als solche in der alleinigen Kompetenz der EU-Mitgliedstaaten liegt. Die Europäische Union hat laut den EU-Verträgen (Artikel 6und 165 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union – AEUV) in der allgemeinen und beruflichen Bildung nur eine unterstützende, koordinierende oder ergänzende Zuständigkeit. Vor diesem Hintergrund gibt es mehrere EU-Förderprogramme, die das Ziel haben, Einrichtungen, Personal und Lernende im Bildungsbereich in ihrer Tätigkeit durch den Austausch und die Zusammenarbeit mit Einrichtungen im europäischen Ausland zu stärken oder die Aus- und Weiterbildung von spezifischen Personengruppen zu unterstützen.

Das wohl bekannteste und zugänglichste EU-Förderprogramm für den Bildungssektor ist das Programm „Erasmus+“, von dem ein breites Spektrum an Bildungseinrichtungen, darunter auch Schulen oder Kitas aus vielen europäischen Ländern – und somit auch evangelische Einrichtungen aus Deutschland profitieren können. Dieses Programm bietet unter anderem Fördermittel für Schüleraustausche, Berufspraktika für angehende Erzieher*innen, die Weiterbildung von Lehrkräften wie auch Ausbildenden oder andere bildungsbezogene Aktivitäten – immer in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen aus anderen europäischen Ländern. Auch über andere Förderprogramme und -fonds, wie beispielsweise den Europäischen Sozialfonds (ESF+), „LEADER“ oder „Interreg“, sind in manchen Fällen Förderungen für Schulen und Kitas möglich. Hier lohnt sich eine genaue Betrachtung des Einzelfalls, den die Servicestelle gern übernimmt.

So gelang es zum Beispiel dem Kirchenkreis Mühlhausen (Ev. Kirche in Mitteldeutschland), Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds zu nutzen, um an zwei Regelschulen vor Ort verschiedenste Maßnahmen zur Senkung der Quote der Schulabbrecher*innen durchzuführen. Mittel aus der LEADER-Förderung der Europäischen Union konnten eingesetzt werden, um einen Grundschulanbau der Ev. Johanniter-Schulen in Wriezen (Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)) zu finanzieren.

Um den Weg zur Antragstellung für evangelische Einrichtungen so leicht wie möglich zu machen, gibt es seit 2011 die Gemeinsame Servicestelle für EU-Förderpolitik und -Projekte von EKD und Diakonie Deutschland im EKD-Büro in Brüssel. Diese wurde eingerichtet, um evangelische Einrichtungen aus Kirche und Diakonie dabei zu unterstützen, EU-Fördermittel für ihre Ideen und Vorhaben zu identifizieren und die Antragstellung zu erleichtern.

Die Tätigkeiten der Servicestelle umfassen dabei neben der Vertretung evangelischer Interessen in Bezug auf die Ausgestaltung der EU-Förderlandschaft gegenüber den EU-Institutionen unter anderem die kostenlose Information, Begleitung und Unterstützung von evangelischen Einrichtungen bei allen Schritten von der Idee, über die Projektentwicklung bis zur Antragstellung, soweit diese gebraucht und gewünscht sind. Dazu gehören die Suche nach einem geeigneten EU-Förderprogramm, die Recherche nach Partnerorganisationen in anderen europäischen Ländern, Unterstützung bei der systematischen Entwicklung des Projekts wie auch Hilfestellung bei der Formulierung eines Förderantrags.

Die Servicestelle bietet evangelischen Einrichtungen aus Deutschland zudem zahlreiche kostenlose Informations- und Schulungsangebote in Form von Publikationen, Vorträgen, Seminaren und einem Newsletter. Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung für den Newsletter „FörderInfo Aktuell“ finden Sie unter www.ekd.eu. 

Beispiele für erfolgreiche Projekte aus dem Bildungs- und Jugendbereich finden Sie in der Broschüre „EU-Fördermittel für evangelische Projekte ... in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“.

Bei Interesse können Sie sich gerne bei Gisela de Vries oder Susanne Wander melden. Sie erreichen uns am besten per E-Mail unter gisela.devries@ekd.eu oder susanne.wander@ekd.eu.

Gisela de Vries, Susanne Wander

 

    

Ulrike Truderung                                        Gisela de Vries                                  Susanne Wander       

Referentin für                                                Förderberaterin                                 Förderberaterin
EU-Förderpolitik und -projekte