Eine der machtvollsten Hoffnungsgeschichten, die wir kennen - Osterbotschaft 2026

Aus Sicht der Ratsvorsitzenden Kirsten Fehrs ist die Osterbotschaft Grund zur Zuversicht, dass das Leben siegt - auch inmitten von Kriegen und Elend. "Die Abgründe der Welt sind nicht die ganze Wirklichkeit", betont die Theologin.

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Osterbotschaft der Ratsvorsitzenden Kirsten Fehrs

Christus ist auferstanden, Er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja!

Was für ein Wunder! Gott, der Gott des Lebens, ist stärker als alle Kräfte des Todes und der Zerstörung. In uns und in der Welt.

Darauf wirklich zu vertrauen, ist jetzt in diesen Zeit dran, liebe Geschwister. Und zugleich: Es ist nicht leicht. Noch nie war das leicht. Denn die Welt ist an viel zu vielen Orten in einem dramatischen Zustand, unter dem unerträglich viele Menschen leiden. Auch Ostern beginnt ja nicht im Leichten, sondern beim Leid, am Kreuz, bei den Tränen, bei der Furcht.

Mitten im Leid: die Botschaft der Auferstehung

Und dann mitten hinein in diese Welt die Botschaft: Aufgestanden.

Ich sehne Ostern jedes Jahr herbei. Ich brauche diesen Jubel, diese Hoffnung, diese ansteckende Lebenslust. Ich brauche das zum Aufstehen und Weitergehen. Ganz besonders in diesem Jahr. Und ich spüre: auch unsere Gesellschaft braucht jetzt Ostern, Zuversicht und Stärkung, davon bin ich überzeugt. Unsere Welt braucht diese Hoffnungsbotschaft: Die Gewalt hat nicht das letzte Wort.

Das ist auch eine seelsorgerliche Botschaft. Denn dieses Hinfallen, dieses Niedergedrücktwerden, das kennen wir doch alle, immer wieder, im Großen und im Kleinen. Bei Einsamkeit. Bei Angst. Bei Überforderung. Bei Trauer und Erschöpfung. Ostern richtet den Blick darauf, dass wir aufgerichtet werden. Dass Menschen wieder aufatmen können. Dass es möglich wird, weiterzugehen, auch wenn das Herz schwer ist.

Aufgerichtet werden – Hoffnung für unser Leben

Genau darin liegt eine der großen Stärken kirchlicher Seelsorge: dass sie da ist, wo Menschen Worte suchen für das, was sie belastet. Dass jemand zuhört. Dass es Raum gibt für Tränen, für Fragen, für Zweifel. Und dass schon darüber sprechen zu können, oft den schweren Stein von der Seele rollen lässt. Dass ein befreites Aufatmen möglich wird. Nicht weil plötzlich alles leicht wäre, sondern weil ein Mensch spürt: Ich bin nicht allein. Meine Not wird gesehen. Und es gibt Hoffnung.

So gehört Ostern mitten in unser Leben. In die Weltlage ebenso wie in die stillen Kämpfe des Alltags.

Diese hoffnungstrotzige Kraft macht uns Christenmenschen lebendig und widerständig. Weil unser Gott ein Gott des Lebens ist, stärker als alle Kräfte des Todes und der Zerstörung. In uns und in der Welt.

Ich wünsche euch von Herzen gesegnete – und frohe – Ostern!

Ihre Kirsten Fehrs

„Die Gewalt hat nicht das letzte Wort.“

Kirsten Fehrs EKD-Ratsvorsitzende