„Ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit“

Zentralrat der Juden in Deutschland und die Evangelische Kirche in Deutschland intensivieren den Austausch

Am Mittwoch, 20. Mai 2026 kamen das Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland um den Präsident Dr. Josef Schuster und eine Delegation des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), darunter die EKD-Ratsvorsitzende, Bischöfin Kirsten Fehrs, in Berlin zu einem Austausch der Religionsgemeinschaften zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen zusammen.

Ein besonderes Augenmerk des Treffens lag auf den Angriffen auf Jüdinnen und Juden in unserm Land und Gemeinden, den Bedrohungen für die Demokratie in unserem Land durch das Erstarken extremistischer Kräfte sowie auf den Chancen des interreligiösen Dialogs. Aber auch weitere sehr konkrete und zukunftsrelevante Fragestellungen wie Organspende und Wehrdienst standen auf der Agenda.

Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, erklärte: „Der Austausch mit dem Rat der Evangelischen Kirche ist wichtig. Er fördert die gemeinsame Verbundenheit in einer Zeit, in der jüdisches Leben zunehmend aus der Öffentlichkeit gedrängt werden soll. Der interreligiöse Dialog kann und muss eine Brücke sein, um gemeinsam das Fundament unserer offenen Gesellschaft zu stärken.“

Die EKD-Ratsvorsitzende, Bischöfin Kirsten Fehrs, unterstrich die Bedeutung des jüdisch-christlichen Dialogs: „Wir sind dankbar, dass dieser für unsere Religionsgemeinschaften und die Gesellschaft wichtige Dialog weiter gestärkt wird. Unser Austausch ist ein deutliches Zeichen dafür, dass wir jegliche Form von Antisemitismus und Menschenverachtung ablehnen und weiter die Verständigung über ethische und politische Themen im Miteinander und für unsere Kirchen- und Synagogengemeinden suchen. Als Christinnen und Christen tragen wir Verantwortung, alles dafür zu tun, dass jüdische Menschen in unserem Land sicher und frei leben“, so Bischöfin Fehrs.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland und der Rat der Evangelische Kirche in Deutschland vereinbarten zum Abschluss ihres Treffens, den gemeinsamen Austausch zu verstetigen und zu intensivieren.

Pressestelle der EKD
Carsten Splitt