Kammerarbeit der EKD in Netzwerken
Von den Denkfabriken zu vernetzten Denkprozessen
Die vielfältigen Herausforderungen und Transformationsprozesse unserer Zeit lassen sich nicht mehr „je für sich“ betrachten. Die sozialen, ökologischen und politischen Themenstellungen etwa hängen eng miteinander zusammen – und so auch deren theologische Reflexion. Zugleich haben sich die Kommunikationsbedingungen, wie solche Orientierung und Urteilsbildung geschehen können, tiefgreifend verändert. Aus bisher sieben versäult nebeneinander arbeitenden Kammern werden jetzt interdisziplinäre und themenspezifisch zusammengesetzte Projektgruppen.
Expert*innen, Fachbereiche und Arbeit in Projektgruppen
Dazu wurden zunächst vom Rat der EDK rund 70 Expert*innen, ständigen Gäste und "Special-Experts" in einen Expert*innen-Pool des Kammernetzwerkes berufen. Diese wurden vier Fachbereichen zugeordnet, die das Kompetenzportfolio des Kammernetzwerkes abbilden:
- Theologie
- Bildung
- Öffentliche Verantwortung
- Ökumene und nachhaltige Entwicklung
Die eigentliche Arbeit aber findet in den interdisziplinären und themenspezifisch zusammengesetzten Projektgruppen statt. Diese werden durch das Steuerungsboard organisiert.
Der Netzwerklogik folgend liegt dem Rat der EKD insbesondere daran, die künftige Kammerarbeit offener zu formatieren: Die Netzlogik denkt nicht nur vom Rat der EKD her. Es ist auch möglich, dass Themen aus dem Kammernetzwerk dem Rat vorgeschlagen werden. Neben dieses von „unten nach oben“ wird die Vernetzung auch von „außen nach innen“ gedacht: Insbesondere auch durch externe Vernetzung, Resonanzkopplung und Schnittstellen zu externen Netzwerkpartnern sollen z.B. Betroffene frühzeitig zu Beteiligten gemacht werden.
Indem in die Arbeits- und Denkprozesse proaktiv frühzeitig Ziel- und Resonanzgruppen einbezogen werden, wird die theologische Arbeit der EKD eine diskursive Grundhaltung zum Ausdruck bringen.
Stand August 2026
(Vorläufige Liste, wird laufend ergänzt)
Steuerungsboard
Gesteuert wird das Kammernetzwerk von einem sog. "Steuerungsboard", in dem die Kompetenzen aus den o. g. verschiedenen Kammerfachbereichen durch die jeweiligen Mitglieder im Steuerungsboard repräsentiert werden.
Aufgabe des Steuerungsboardes ist es unter anderem, Teams für die vielfältigen Themen und Aufgabenstellungen aus dem Expert*innen-Pool zu bilden und so die eigentliche inhaltliche Arbeit auf den Weg zu bringen.
Folgende Personen gehören dem Steuerungsboard an:
- Prof. Dr. Reiner Anselm
- Prof.in Dr. Christine Axt-Piscalar (VELKD)
- Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel
- Prof.in Dr. Eve-Marie Becker
- Prof. Dr. Peter Dabrock
- Dr. Nathalie Eleyth
- Prof. Dr. Tobias Faix
- Prof.in Dr. Claudia Jahnel
- Prof. Dr. Martin Laube (UEK)
- Prof.in Dr. Kristin Merle
- Prof. Dr. Bernd Schröder
- Prof. Dr. Henrik Simojoki
Aus dem Kirchenamt der EKD
- VP Dr. Stephan Schaede
- OKR Dr. Steffen Merle (Geschäftsführung)