Arbeitsweise
Die Mitglieder des Beteiligungsforums Sexualisierte Gewalt bringen ihre Fragestellungen und Themen in das Beteiligungsforum ein, auch Anfragen aus den Gremien der EKD und der Diakonie Deutschland werden in das Beteiligungsforum getragen. Es erarbeitet dazu konkrete Beschlussvorschläge. Diese werden in Themen-AGs vorbereitet.
Vorschläge aus den AGs werden von einem Mitglied der Gruppe der Betroffenen und einer*einem kirchlichen bzw. diakonischen Beauftragten gemeinsam im Beteiligungsforum vorgestellt. Für einen Beschluss im Beteiligungsforum ist sowohl eine Mehrheit unter der Gruppe der Betroffenen als auch unter den Beauftragten aus Kirche und Diakonie notwendig.
Stimmberechtigte Mitglieder im Beteiligungsforum sind drei leitende Geistliche, zwei leitende Jurist*innen aus Kirche und Diakonie, ein Vorstandsmitglied der Diakonie Deutschland, die*der Präses der Synode der EKD, zwei Mitglieder der PIH-K (Konferenz für Prävention, Intervention und Hilfe in Fällen der Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung) sowie bis zu zwölf Betroffene sexualisierter Gewalt. Ein Teil der Mitglieder aus beiden Gruppen startete mit einer zweijährigen Amtszeit und ein anderer Teil mit einer vierjährigen Amtszeit.
Als nicht stimmberechtigter Gast nimmt die*der Bevollmächtigte*r des Rates an den Sitzungen teil, außerdem die Fachstellen Sexualisierte Gewalt der EKD und der Diakonie Deutschland. Begleitet wird die Arbeit im Beteiligungsforum durch ein externes Team, dessen Aufgaben Moderation, Supervision und Prozessbegleitung sind.
Die Beschlüsse des Beteiligungsforums fließen als konkrete Beschlussvorschläge in den Rat der EKD, die Kirchenkonferenz oder die EKD-Synode bzw. den Ausschuss Diakonie ein. So ist gewährleistet, dass jede Entscheidung zum Umgang mit sexualisierter Gewalt unter Partizipation Betroffener im Rahmen des Beteiligungsforums erfolgt.
Grundsätzlich ist die Arbeit im Beteiligungsforum als flexibler und lernender Prozess konzipiert – Anpassungen und Weiterentwicklungen der Zusammenarbeit sind ausdrücklich möglich. Der Beteiligungsprozess selbst dient dem Finden von Lösungen zu den Fragestellungen und Aufgaben, die im Beteiligungsforum bearbeitet werden. Voraussetzung dafür und Grundlage der Zusammenarbeit ist, dass alle Beteiligten ihre Interessen einbringen können und diese in die Lösungsfindung einbezogen werden.
Die Konzeption der Betroffenenvertretung im Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt der EKD vom Beginn des Beteiligungsforums im Juli 2022.
Wie die Gruppe der Betroffenen und Beauftragte aus Kirche und Diakonie zusammenarbeiten