#einfachheiraten 2026: Mehr als 5.000 Paare feiern ihre Liebe
Kirchlich heiraten ohne großen Aufwand: Bei #einfachheiraten 2026 haben Paare an 370 Orten in ganz Deutschland ihre Liebe gefeiert. Mehr als 5.000 Paare empfingen Gottes Segen oder ließen sich an den unterschiedlichsten Orten trauen – von der Kirche bis zur Kneipe. Trotz Rekordhitze wurde das Wochenende zu einem Fest der Liebe.
Charlotte und Ben wurden am 26.06.2026 von Pfarrer Martin von Dobbeler in der Kneipe "Die Wache" in Bonn getraut. An der Aktion #einfachheiraten der evangelischen Kirche haben bundesweit mehr als 5000 Paare teilgenommen.
Hannover, 29. Juni 2026. An insgesamt 370 Feierorten in ganz Deutschland haben sich am vergangenen Wochenende viele Paare bei der bundesweiten Aktion #einfachheiraten segnen oder kirchlich trauen lassen. Nach ersten Hochrechnungen haben weit mehr als 5.000 Paare Gottes Segen für ihre Liebe zugesprochen bekommen.
#einfachheiraten 2026: Mehr als 5.000 Paare feiern ihre Liebe
Ob am Wasser, im Garten, am Flughafen, auf der Skischanze, im Riesenrad oder im UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte: Viele Paare wählten für diesen besonderen Tag einen Ort, der für sie eine besondere Bedeutung hat. Am bislang heißesten Wochenende des Jahres waren auch die kühlen Kirchen sehr beliebt, die für die Aktion vielerorts festlich geschmückt waren.
„An diesem Wochenende feierte die Liebe ein Fest. Es war so berührend zu sehen, wie Paare, die teilweise schon lange Jahre zusammen sind, noch einmal Ja zueinander gesagt und ganz spontan ihr Glück unter Gottes Segen gestellt haben. Ich glaube, dass dieser Segen – Gottes Jawort zu uns – die Menschen in diesen verunsichernden Zeiten in ihrem Vertrauen zueinander stärkt. Man könnte auch sagen: auf das irdische Ja das himmlische Amen. Ich wünsche allen Paaren von Herzen, dass sie einander immer wieder als kostbares Geschenk annehmen können und ihre Liebe sie trägt, in guten wie in schlechten Zeiten“, sagte die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs.
Kirchlich heiraten ohne großen Aufwand
Die Aktion richtet sich an Paare, die ihre Beziehung unter Gottes Segen stellen möchten – ohne lange Vorbereitungszeit, hohen organisatorischen Aufwand oder große Kosten. Neben Segnungen waren unter bestimmten Voraussetzungen auch evangelische kirchliche Trauungen möglich.
„Die große Beteiligung von Gemeinden, Pfarrpersonen und Ehrenamtlichen sowie die professionelle Vorbereitung in den Teams vor Ort zeigen, welches Potenzial in einer abgestimmten gesamtkirchlichen Zusammenarbeit liegt“, sagte Pfarrerin Anne Brisgen, Koordinatorin am Zentrum für evangelische Gottesdienst- und Predigtkultur (ZfGP). „Unser Ziel ist weniger, eine bestimmte Zahl zu erreichen, sondern möglichst vielen Paaren einen unkomplizierten Zugang zu kirchlicher Trauung oder Segnung zu ermöglichen.“
Segen und Trauung an 370 Orten in Deutschland
Rund zwölf evangelische Landeskirchen haben die Aktion in diesem Jahr erstmals gemeinsam getragen. Allein in der Landeskirche Hannovers waren mehr als 100 Feierorte gemeldet – darunter Segnungen und Trauungen am Nordseestrand in Bensersiel, auf der Schwebefähre in Hemmoor, auf der Landesgartenschau in Bad Nenndorf, in der Kneipe Extrakt in Hannover sowie in zahlreichen Kirchen und Kapellen. In Westfalen haben sich etwa 530 Paare an 31 vielfältigen Feierorten segnen oder trauen lassen.
Annähernd 600 Paare haben sich auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) an 33 teils ungewöhnlichen Feierorten kirchlich trauen oder segnen lassen: neben festlich geschmückten Kirchen beispielsweise am nordhessischen Edersee, auf dem Christenberg im Landkreis Marburg-Biedenkopf, in der Klosteranlage Eberbach im Rheingau und im Jagdschloss Kranichstein bei Darmstadt. Insgesamt waren es mehr als 240 Trauungen und über 330 Segnungen.
#einfachheiraten in Bayern: 810 Paare an 67 Orten
Besonders stark war die Resonanz in Bayern: In der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern beteiligten sich 810 Paare an 67 Orten. Davon ließen sich 288 Paare kirchlich trauen, 522 Paare empfingen einen Segen. Mehr als 600 Haupt- und Ehrenamtliche waren im Einsatz. Die meisten Paare kamen in die St.-Mang-Kirche in Kempten. Dort wurden bis 23 Uhr 28 Trauungen und Segnungen gefeiert. In Oberstdorf ließen sich 26 Paare im gläsernen Turm der Skisprungschanze segnen oder trauen.
Spontane Trauungen und Segnungen bei #einfachheiraten
Wie niedrigschwellig das Angebot war, zeigten viele persönliche Geschichten. Ein Paar aus Bayern entdeckte erst am Morgen der Aktion ein Plakat – und wurde noch am selben Vormittag spontan getraut. Ein anderes Paar war mit dem Wohnmobil auf dem Weg zum Starnberger See, hörte im Radio von der Aktion und änderte kurzerhand seine Pläne, um sich nach 30 Jahren Partnerschaft kirchlich trauen zu lassen.
Das Altersspektrum der Teilnehmenden in Bayern reichte nach Angaben der Landeskirche von jungen Paaren, die sich eine Trauung oder einen Segen für ihre Partnerschaft wünschten, bis hin zu über 90-jährigen Paaren, die ihre Liebe noch einmal bestätigen und dafür Segen empfangen wollten.
Besondere Trauorte: Vom Nordseestrand bis zur Skisprungschanze
In Bonn gaben sich Katja (62) und Tom (60) nach 16 Jahren Partnerschaft und zwei Jahren Ehe in der Kultkneipe „Die Wache“ erneut das Ja-Wort. „Wir haben über Social Media von der Aktion ‘einfach heiraten’ erfahren“, sagte die „total glückliche“ Katja nach der sehr persönlichen Zeremonie am Freitagabend in dem prallvollen Lokal. „Wir wohnen um die Ecke, und es ist die Stammkneipe meines Mannes. Das ist genau unser Ding. Ich habe volle Liebe gespürt.“
Katjas Partner Tom wusste vorher nicht genau, worauf er sich einließ – und war am Ende begeistert: „Spontan einen Bibelspruch aussuchen und ein Lied wählen. Und dann war ich überrascht, wie einfach das geht. Es war wunderbar.“ Neben Katja und Tom wurden drei weitere Paare gesegnet. Gefeiert wurde bis in die Nacht.
Nächster Termin: #einfachheiraten am 2. Juli 2027
Auch im kommenden Jahr wird es die Möglichkeit geben, bei #einfachheiraten dabei zu sein. Die Aktion findet dann rund um den 2. Juli 2027 statt.
„Wir freuen uns schon jetzt darauf, auch im nächsten Jahr wieder die besonderen Geschichten von Paaren und deren Liebe unter den Segen Gottes zu stellen – und das an so einem schönen Datum. Das ist schon jetzt ein echtes Highlight im Kalender“, sagte Anne Brisgen. „Ein Segen verändert nicht alle Umstände des Lebens, aber er erinnert daran, dass niemand seinen Weg allein gehen muss.“
Weitere Informationen gibt es unter www.einfachheiraten.info.
Hintergrund: So entstand die Aktion #einfachheiraten
Die Idee zu #einfachheiraten entstand in der Kasualagentur Segen.Servicestelle der Evangelischen Landeskirche in Bayern (ELKB) und wurde 2023 erstmals umgesetzt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich neben der ELKB auch die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) an der Aktion. Gemeinsam erreichten sie mehr als 1.450 Paare an rund 100 Orten.
Erstmals wurde #einfachheiraten in diesem Jahr gemeinsam von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und zwölf Landeskirchen organisiert.
Mit Material von epd.