Foto aus Jerusalem anlässlich der ökumenischen Pilgerreise in das Heilige Land.
Als einen „bedeutsamen Schritt zur Versöhnung der beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland“ haben der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, die gemeinsame Pilgerreise ins Heilige Land bewertet. Zugleich riefen sie Religionen und Gesellschaft im Heiligen Land auf, einen Weg des Friedens und der Verständigung einzuschlagen. Zum Abschluss ihrer Reise veröffentlichten EKD und Deutsche Bischofskonferenz eine gemeinsame „Christusbotschaft“, die die Bedeutung der Pilgerreise für das Reformationsjubiläum unterstreicht.
 

Freitag, 21. Oktober

Foto der ökumenischen Pilgerreise in Yad Vashem

„Lasst euch versöhnen mit Gott“ (2 Kor 5,20) - Christus, der Erlöser

Die Delegation legte nach einer bewegenden Führung durch Yad Vashem einen Kranz zum Gedenken an die Millionen ermordeten Juden nieder und trug sich in das Gästebuch ein. Zuvor hatten die Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der EKD eine Heilige Messe in der Grabeskirche gefeiert. Das Abendgebet fand in der Himmelfahrtkirche der Kaiserin Auguste Victoria-Stiftung statt.

Donnerstag, 20. Oktober

Zunächst ein Besuch auf dem Haram el-Sharif (Tempelberg) und im Anschluß Besuch der Westmauer. Beim Mittagessen im Österreichischen Hospiz Begegnung mit dem evangelischen Bischof Munib Younan und dem Apostolischen Administrator des Lateinischen Patriarchats, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa. Am Abend Gemeindegottesdienst in der Erlöserkirche mit Abendmahlsfeier.


Donnerstag, 20. Oktober

„Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in Christus Jesus bewahren.“ (Phil 4,7)
Christus, unser Friede

Unter diesem biblischen Leitwort steht der heutige Tag der ökumenischen Pilgerreise. „Frieden“ war auch das zentrale Thema. Zunächst führte der Weg der die DBK- und EKD-Delegation in den Felsendom. An der Klagemauer kam es dann zu einer Begegnung mit Juden aus New York. „Frieden“ heißt der Junge übersetzt, der auf die Bischöfe zuging. Denn Frieden sei so dringend nötig.

Mittwoch, 19. Oktober

„Und das Wort ward Fleisch ...“ (Joh 1,14)
Christus, der Menschensohn

Fahrt nach Battir und Wanderung nach Bethlehem. Besuch der Geburtskirche von Bethlehem, anschließend Abendmahlgottesdienst in der Evangelisch-Lutherischen Weihnachtskirche. Am Nachmittag Bibelgespräche und Fahrt zum Kloster Cremisan der Salesianer.


Dienstag, 18. Oktober

„Ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben.“ (Mt 25,35) - Christus im Nächsten

Montag, 17. Oktober

Foto von Bischöfin Fehrs und Bischof Feige bei der ökumenischen Pilgerreise am See Genezareth

„Dein Glaube hat dir geholfen.“ (Mt 9,22) -
Christus, das Wort Gottes

Ökumenischer Gottesdienst zu Beginn der Pilgerreise


An der Wirkungsstätte Jesu

An der Wirkungsstätte Jesu: gemeinsam mit den katholischen Brüdern und Schwestern auf dem See Genezareth in einem Boot zu sein - das ist für den EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm ein ganz besonderes Erlebnis.

Sonntag, 16. Oktober

Fot der Ankunft der Pilgergruppe in Tel Aviv

„Lehre mich, Herr, Deinen Weg; dass ich ihn gehe in Treue zu dir.“ (Ps 86,11)

Anreise nach Tel Aviv und Transfer in das Pilgerhaus nach Tabgha am See Genezareth

Pilgerreise ins Heilige Land

Jeweils neun Mitglieder des Rates EKD und der Deutschen Bischofskonferenz pilgern gemeinsam ins Heilige Land. Jeder Reisetag steht unter einem biblischen Leitwort und unterstreicht so den besonderen Charakter als geistliche Reise.

Neben Stationen rund um den See Genezareth stehen Bethlehem und Jerusalem im Mittelpunkt der Pilgerfahrt, die insbesondere durch Gebetszeiten, Bibelarbeit und Gottesdienst geprägt sein wird. Außerdem wird es einen Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem sowie politische Gespräche geben.

Die Pilgerreise versteht sich als gemeinsamer Auftakt zu dem zwischen beiden Kirchen verabredeten Christusfest. Auf den Spuren Jesu führt sie an die gemeinsamen christlichen Ursprungsorte und bringt so die Verbundenheit im Glauben zum Ausdruck.