Ratsvorsitzende besucht Konfi-Camp am Ratzeburger See
Konfirmandenfreizeiten gehören für viele Jugendliche zu den Höhepunkten ihrer Konfi-Zeit. Wie intensiv dort über Glauben, Zweifel und persönliche Fragen gesprochen wird, erlebte auch die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, bei einem Besuch eines Konfi-Camps der Lübecker Domgemeinde am Ratzeburger See.
Beim Besuch von Bischöfin Kirsten Fehrs spielen die Konfirmandinnen und Konfirmanden „Tower of Power“: Mit Hilfe von 24 Schnüren versuchen sie gemeinsam, Holzklötze zu einem Turm zu stapeln – eine Übung in Teamarbeit.
Mehr als 80 Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie ehrenamtliche Teamerinnen und Teamer verbringen dort mehrere Tage gemeinsam im Christophorushaus der Diakonie Nord Nord Ost. Neben Freizeit am See, gemeinsamen Spielen und Gesprächen steht vor allem der Austausch über den christlichen Glauben im Mittelpunkt.
Die Jugendlichen beschäftigen sich während der Tage mit dem Glaubensbekenntnis und diskutieren Fragen wie: Woran kann ich glauben? Wer ist Gott für mich? Und welche Rolle spielt der Glaube in meinem Leben?
Ein besonderer Programmpunkt war die Gesprächsrunde mit der EKD-Ratsvorsitzenden. Die Jugendlichen nutzten die Gelegenheit, um ganz grundlegende Fragen zu stellen: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Darf man an seinem Glauben zweifeln? Und wie kann man an die heilige christliche Kirche glauben, wenn sie auch Fehler gemacht hat?
Bischöfin Fehrs zeigt sich bewegt nach dem gemeinsamen Austausch: „Mich hat sehr berührt, wie die Konfirmandinnen und Konfirmanden aus ihrem gemeinsamen Glauben heraus erkannt haben, dass sie mit Gottes Segen die Welt zum Besseren verändern können. Mir machen diese jungen Menschen große Hoffnung.“
Konfi-Freizeiten wie diese gehören vielerorts fest zur Vorbereitung auf die Konfirmation. Abseits des Alltags entsteht Raum für Gespräche über Glauben, Gemeinschaft und persönliche Fragen – und oft auch Freundschaften, die weit über die Konfi-Zeit hinaus bestehen bleiben.