So ist die Friedensdenkschrift der EKD entstanden

Dr. Friederike Krippner gibt Einblicke in die Diskussionen, Perspektiven und ethischen Abwägungen hinter der Friedensdenkschrift der EKD.

Friedensethik muss sich mit den politischen Realitäten einer komplexen und oft widersprüchlichen Welt auseinandersetzen. Dr. Friederike Krippner, Direktorin der Evangelischen Akademie zu Berlin, berichtet von ihrer Mitarbeit an der Friedensdenkschrift der EKD und gibt Einblicke in die Diskussionen und Abwägungen, die ihren Entstehungsprozess geprägt haben. Das Video zeigt, warum die Denkschrift keine einfachen Antworten liefert, sondern Orientierung für friedensethische Entscheidungen bieten möchte.

Friedensdenkschrift der EKD: Orientierung in einer komplexen Welt

An der Friedensdenkschrift der EKD haben Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven mitgewirkt. Gemeinsam haben sie darüber beraten, wie christliche Friedensethik auf die Herausforderungen einer von Kriegen, Gewalt und Unsicherheit geprägten Welt reagieren kann. Dabei wurde deutlich: Friedensethische Urteile entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern müssen sich mit konkreten politischen Wirklichkeiten auseinandersetzen. 

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Friedensethik zwischen Gewaltfreiheit und Schutzverantwortung

Der christliche Glaube setzt auf Gewaltfreiheit. Zugleich gehört zur Nächstenliebe auch die Verantwortung, Menschen vor Gewalt und Unrecht zu schützen. Wie lassen sich diese beiden Grundsätze miteinander verbinden? Die Friedensdenkschrift der EKD greift diese Spannungen auf und diskutiert die schwierigen Fragen, die sich angesichts von Krieg und bewaffneten Konflikten stellen. Sie macht deutlich, dass christliche Friedensethik oft zwischen unterschiedlichen Gütern abwägen muss.

Die Friedensdenkschrift der EKD als Kompass

Die Friedensdenkschrift der EKD versteht sich als Einladung zum reflektierten Nachdenken. Sie will Orientierung geben für den Umgang mit Fragen von Frieden, Sicherheit und Verantwortung – ohne fertige Lösungen vorzugeben. Gerade in einer Zeit, in der friedensethische Entscheidungen selten eindeutig sind, kann sie als Kompass für Kirche, Gesellschaft und Politik dienen.