Frieden für den Nahen Osten
Mehr als zwei Jahre nach dem 7. Oktober 2023 ist die Lage im Nahen Osten weiterhin von schweren militärischen Auseinandersetzungen, politischen Spannungen und großer humanitärer Not geprägt. Es ist zu hoffen, dass die am 8. April 2026 vereinbarte Waffenruhe im Irankrieg zu einer dauerhaften Friedensregelung führen wird. Grundsätzlich kommt der Einhaltung des humanitären Völkerrechts, insbesondere dem Schutz der Zivilbevölkerung und der Wahrung der Verhältnismäßigkeit, besondere Bedeutung zu. Das Gebiet erlebt derzeit eine Spirale der Gewalt, die sich in Luftangriffen, Raketenangriffen und steigenden zivilen Opfern zeigt.
Millionen Menschen im Nahen Osten leben in Angst vor weiterer Gewalt, viele haben Angehörige verloren, ihre Häuser verlassen müssen oder kämpfen täglich ums Überleben. Die aktuellen Entwicklungen verschärfen vor allem das Leid derjenigen, die keinen Einfluss auf politische Entscheidungen haben – der Familien, Kinder und älteren Menschen, die Schutz, Stabilität und Hoffnung brauchen.
Vor diesem Hintergrund bekräftigt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ihre Solidarität mit allen Menschen im Nahen Osten, die unter Gewalt, Angst und Unsicherheit leiden. Die EKD steht in enger Verbundenheit mit dem jüdischen Volk und zugleich als Partnerin der palästinensischen und der christlichen Gemeinschaften im Land der Bibel für eine friedliche, gerechte und menschliche Zukunft aller Menschen im Nahen Osten.