Schüsse in Stade: Bischöfin Fehrs dankt Einsatzkräften
Hamburg/Stade (epd). Nach dem Tötungsdelikt in Stade bei Hamburg mit sechs Opfern hat die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, ihre Betroffenheit geäußert. Die Tat erfülle sie „mit Entsetzen und Abscheu“, sagte die Hamburger Bischöfin laut Mitteilung am Dienstag. Sie bete für die Opfer und ihre Angehörigen. „Ganz gleich, was die Hintergründe sein mögen: Niemals dürfen wir uns an solche Gewalttaten gewöhnen“, erklärte Fehrs. Zugleich dankte sie „allen Polizei- und Rettungskräften sowie den Seelsorgenden vor Ort, die eingegriffen, geholfen und getröstet haben“.
Am Montag waren nach Polizeiangaben in einer Stader Jugendhilfeeinrichtung Schüsse gefallen. Dabei wurden fünf Menschen tödlich und weitere schwer verletzt. Ein sechstes Todesopfer erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Bei den Getöteten handelte es sich der Polizei zufolge ausschließlich um Erwachsene.
Großaufgebot vor Ort
Die Polizei hatte zunächst drei Personen festgenommen. Darunter befand sich den Angaben zufolge der mutmaßliche Haupttäter. Die zwei anderen Personen befanden sich am späten Nachmittag noch in polizeilichen Maßnahmen, wobei eine Tatbeteiligung Gegenstand der Ermittlungen war. Der Bereich rund um den Tatort war zunächst weiträumig abgesperrt worden. Die Sicherheitskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort.