UEK-Vollkonferenz will Weichen für weitere Integration in die EKD stellen
Neben dem Integrationsprozess der UEK stehen zentrale Themen ihrer theologischen und liturgischen Arbeit auf der Tagesordnung
Hannover (6. November 2026). Die Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) tritt am Montag, 9. November 2026, im Rahmen der verbundenen Tagung von EKD, UEK und VELKD in Würzburg zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen die nächsten Schritte der Integration der UEK in die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) sowie Ergebnisse der theologischen und liturgischen Arbeit der UEK.
Die Vollkonferenz wird sich mit der weiteren Integration der UEK in die EKD befassen. Die vorgesehenen Beschlüsse markieren einen bedeutenden Schritt im Integrationsprozess: Künftig sollen Aufgaben, die bislang von Organen und Gremien der UEK wahrgenommen werden, innerhalb der Strukturen der EKD verantwortet werden.
Die theologische und liturgische Arbeit der UEK soll dabei erhalten bleiben. Dass diese Arbeitsfelder auch ein zentraler Bestandteil des Profils der UEK sind, zeigt sich auf der Tagesordnung der Vollkonferenz.
Der Vollkonferenz wird das neue Votum des Theologischen Ausschusses unter der Überschrift „Was fehlt, wenn Gott fehlt?“ vorgelegt. Ausgangspunkt ist eine Beobachtung, dass viele Menschen ohne Bezug zu Gott leben, ohne überhaupt etwas zu vermissen. Das Votum fragt, welche Folgen dies für Kirche, Gesellschaft und die Rede von Gott hat.
Zudem berät die Vollkonferenz über die vom Liturgischen Ausschuss erarbeitete Taufagende. Diese ist in Zusammenarbeit mit dem Liturgischen Ausschuss der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Deutschland (VELKD) entstanden. Die Agende benennt drei Dimensionen der Taufe (biographische Wende, Aufnahme in die Gemeinschaft des Glaubens, Segen) und entfaltet diese in zeitgemäßer Sprache. Der theologischen und liturgischen Einführung wie auch der Ausbildung von Pfarrer*innen und Personen im ehrenamtlichem Verkündigungsdienst dient die umfangreiche Einleitung.
Darüber hinaus berät die Vollkonferenz über die Weiterentwicklung von evangelisch-wiki.de. Das digitale Angebot ist gemeinsam von UEK und VELKD entwickelt worden. Ziel ist es, einen gemeinsamen Orientierungsrahmen für das kirchliche Leben digital bereitzustellen und fortzuschreiben.
Über die Ergebnisse der Beratungen werden UEK, EKD und VELKD auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am Montag, 9. November, um 16.30 Uhr in Würzburg informieren.
Hinweise für die Redaktion
Die Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) ist ein Zusammenschluss evangelischer Kirchen reformierter und unierter Tradition innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland.