EKD-Ratsvorsitzende gratuliert Christoph Markschies zur Aufnahme in Orden
Berlin/Hannover (epd). Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, hat dem Berliner Kirchenhistoriker Christoph Markschies zur Aufnahme in den Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste gratuliert. Damit erfahre das eindrucksvolle und weitgespannte wissenschaftlich-theologische und kirchengeschichtliche Werk Markschies eine hochverdiente Auszeichnung, erklärte Fehrs.
Die Künstler- und Gelehrtenvereinigung kam am Wochenende in Berlin zu ihrer Jahrestagung zusammen. Dazu wurden auch acht neue Mitglieder begrüßt, die bereits im vergangenen Jahr in den Orden gewählt wurden. Neben dem Präsidenten der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Markschies, gehören etwa der Liedermacher Wolf Biermann und die in Kalifornien arbeitende deutsche Meeresbiologin Antje Boetius dazu.
Gegründet von Friedrich Wilhelm IV.
Die EKD-Ratsvorsitzende betonte in ihrem Glückwunschschreiben an Markschies, „die evangelische Kirche und der öffentliche Protestantismus sind auf Persönlichkeiten wie Dich angewiesen, die überzeugend vorleben, dass wissenschaftliche Freiheit und kirchliche Zugehörigkeit einander nicht ausschließen, sondern im Gegenteil einander befruchten können“.
Dem Orden gehören derzeit 32 deutsche und 36 ausländische Mitglieder an, darunter 17 Nobelpreisträger. Die Vereinigung wurde 1842 vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) gegründet und 1952 von Theodor Heuss (1884-1963) wiederbelebt. Die Aufnahme in den Orden zählt zu den höchsten Ehrungen, die einem Wissenschaftler oder Künstler in Deutschland zuteilwerden können.