Demenz

Demenz ist ein Zukunftsthema. Deshalb ist es der EAfA wichtig, für das Thema zu sensibilisieren und Kirchengemeinden zu ermutigen.

  • Gottesdienstentwurf zum Welt-Alzheimertag 2022

    Gottesdienst zum Welt-Alzheimertag

    Rund 1,6 Millionen Menschen sind in Deutschland an Demenz erkrankt; in Zukunft wird es immer mehr Betroffene geben und damit unzählige An- und Zugehörige, die sie unterstützen und pflegen. Eine Demenz rüttelt das Leben durcheinander – auch das der Begleitenden.

    Seit 1994 gibt es den Welt-Alzheimertag am 21. September. An diesem Tag finden weltweit Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation von Menschen mit Demenz und der sie Begleitenden aufmerksam zu machen.

    Jedes Jahr um den 21. September herum werden aus diesem Anlass an vielen Orten Gottesdienste gefeiert, die die Situation rund um die Demenz besonders in den Blick nehmen. Eingeladen dazu sind Menschen mit Demenz, aber auch An- und Zugehörige, Pflegende in Heimen, Demenz-WGs und im ambulanten Dienst, Interessierte – und gerne auch die ganze Gemeinde.

    Wir, eine von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit in der EKD angeregte Arbeitsgruppe mit Mitarbeiter*innen aus verschiedenen evangelischen Landeskirchen, aus der katholischen Kirche und aus der Alzheimer-Gesellschaft, möchten Sie anregen, auch in Ihrer Gemeinde, in Ihrer Einrichtung einen Gottesdienst anlässlich des Welt-Alzheimertages zu feiern.

    Der Gottesdienstentwurf für den Welt-Alzheimertag 2022 steht als Download zur Verfügung. 

  • Gottesdienstentwurf zum Welt-Alzheimertag 2021

    Seit 1994 gibt es den Welt-Alzheimertag am 21. September. An diesem Tag finden weltweit Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation von Menschen mit Demenz und der sie Begleitenden aufmerksam zu machen. 

    Wir möchten Sie anregen, einen Gottesdienst anlässlich des Welt-Alzheimertages zu feiern und stellen Ihnen für jedes Jahr einen Gottesdienstentwurf zur Verfügung. 

    Das Material für 2021 kann angefordert werden bei 

    Anita Christians-Albrecht, Pastorin/Beauftragte für Altenseelsorge, Hannover, anita.christians-albrecht@evlka.de oder 0511/790 031 18.

  • Nationale Demenzstrategie

    Um Betroffenen und ihren Angehörigen ein gutes Leben mit Demenz zu ermöglichen, hat die Bundesregierung gemeinsam mit zahlreichen Partner*innen aus Politik, Kirche, Gesellschaft und Forschung eine Strategie entwickelt: Die Nationale Demenzstrategie. 

    Anita Christians-Albrecht: Zur Entstehung der NDS siehe: https://www.ekd.de/eafa/download/EAfA-Rundbrief%20Nr.%2088%20-%20Das%20Thema_Nationale%20Demenzstrategie.pdf

    Texte und weitere Informationen: https://www.nationale-demenzstrategie.de/

  • Stellungnahmen der EAfA

    Sie gehören dazu! Mit Demenz Gemeinde leben.

    Ältere Menschen sind heute im Durchschnitt gesünder und vitaler als frühere Generationen. Doch nicht alle haben Anteil an dieser positiven Entwicklung. Nicht selten geht das hohe Alter mit einer erhöhten Verletzlichkeit und Bedürftigkeit einher. 

    Download

  • Leben mit Demenz (EKD-Text 98)

    Leben mit Demenz
    Beiträge aus medizinisch-pflegerischer, theologischer und lebenspraktischer Sicht

    Der EKD-Text steht als Download zur Verfügung. 

  • Achtsame Geburtstags- und Krankenbesuche bei Menschen mit Demenz

    Menschen mit ziehen sich mit fortschreitender Erkrankung zunehmend ins private Umfeld zurück. Gerade zu den Betroffenen, die im Wohnumfeld der Kirchengemeinde leben, aber aus den örtlichen Netzwerken mehr und mehr herauszufallen drohen, können über die Besuchsdienste Brücken aus der Gemeinde in die privaten Haushalte geschlagen werden. Ein gelungener Geburtstags-, Alltags- oder Krankenbesuch zählt dabei für viele alte Menschen zu den sehr geschätzten oder schmerzlich vermissten gemeindlichen Diensten.

    In dem Projekt „Dabei und mittendrin - Gaben und Aufgaben demenzsensibler Kirchengemeinden“ wurde zu diesem Zweck ein Schulungskonzept samt einer praxisorientierten Handreichung erstellt: www.demenz-sensibel.de

  • Internetplattform "Aktion Demenz e.V."

    Das Projekt möchte über das Thema „Demenz und Kommune“ informieren und dafür sensibilisieren, bestehende lokale Initiativen, Projekte und Aktivitäten bekannt machen und zum Austausch und zur öffentlichen Auseinandersetzung einladen.

    Kontakt: http://www.demenzfreundliche-kommunen.de/

  • Ideen für Kirchengemeinden

    Menschen mit Demenz leben mitten unter uns. Zwei Drittel werden zuhause von ihren Angehörigen betreut.
    Die Anforderungen in dieser besonderen Lebenslage und die Sorge, nicht mehr „mitmachen“ zu können führen für viele Familien zum Rückzug ins Private. Irgendwann sind sie aus dem Gemeindeleben „verschwunden“.
     
    Obwohl das Thema Demenz in der Öffentlichkeit breit diskutiert wird, gibt es nach wie vor auch in Kirchengemeinden Ängste und Unsicherheiten im Umgang mit Betroffenen. Wer jedoch Menschen mit Demenz begegnet, kann berührende und beglückende Momente erleben.
     
    Die Initiative „GEMEINDELEBEN MIT DEMENZ“ unterstützt Kirchengemeinden dabei, die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihre Familien genauer wahrzunehmen, Barrieren abzubauen und die Gemeinde zu einem Ort werden zu lassen, in dem es sich auch mit Demenz „gut leben lässt“.

    https://www.ekd.de/eafa/images/Flyer_Gemeindeleben_mit_Demenz_Angebote_f__Kirchengemeinden.pdf

  • Vergiss-mein-nicht-Gottesdienst in Lüneburg

    Seit Mai 2008 wird in Lüneburg jeweils im Frühjahr und Herbst in Kooperation der Alzheimer-Gesellschaft, der St. Nicolai-Gemeinde und der Seelsorge in der Psychiatrischen Klinik einen Gottesdienst für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen / Betreuenden und die ganze Gemeinde gefeiert.
    Entstanden ist die Idee aufgrund einer Anfrage der Alzheimer-Gesellschaft, aus der sich im Laufe der Zeit ein neues Gottesdienstmodell entwickelt hat.

    Die Zielsetzung des Gottesdienst-Modells orientiert sich daran, Orientierung, Vergewisserung und Stärkung von – nicht nur dementiell veränderten Menschen - zu ermöglichen, Teilhabe und Gemeinschaft zu fördern, sowie Potentiale wahrzunehmen und zur Entfaltung zu bringen.

    Die persönliche Begrüßung, der traditionelle Kirchenraum, bekannte Lieder und die Gestaltung von sinnlichen Elementen, die die Gottesdienstteilnehmenden in Kontakt bringt, spielen dabei eine besondere Rolle.

    Der Gottesdienst am 9.10.2011 wurde mit dem Gottesdienstpreis 2012 ausgezeichnet. Siehe www.gottesdienst-stiftung.de

    https://www.ekd.de/eafa/images/Vergiss-mein-nicht-Gottesdienst_9_10_2012-_Gottesdienstpreis-(1).pdf

  • Literaturhinweise

    Basting, Anne Davis: Das Vergessen vergessen. Besser leben mit Demenz, Verlag Hans Huber, Bern 2012, 323 Seiten (ISBN 978-3-456-84946-1)

    Benz, Albrecht: Erlebnisgottesdienste mit Senioren: 30 Entwürfe für Altenheim und Gemeinde.  Vandenhoeck & Ruprecht. Göttingen 2019

    Caughey, Angela: Das Demenz-Buch. Praktische und persönliche Ratschläge für pflegende Angehörige und professionelle Helfer. Schattauer. Stuttgart 2015

    Depping, Klaus: Altersverwirrte Menschen seelsorgerlich begleiten. Lutherisches Verlagshaus. Hannover 2008 (ISBN 978-3-
    7859-0974-4)

    Eglin, Anemone u.a.: Das Leben heiligen: Spirituelle Begleitung von Menschen mit Demenz. Ein Leitfaden. TVZ Theologischer Verlag, 2009

    Fröchtling, Andrea: ‚Und dann habe ich auch noch den Kopf verloren …‘ Menschen mit Demenz in Theologie, Seelsorge und Gottesdienst wahrnehmen. Evangelische Verlagsanstalt Leipzig 2008

    Hille, Gerhard / Koehler, Antje: Seelsorge und Predigt für Menschen mit Demenz. Arbeitsbuch zur Qualifizierung Haupt- und Ehrenamtlicher. Vandenhoeck & Ruprecht. Göttingen 2013

    König, Jutta, Zemlin, Claudia: 100 Fehler im Umgang mit Menschen mit Demenz und was Sie dagegen tun können, Brigitte Kunz Verlag, 2. Auflage, Hannover 2011, 112 Seiten (ISBN 978-3-89993-779-4)

    Kurz, Alexander u.a.: Demenz. Das Wichtigste. Ein kompakter Ratgeber. 2015. www.deutsche-alzheimer.de

    Plote, Ursula und Tholen, Ivonne: Für den Augenblick. Gottesdienste mit Demenzkranken und ihren Angehörigen. Vandenhoeck und Ruprecht. Göttingen 2011.

     

  • Im Internet

    „Nähme ich Flügel der Morgenröte“ ... Handreichung der Ev.-Luth. Kirche in Bayern zur Begleitung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen, 2009, 54 S. Bestelladresse: Landeskirchenamt der Evangelisch Lutherischen Kirche in Bayern, Referat Seelsorge, Meiserstraße 11/13, 80333 München, Tel. 089/5595-481, E-Mail: seelsorge@elkb.de

     

    DVD-Box „Demenz“, Filmratgeber für Angehörige, sind unter der Internetadresse
    www.einestages.lvr.de zu finden. Die ISBN-Nummer lautet: 978-926840-33-2.

     

    Geistliches Zentrum für Menschen mit Demenz und deren Angehörige, Berlin

    www.glaube-und-demenz.de

     

    Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugendwww.wegweiser-demenz.de

     

     

  • Screenshot Demenznetzwerk

    Die Netzwerkstelle "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz" unterstützt bundesweit lokale Demenznetzwerke in ihrem Engagement. Die Netzwerkstelle unterstützt die geförderten Lokalen Allianzen sowie andere lokale Demenznetzwerke in ihrer (Weiter-)Entwicklung. Sie ist bei der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen angesiedelt und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. 

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  • Screenshot Demenz e.V.

    Aktion Demenz e.V.  ist eine bundesweite Initiative, die aus der Initiativwerkstatt „Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz“ der Robert Bosch Stiftung hervorgegangen ist. Der Verein strebt an, das Thema Demenz der breiten Öffentlichkeit mit dem Ziel zugänglich zu machen und ein Bewusstsein für diese Erscheinungsform des Lebens zu schaffen.

     

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  • Screenshot demenzsensible Kirchengemeinde

    Immer mehr Kirchengemeinden möchten mit Menschen mit und ohne Demenz eine lebendige Gemeinde und Gemeinschaft gestalten. Das ökumenische Projekt "dabei und mittendrin" ist in Trägerschaft der Alexianer Köln GmbH und des Katholischen Stadtdekanats Köln. Das Projekt arbeitet mit verschiedenen Projektpartnern und Kirchengemeinden zu diesem Thema zusammen und bietet zahlreiche Hilfen und Materialien für die Gemeindearbeit an.

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