EKD-Ratsvorsitzende Bischöfin Fehrs zum dritten Jahrestag des 7. Oktober
Hannover (6. Oktober 2026). Anlässlich des dritten Jahrestages des Angriffs der Hamas auf Israel äußert sich die Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, wie folgt:
„Am 7. Oktober 2026 gedenken wir des unfassbar brutalen Terrorangriffs der Hamas und weiterer bewaffneter Gruppen auf Israel vor drei Jahren. Wir erinnern an die 1200 Menschen, die an diesem Tag unbeschreiblicher Gewalt ausgesetzt und ermordet wurden, an die Überlebenden und an die Angehörigen, die bis heute mit Trauer und den Folgen des Erlittenen leben.
Wir erinnern auch an die Geiseln. Alle sind inzwischen nach Israel zurückgekehrt – die Überlebenden zu ihren Familien, die Getöteten zur Bestattung. Für ihre Angehörigen endet damit nicht die Trauer über das Erlittene und den Verlust.
Zugleich sehen wir das unermessliche Leid der palästinensischen Bevölkerung in Gaza. Der grausame Krieg hat unzähligen Menschen das Leben, ihre Angehörigen, ihre Heimat und ihre Zukunft gekostet.
Uns empört die Welle des antisemitischen Hasses, die durch Deutschland, Europa und die Welt zieht gegen Juden und Jüdinnen, die zunehmend in ihren Lebensräumen bedroht sind.
Wir dürfen das Leid der einen nicht gegen das Leid der anderen aufrechnen. Die Trauer um die Opfer des 7. Oktober wird nicht kleiner, wenn wir auch um die Opfer des Krieges in Gaza trauern, eines Krieges, der ohne den Terrorangriff der Hamas nicht über den Gazastreifen hereingebrochen wäre. Unsere Anteilnahme am Leid dieser palästinensischen Bevölkerung nimmt nichts von unserer Solidarität mit den Menschen in Israel.
Wir beten für die Opfer und ihre Angehörigen, für die Überlebenden und für alle Menschen, die bis heute unter den Folgen der Gewalt leiden. Wir beten für Israelis und Palästinenser und für die Kirchen im Heiligen Land.“
Pressestelle der EKD
Carsten Splitt