Kirche und Sport

„Tu deinem Körper etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen“ (Teresa von Avila)

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat Sport als eines der wichtigsten Begegnungsfelder von Protestantismus und Kultur benannt: „Der Sport gehört zu denjenigen menschlichen Aktivitäten, die ihrer Natur nach zweckfrei und Teil der menschlichen Muße sein sollten. Er ist eine elementare Form, in der Menschen sich selbst als leibseelische Einheit erfahren und zugleich einander in Kooperation und Konkurrenz begegnen können“.

Nachruf Klaus-Peter Weinhold

Der Vorstand Kirche und Sport und die EKD-Sportwelt trauert um Pfr. i.R. Klaus-Peter Weinhold: In der Zeit von 1990 bis 2005 war Klaus-Peter Weinhold das Gesicht und der Motor der Arbeit von Kirche und Sport. Er war u.a. verantwortlich für die Silser Studienkurse, eine Vielzahl von Akademietagungen, für die Spitzengespräche mit den Sportverbänden, für die Präsentation des Themenfeldes auf Kirchentagen u.v.m.. So habe ich ihn in diesen Jahren erlebt und schätzen gelernt. Und vor allem hat er damals uns ‚Jüngeren‘ motiviert, so dass auch wir uns für die Arbeit des Arbeitskreises Kirche und Sport begeistern konnten.

Wir schließen uns dem Nachruf des Allgemeinen Deutscher Hochschulsportverband (adh) an:

„Am 1. Mai 2026 verstarb der ehemalige Sport-Pfarrer der EKD, Klaus-Peter Weinhold, im Alter von 72 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. Während seiner Sportkarriere spielte Klaus-Peter Weinhold über viele Jahre in der Volleyball-Bundesliga und trug sogar 56 Mal das Trikot der Deutschen Volleyball-Nationalmannschaft. Die Erfahrungen aus seiner aktiven Zeit halfen ihm bei seiner späteren Tätigkeit als Oberkirchenrat und Sportpfarrer der EKD sehr weiter. Wenn die Sportlerinnen und Sportler mitbekamen, dass er kein „Ahnungsloser im Metier“ war, stieg die Akzeptanz. Letztlich ging es ihm aber immer darum zu vermitteln, dass ein Sieg kein Grund zum Abheben ist und eine Niederlage nicht das Ende bedeutet. Auch im adh war Klaus-Peter Weinhold, der von den Aktiven und Offiziellen liebevoll „KP“ genannt wurde, kein Unbekannter. Während seiner Zeit als evangelischer Sport-Pfarrer der EKD von 1990 bis 2005 nahm er an insgesamt sieben Olympischen Spielen und sechs Sommer-Universiaden teil.

Seinen Abschied vom adh nahm Klaus-Peter Weinhold 2001 bei der Universiade in Peking. Ab 2003 übernahm Thomas Weber die Seelsorge der EKD bei den Weltspielen der Studierenden. Er erinnert sich: „Klaus-Peter schwärmte immer von der besonderen Atmosphäre im Deutschen Universiade-Team. Diese Einschätzung habe ich später genauso empfunden. Sehr gerne denke ich an die gemeinsame Kirche-und-Sport-Zeit mit ihm zurück."

Klaus-Peter Weinhold zog es ab 2005 auf die Balearen, wo er bis 2013 als Pfarrer der evangelischen Gemeinde auf Mallorca wirkte. Danach kehrte er nach Deutschland zurück, wo er unter anderem auf Usedom lebte.

Der Vorstand Kirche und Sport der EKD behält Klaus-Peter Weinhold als lebensbejahenden, frohen und sportbegeisterten Menschen in guter Erinnerung und fühlt sich in tiefer Verbundenheit mit seinen Angehörigen und Freunden.