Grafik: Drei Deutschland-Karten zeigen Aufbau der EKD: Gemeinden, Gliedkirchen, zentrale Leitungsorgane

Der Aufbau der evangelischen Kirche

Statistik zu Kirchenmitgliedern und Kirchengemeinden in den Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland

Die kirchliche Arbeit organisiert sich auf unterschiedlichen Ebenen, von den Kirchengemeinden über die Kirchenkreise und Gliedkirchen bis hin zu den gliedkirchlichen Zusammenschlüssen.

In mehr als 11.000 Kirchengemeinden wird Glaube gelebt und sichtbar. Über den Sonntagsgottesdienst hinaus sind sie Treffpunkt im Alltag und Ausgangspunkt vielfältiger Aktivitäten und persönlichen Engagements für unsere Gesellschaft. Das ist die Basis der evangelischen Kirche.

Kirchenmitglieder und Gemeinden am 31.12.2025¹

Gliedkirche Kirchen-mitglieder Kirchen-
gemeinden
Anhalt 23.156 123
Baden 945.054 458
Bayern 1.968.531 1.524
Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz 745.679 520
Braunschweig 264.300 263
Bremen 147.745 52
Hannover 2.096.179 1.321
Hessen und Nassau 1.219.797 1.018
Kurhessen-Waldeck 666.489 619
Lippe 126.071 65
Mitteldeutschland 552.320 1.715
Nordkirche 1.583.785 850
Oldenburg 337.863 107
Pfalz 415.536 374
Reformierte Kirche 146.848 136
Rheinland 2.054.811 576
Sachsen 557.793 289
Schaumburg-Lippe 41.946 22
Westfalen 1.825.128 422
Württemberg 1.673.041 982
EKD insgesamt 17.392.072 11.436

¹ Quelle: Kirchenmitgliederstatistik 
 

Kirchenkreise (teilweise auch Dekanate genannt) sind regionale Zusammenschlüsse mehrerer Kirchengemeinden. Die Kirchenkreise nehmen zum einen Verwaltungsaufgaben für ihre Kirchengemeinden wahr, zum anderen ist bei ihnen die geistliche Leitung für ihr Gebiet angesiedelt. Auch andere übergemeindliche Aufgaben werden von ihnen wahrgenommen, wie beispielsweise Kreisjugenddienste oder die Krankenhausseelsorge.

 

Die Kirchengemeinden und Kirchenkreise gehören zu 20 verschiedenen Gliedkirchen. Bis auf die Evangelisch-reformierte Kirche, die ihre Kirchengemeinden in mehreren Regionen hat, sind alle sogenannte Territorialkirchen. Ihre Grenzen sind historisch entstanden und weichen zum Teil erheblich von denen der Bundesländer ab. Seit Entstehung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat es territorial und namentlich im Osten und Norden Zusammenschlüsse gegeben. Sie sind Ausdruck des Willens der Synoden, der Kirchenleitungen und der Gemeinden, durch engere Zusammenarbeit die Arbeitsmöglichkeiten der Kirche zu stärken. Die Gliedkirchen haben die Aufgabe, die Kirchengemeinden bei ihrer Arbeit zu unterstützen und übergreifende Tätigkeiten wahrzunehmen. Die Gliedkirchen sind verantwortlich für Regelungen und Gesetze ihrer Einrichtungen, den Bereich kirchlicher Ausbildung sowie die zentrale Steuerung und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei tragen sie in der Regel die Verantwortung für die Kirchengebäude, die Verteilung der finanziellen Mittel an die verschiedenen Einrichtungen und sind gleichzeitig Dienstgeberinnen für kirchliche Beamt*innen sowie Pfarrer*innen.

Die Evangelische Kirche in Deutschland ist der Zusammenschluss der Gliedkirchen in der Bundesrepublik Deutschland. Sie unterstützt die Gliedkirchen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und nimmt gesamtkirchliche Aufgaben wahr. Sie fördert Aktivitäten, die für die gesamte evangelische Kirche wichtig sind, wie zum Beispiel Diakonie, Mission, Bildung und die Zusammenarbeit mit anderen Kirchen. Außerdem nimmt die EKD auf Grundlage des Evangeliums öffentlich Stellung zu den gesellschaftlichen Debatten der Gegenwart.

 

Mehr Zahlen und Fakten

Hier finden Sie als PDF-Download eine Übersichtskarte der evangelischen Gliedkirchen der EKD sowie ausführliche tabellarische Darstellung der Kirchenmitgliederzahlen und der Bevölkerung, gegliedert nach Gliedkirchen und nach Bundesländern einschl. der Angaben der katholischen Kirchenmitglieder nach Bundesländern. Enthalten ist auch die grafische Darstellung ausgewählter Angaben.

Statistik der EKD: Weitere Themenbereiche