20 Landeskirchen unter einem Dach

Statistik zur Evangelischen Kirche in Deutschland

„Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.“ (1. Korinther 12, 14)

Die kirchliche Arbeit organisiert sich auf unterschiedlichen Ebenen, von den Kirchengemeinden über die Kirchenkreise und Landeskirchen bis hin zu den gliedkirchlichen Zusammenschlüssen.

Herbststimmung im Luthergarten mit 'Himmelskreuz' in Wittenberg (Sachsen-Anhalt) am 16.10.2018.

In 14.000 Kirchengemeinden wird Glaube gelebt und sichtbar. Über den Sonntagsgottesdienst hinaus sind sie Treffpunkt im Alltag und Ausgangspunkt vielfältiger Aktivitäten und persönlichen Engagements für unsere Gesellschaft. Das ist die Basis der evangelischen Kirche.

Kirchenkreise (teilweise auch Dekanate genannt) sind regionale Zusammenschlüsse mehrerer Kirchengemeinden. Die Kirchenkreise nehmen zum einen Verwaltungsaufgaben für ihre Kirchengemeinden wahr, zum anderen ist bei ihnen die geistliche Leitung für ihr Gebiet angesiedelt. Auch andere übergemeindliche Aufgaben werden von ihnen wahrgenommen, wie z. B. Kreisjugenddienste oder die Krankenhausseelsorge.

Die Kirchengemeinden und Kirchenkreise gehören zu 20 verschiedenen Landeskirchen. Bis auf die Evangelisch-reformierte Kirche, die ihre Kirchengemeinden in mehreren Regionen hat, sind alle sogenannte Territorialkirchen. Ihre Grenzen sind historisch entstanden und weichen zum Teil erheblich von denen der Bundesländer ab. Seit Entstehung der EKD hat es territorial und namentlich im Osten und Norden Veränderungen gegeben. Sie sind Ausdruck des Willens der Synoden, der Kirchenleitungen und der Gemeinden durch engere Zusammenarbeit die Arbeitsmöglichkeiten der Kirche zu stärken.

Die Landeskirchen haben die Aufgabe, die Kirchengemeinden bei ihrer Arbeit zu unterstützen und übergreifende Tätigkeiten wahrzunehmen. Die Landeskirchen sind verantwortlich für Regelungen und Gesetze ihrer Einrichtungen, den Bereich kirchlicher Ausbildung sowie die zentrale Steuerung und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei tragen sie in der Regel die Verantwortung für die Kirchengebäude, die Verteilung der finanziellen Mittel an die verschiedenen Einrichtungen und sind gleichzeitig Dienstgeber für kirchliche Beamte sowie Pfarrerinnen und Pfarrer.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ist der Zusammenschluss der Gliedkirchen in der Bundesrepublik Deutschland. Sie unterstützt die Landeskirchen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und nimmt gesamtkirchliche Aufgaben wahr. Sie fördert Aktivitäten, die für die gesamte evangelische Kirche wichtig sind, wie zum Beispiel Diakonie, Mission, Bildung und die Zusammenarbeit mit anderen Kirchen. Außerdem nimmt die EKD auf Grundlage des Evangeliums öffentlich Stellung zu den gesellschaftichen Debatten der Gegenwart.

Kirchenmitglieder und Gemeinden am 31.12.2018

Gliedkirche Kirchen-mitglieder Kirchen-
gemeinden
Anhalt 30.918 133
Baden 1.137.405 486
Bayern 2.326.029 1.535
Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz 940.419 1.247
Braunschweig 328.093 328
Bremen 188.417 61
Hannover 2.532.601 1.374
Hessen und Nassau 1.516.180 1.133
Kurhessen-Waldeck 800.663 730
Lippe 156.025 69
Mitteldeutschland 691.669 1.888
Nordkirche 1.989.330 987
Oldenburg 405.253 116
Pfalz 505.793 402
Reformierte Kirche 170.987 145
Rheinland 2.502.008 694
Sachsen 677.064 685
Schaumburg-Lippe 50.174 22
Westfalen 2.198.111 490
Württemberg 1.993.460 1.267
EKD insgesamt 21.140.599 13.792

 

Weitere Daten sind im Downloadbereich dieser Seite zu finden.

Die Anschriften der Gliedkirchen mit weiterführenden Links sind neben weiteren Informationen zu den Gliedkirchen unter "Die Gliedkirchen der EKD" zu finden.

20 Landeskirchen unter einem Dach (PDF)

 

 

Cover Gezählt 2019

Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben.

Die Statistik 2018 der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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