Häufige Fragen

zu Prävention – Intervention – Aufarbeitung – Hilfe: Aktiv gegen sexualisierte Gewalt

1. Hilfe und Unterstützung für Betroffene

  • An wen können sich Betroffene sexualisierter Gewalt wenden?

    Betroffene sexualisierter Gewalt im evangelischen Kontext können sich an die Zentrale Anlaufstelle.help wenden. Diese zentrale, unabhängige und externe Stelle vermittelt als Lotsin Betroffene an kirchliche und diakonische Ansprechstellen weiter, informiert aber auch über alternative und unabhängige Beratungsangebote. Die kostenlose Beratung kann anonym in Anspruch genommen werden und unterliegt der Schweigepflicht. Darüber hinaus stehen in jeder der 20 evangelischen Landeskirchen eine oder mehrere Ansprechpersonen in Fällen sexualisierter Gewalt bereit. Sie sind Beschäftigte der jeweiligen Landeskirchen, interdisziplinär aufgestellt, fachlich qualifiziert und verfügen i.d.R. über umfassende Arbeitserfahrungen im Themenfeld. In einigen Landeskirchen gibt es darüber hinaus externe Ansprechpersonen.

  • In den Landeskirchen gibt es Unabhängige Kommissionen. Wie sind diese Kommissionen besetzt und welchen Zweck haben diese?

    Zur Verantwortungsübernahme seitens der evangelischen Kirche gehört es nicht nur, sich mit dem Leid der betroffenen Menschen in aller Ehrlichkeit auseinanderzusetzen und daraus zu lernen, sondern auch, klar auszusprechen, dass die Institution an den betroffenen Menschen schuldig geworden ist. Dies zu verbinden mit finanziellen Leistungen, die das individuelle Leid mildern und Betroffene in der Gegenwart und für die Zukunft unterstützen sollen, ist der evangelischen Kirche wichtig. Seit 2012 haben die Landeskirchen damit begonnen, Unabhängige Kommissionen zur Zuerkennung von Anerkennungs- und Unterstützungsleistungen einzurichten. Teilweise haben sich einzelne Landeskirchen zusammengeschlossen und gemeinsame Kommissionen gebildet. Die Leistungen werden insbesondere in den Fällen gewährt, in denen Ansprüche über das staatliche Rechtsschutzsystem nicht mehr geltend gemacht werden können, weil sie verjährt sind.

    Die Einrichtung der Unabhängigen Kommissionen, deren Aufgabe es ist, die Unrechtserfahrungender Betroffenen zu hören und individuelle Anerkennungs- und Unterstützungsleistungen zu finden, geht auf den Abschlussbericht des Runden Tisches der Bundesregierung „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“ von 2012 zurück. Dort wurde empfohlen, dass Institutionen die Anerkennung selbst aussprechen sollen. Deshalb sind Betroffene nicht Kommissionsmitglieder. Ihre Anliegen und Bedürfnisse stehen aber selbstverständlich im Fokus der Arbeit der Unabhängigen Kommissionen. Die Kommissionen suchen das direkte Gespräch mit den Betroffenen, sofern diese es wünschen. In etlichen Kommissionen sind nichtkirchliche Fachberater*innen Mitglied und an den Entscheidungen beteiligt. Darüber hinaus suchen die Unabhängigen Kommissionen gemeinsam mit den betroffenen Menschen Wege der individuellen Anerkennung, die für das weitere Leben entlastend und bedeutsam sind.

  • In welcher Höhe wurden bisher materielle Leistungen für Betroffene sexualisierter Gewalt gezahlt?

    Seit 2012 sind von Landeskirchen ca. 7,4 Millionen Euro an materiellen Leistungen erbracht worden. Darüber hinaus hat sich die evangelische Kirche von Beginn an am Ergänzenden Hilfesystem, am Fonds Heimerziehung und an der Stiftung Anerkennung und Hilfe beteiligt. Dafür hat sie seit 2012 insgesamt ca. 74,8 Mio. Euro aufgebracht. Sie folgte damit Empfehlungen des Runden Tischs „Heimerziehung“ von 2010 sowie des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“ von 2012.

  • Die Evangelische Kirche hat eine föderale Struktur. Wie kann eine Einheitlichkeit in Bezug auf die Anerkennungsleistungen gelingen?

    Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ist dezentral organisiert und besteht aus 20 selbstständigen Landeskirchen. Betroffene haben beanstandet, dass die Unabhängigen Kommissionen in den Landeskirchen bislang sehr unterschiedlich gearbeitet haben. Die EKD-Synode hat 2019 mit entsprechenden Beschlüssen auf diese Kritik reagiert, die auf eine Angleichung der Verfahren abzielen. In Ausführung dieser Beschlüsse kooperieren die Landeskirchen eng miteinander. Um die Angleichung der Arbeitsweisen der Unabhängigen Kommissionen zu erreichen, wird an einem Entwurf einer Musterordnung für diese Kommissionen gearbeitet. Die aktuelle Version der Musterordnung wird derzeit in den beteiligten Gremien beraten. Sobald dieser interne Arbeitsprozess abgeschlossen ist, wird die Musterordnung der Kirchenkonferenz zugeleitet.

2. Aufarbeitung

  • Wie viele Betroffene sexualisierter Gewalt im Bereich der evangelischen Kirche und der Diakonie sind bisher bekannt?

    Von den Unabhängigen Kommissionen der Landeskirchen wurden der EKD bislang 881 Fälle sexualisierter Gewalt gemeldet, die sich ab den 1950er Jahren im Raum der evangelischen Kirche und der Diakonie ereignet haben. Dabei stammt die große Mehrheit der Fälle aus dem Kontext der Heimerziehung.

  • Die EKD hat eine bundesweite Aufarbeitungsstudie angestoßen. Was wird in dieser Studie untersucht und wie wird mit den Ergebnissen umgegangen?

    Im Herbst 2020 startete die breit angelegte Aufarbeitungsstudie „ForuM- Forschung zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland zu sexualisierter Gewalt“, die durch einen unabhängigen Forschungsverbund erarbeitet wird. Der Auftrag der Synode der EKD lautete, eine externe wissenschaftliche Gesamtstudie durchzuführen, die die systemisch bedingten Risikofaktoren speziell der evangelischen Kirche und Diakonie analysiert. Die Studie umfasst mehrere Teilstudien sowie eine Metastudie und zielt darauf, wissenschaftlich fundiert Grundlagen für strukturelle Verbesserungen sowie für weitere individuelle Aufarbeitung in den Landeskirchen zu schaffen, indem sie Risikofaktoren und täterstützende Strukturen in der evangelischen Kirche und der Diakonie analysiert. Aus dieser Studie werden sich wissenschaftlich fundierte Standards für regionale Aufarbeitungen ergeben. Die Studie soll nach drei Jahren abgeschlossen sein. Die EKD und die Landeskirchen unterstützen diese wissenschaftliche Aufarbeitung mit einer Zuwendung von 3,6 Millionen Euro. Betroffene waren an der Vorbereitung der Studie beteiligt und werden sie auch über die gesamte Laufzeit kritisch begleiten.

  • Was könnten typische Strukturen sein, die sexualisierte Gewalt in der evangelischen Kirche befördern und die die Aufarbeitungsstudie identifizieren soll?

    Die Mehrzahl der bislang von den Unabhängigen Kommissionen der Landeskirchen dokumentierten Fälle stammen aus dem Kontext der Diakonie und dem Bereich der Heimkinder. Aber wie in der Gesellschaft, gibt es auch in der Kirche Fälle sexualisierter Gewalt in ganz vielen verschiedenen Bereichen: Kinder- und Jugendarbeit, Pfadfinder*innenarbeit, Kirchenmusik, Freizeiten, Schulen und natürlich Familien z.B. von Pfarrer*innen. Es wird in der oben beschriebenen Aufarbeitungsstudie also nicht nur der Bereich der Geistlichen, sondern der der gesamten Kirche untersucht. Die für den Protestantismus typischen Strukturen zu identifizieren, detailliert zu untersuchen wie Täter*innen diese Strukturen für ihre Verbrechen ausgenutzt haben und die Faktoren zu beschreiben, die Taten evtl. verdeckt haben, ist Aufgabe der Aufarbeitungsstudie. Die evangelische Kirche verspricht sich daher von der Studie einen großen Mehrwert für ihre Aufarbeitungs- und Präventionsanstrengungen.

  • Die Aufarbeitungsstudie befasst sich mit dem sogenannten „Hellfeld“. Ist im Bereich der Evangelischen Kirche auch eine Dunkelfeldstudie geplant?

    Der EKD ist bewusst, dass es in der evangelischen Kirche und der Diakonie ein Dunkelfeld sexualisierter Gewalt gibt. Deshalb hat die Synode 2018 im Rahmen ihres 11-Punkte-Handlungsplans beschlossen, eine Dunkelfeldstudie in Auftrag zu geben. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass für eine solche Studie eine sehr große Datenbasis benötigt wird, die eine Beschränkung der Auswertung auf die EKD und die Landeskirchen sowie die Diakonie nicht sinnvoll erscheinen lässt. Da es auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen ein Dunkelfeld sexualisierter Gewalt gibt, hat die EKD den Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) gebeten, eine solche Dunkelfeldstudie für mehrere Institutionen aufzusetzen. Die EKD geht davon aus, dass diese Dunkelfeldstudie zeitnah vom UBSKM in Angriff genommen wird und wird selbstverständlich eng mit ihm kooperieren und sich an den auf die EKD anteilig entfallenden Kosten beteiligen. Zurzeit wird das Vorhaben einer gesamtgesellschaftlichen Dunkelfeldstudie im beim UBSKM eingerichteten Nationalen Rat bzw. der dort eingerichteten AG Forschung und Wissenschaft vorangetrieben. Der Nationale Rat hat in diesem Rahmen bereits verschiedene Expertisen eingeholt, die nun weiter diskutiert werden.

  • Welche weiteren Aufarbeitungsstudien, -berichte und -projekte gibt es in der evangelischen Kirche und der Diakonie?

    Es gibt eine Reihe von laufenden und abgeschlossenen Aufarbeitungsprojekten, -studien und -berichten (insbesondere auch für den Kontext der Heimerziehung). Eine Sammlung finden Sie hier.

     

  • Wie ist der aktuelle Stand der Gespräche zu unabhängiger Aufarbeitung mit dem UBSKM?

    Seit 2018 haben der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), Johannes-Wilhelm Rörig, und die EKD gemeinsam den Schwerpunkt Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in den Fokus genommen. Dazu wurden in der Vergangenheit und werden auch in Zukunft zahlreiche Gespräche zwischen dem Beauftragtenrat der EKD zum Schutz vor sexualisierter Gewalt  und dem UBSKM geführt. Mit dem „Letter of Intent“ vom 17. Juni 2020 dokumentiert die EKD ihre Absicht, eine zentrale oder mehrere regionale unabhängige, betroffenenpartizipativ arbeitende und transparent agierende Aufarbeitungskommission(en) einzurichten. Sie sollen eine weitere Qualitätsverbesserung bei der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in Kirche und Diakonie darstellen. Die neuen Kommissionen müssen in das in den Landeskirchen bereits bestehende System des Gewaltschutzes integriert werden. Diese strukturellen Überlegungen erfordern Sorgfalt und Zeit; dennoch beabsichtigt die EKD noch in diesem Jahr (2021) gemeinsam mit dem UBSKM eine Erklärung abzugeben, die der Struktur der evangelischen Kirche entspricht.

3. Prävention und Intervention

  • Was regelt die Gewaltschutzrichtlinie der EKD und wie ist der Umsetzungsstand?

    Die Gewaltschutzrichtlinie der EKD, die einstimmig im Herbst 2019 von der Kirchenkonferenz befürwortet und vom Rat der EKD verabschiedet wurde, setzt einen verbindlichen Regelungsrahmen für alle Landeskirchen, der durch landeskirchliche Präventionsgesetze umgesetzt wird. Die Gewaltschutzrichtlinie enthält nicht nur materielle Vorschriften (Gebote und Verbote), sondern auch organisatorische Mindestanforderungen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt. Sie verpflichtet u.a. dazu, Schutzkonzepte in den Kirchengemeinden und Einrichtungen zu entwickeln, Prävention und Intervention sicherzustellen, Meldestellen zu etablieren sowie eine Unabhängige Kommission einzurichten bzw. sich dazu einem Verbund anzuschließen. Hervorzuheben ist weiter die Regelung des Abstinenzgebotes, das in Seelsorge- und Vertrauensverhältnissen sexuelle Kontakte untersagt.

    Die Gewaltschutzrichtlinie der EKD wird derzeit in den Landeskirchen und auch in der EKD selbst umgesetzt. Der Implementationsprozess der in der Richtlinie genannten Verpflichtungen wird vorangetrieben und in der PIH-K  koordiniert.

  • Gibt es im Bereich der EKD Präventions- und Schutzkonzepte?

    Seit vielen Jahren arbeiten die EKD und die Diakonie zusammen mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) an wirksamen Präventions- und Schutzkonzepten. In den Jahren 2012 und 2016 sind zu diesen Schwerpunkten Vereinbarungen zwischen der EKD und dem UBSKM geschlossen und in die Umsetzung gebracht worden. Hierzu wurden Standards zur Fortbildung von Mitarbeitenden im evangelischen Raum in einem modular aufgebauten Schulungscurriculum (https://www.hinschauen-helfen-handeln.de/) entwickelt. Dieses kommt seit 2018 in den Landeskirchen zur Anwendung. Einige Landeskirchen verfolgen auch ihre eigenen Fortbildungsprogramme, etwa „Alle Achtung“ in der badischen Landeskirche. Schon vor 2010 sind für die Gemeinden und Einrichtungen der Landeskirchen sowie der Diakonie umfassende Präventionskonzepte entwickelt worden, und auch Handlungsleitfäden zur Intervention gibt es seit 2012. Die Diakonie hat in einem umfassenden Beteiligungsprozess das Bundesrahmenhandbuch Schutzkonzepte vor sexualisierter Gewalt erarbeitet, das die Implementierung von Schutzkonzepten in Einrichtungen von Kirche und Diakonie befördert und verstetigt. Zurzeit wird dieses Rahmenhandbuch überarbeitet und ergänzt.

4. Strukturen der Koordination auf Ebene der EKD

  • Welche Funktion hat der Beauftragtenrat und wer sind seine Mitglieder?

    Im Auftrag der Landeskirchen stehen die Mitglieder des Beauftragtenrates der EKD  öffentlich für das Thema sexualisierte Gewalt ein und bringen die geplanten Maßnahmen innerkirchlich wie auch außerkirchlich voran. Der Beauftragtenrat zum Schutz vor sexualisierter Gewalt besteht aus drei Bischofspersonen und zwei leitenden Jurist*innen. Sie werden für die Dauer seiner Amtszeit vom Rat der EKD berufen. Als kooptierte Mitglieder unterstützen ferner der Bevollmächtigte des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, eine Vertreterin der Diakonie Deutschland und zwei fachliche Vertreterinnen der Fachebene in den Landeskirchen das Gremium. Sprecher des Beauftragtenrates ist Landesbischof Christoph Meyns (Braunschweig).

  • Welche Themen bearbeitet der Beauftragtenrat?

    Der Beauftragtenrat nimmt sich aktueller, kirchenpolitischer Themen im Themenfeld sexualisierter Gewalt  an. Dazu gehört auch die Umsetzung des 11-Punkte Handlungsplans, den Bischöfin Kirsten Fehrs als erste Sprecherin des Beauftragtenrates auf der Synode im November 2018 vorgestellt hat. Dieses Maßnahmenpaket wurde vom Rat der EKD  und der Kirchenkonferenz  entwickelt und systematisierte die Anstrengungen der evangelischen Kirche zur Aufarbeitung und zum Schutz vor sexualisierter Gewalt. Fast alle Punkte wurden bereits entweder vollständig umgesetzt oder befinden sich in der Umsetzung. Der 11-Punkte Handlungsplan ist dabei aber weder Anfang noch Ende der Bemühungen der Kirche Menschen in ihrem Raum aktiv vor sexualisierter Gewalt zu schützen. Der Beauftragtenrat widmet sich über den Plan hinaus auch verschiedenen anderen aktuellen und langfristigen Themen im Bereich der Prävention, Intervention und Aufarbeitung.

  • Wofür setzt sich der Betroffenenbeirat ein?

    Der Betroffenenbeirat begleitet die Arbeit des Beauftragtenrates aus der Sicht Betroffener bei der Weiterentwicklung des Umgangs mit Fragen sexualisierter Gewalt in der EKD und der Diakonie. Er begleitet den Austausch und die Vernetzung Betroffener im Bereich der EKD, ist Impulsgeber und erarbeitet eigene Positionen und Vorschläge hinsichtlich geplanter Maßnahmen und setzt sich kritisch mit vorhandenen Strukturen und Regelungen zum Umgang mit sexualisierter Gewalt in der EKD und Diakonie auseinander. Die Mitglieder des Betroffenenbeirates bringen ihre Erfahrungen aus unterschiedlichen evangelischen Kontexten, in denen sexualisierte Gewalt geschehen ist, ein.

    Aktuelle Information: Die Arbeit des Betroffenenbeirates ist zurzeit ausgesetzt. Nähere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung "Betroffenenpartizipation in der EKD wird neu aufgestellt".

  • Inwieweit wird das Thema sexualisierte Gewalt innerhalb der zwanzig Landeskirchen verzahnt?

    Um die Entwicklung nachhaltiger Präventionsmaßnahmen und Handlungsstrategien noch weiter voranzubringen und best-practice Maßnahmen auszutauschen, werden die Fachkompetenzen der evangelischen Landeskirchen, der diakonischen Werke und anderer evangelischer Träger in einer „Konferenz für Prävention, Intervention und Hilfe in Fällen der Verletzung der sexuellen Selbst-bestimmung“ (PIH-K) gebündelt. Die Konferenz und ihre Arbeitsgruppen koordinieren laufend die gemeinsame fachliche Arbeit und entwickeln sie weiter. Die Mitglieder der PIH-K sind fachliche Expert*innen, die sich in den Ansprech-, Fach- und Meldestellen Landeskirchen, der Diakonie und der EKD gegen sexualisierte Gewalt einsetzen.

  • Seit Juli 2020 gibt es eine Fachstelle Sexualisierte Gewalt im Kirchenamt der EKD. Welche Aufgaben übernimmt sie?

    Die Fachstelle Sexualisierte Gewalt im Kirchenamt der EKD unterstützt und verzahnt die vielfältigen Anstrengungen gegen sexualisierte Gewalt in den Landeskirchen sowie in den verschiedenen Gremien auf der Ebene der EKD. Ihre Aufgabe ist es die weitere Umsetzung des 11-Punkte-Handlungsplans zu begleiten und die Arbeit der evangelischen Kirche im ganzen Aufgabenspektrum von Betroffenenpartizipation, Aufarbeitung, Prävention und Intervention zu koordinieren.