Ein Mann mit einem Stift in der Hand füllt Papiere aus.

Mitwirkung im Betroffenenbeirat der EKD

Beim Beauftragtenrat der EKD zum Schutz vor sexualisierter Gewalt wird ein Betroffenenbeirat eingerichtet. Die Fachkompetenz von Betroffenen wird zur Umsetzung des 11-Punkte-Handlungsplans gegen sexualisierte Gewalt wertgeschätzt und benötigt. 

Bis zum 20. März 2020 konnte man sich für die Beteiligung am Betroffenenbeirat bewerben. Derzeit läuft das Auswahlverfahren, das sich wegen der Corona-Pandemie verzögert hat. Es ist geplant, dass die Mitglieder des Betroffenenbeirates im Laufe des Sommers 2020 feststehen. 

Ansprechpartnerin bei der EKD

  • Nicole Segert

    "Prävention, Intervention und Hilfe bei Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung", Rechtsabteilung
    EKD

  • Was ist der Betroffenenbeirat?

    Beim Beauftragtenrat der EKD zum Schutz vor sexualisierter Gewalt wird ein Betroffenenbeirat eingerichtet. Die Fachkompetenz von Betroffenen wird zur Umsetzung des 11-Punkte-Handlungsplans gegen sexualisierte Gewalt wertgeschätzt und benötigt. 

    Der Betroffenenbeirat wird die Arbeit des Beauftragtenrates aus der Sicht Betroffener bei der Weiterentwicklung der Aufarbeitung und des Umgangs mit Fragen sexualisierter Gewalt in der EKD und der Diakonie begleiten. Er wird zudem den Austausch und die Vernetzung Betroffener im Bereich der EKD unterstützen und das betreffende Konzept einer Vernetzungsplattform entwickeln.

  • Wer wird im Betroffenenbeirat mitwirken?

    Der Betroffenenbeirat wird aus zwölf Mitgliedern bestehen. Dabei soll er sich möglichst divers aus von sexualisierter Gewalt Betroffenen unterschiedlicher evangelischer Kontexte, Angehörigen sowie Betreuerinnen und Betreuern zusammensetzen. Detaillierte Informationen können dem angehängten Konzept „Betroffenenbeirat“ entnommen werden, welches in einer Arbeitsgruppe mit Betroffenen und Vertreterinnen und Vertretern des Betroffenenrates beim UBSKM entwickelt wurde.

  • Informationen zum Auswahlverfahren

    Bis zum 20. März 2020 konnte man sich für die Beteiligung am Betroffenenbeirat bewerben. Derzeit läuft das Auswahlverfahren, das sich wegen der Corona-Pandemie verzögert hat. Nach dem Eingang der Bewerbungen, kann eine Auswahlkommission nun die Mitglieder auswählen. In der Auswahlkommission sind auch Mitglieder von Fachberatungsstellen und Betroffenen vertreten.

     

    Wegen der Corona-Pandemie haben sich die Gespräche mit Bewerbern verzögert, da ein solch sensibles Thema wie die Mitwirkung im Betroffenenbeirat nicht in einem Videocall zu klären ist. Diese Gespräche werden daher soweit irgend möglich persönlich geführt.

    Es ist derzeit geplant, dass die Mitglieder des Betroffenenbeirates im Sommer 2020 feststehen. 

    Der Ablauf des Verfahrens im Einzelnen:

    • Für die Besetzung des Betroffenenbeirates wird ein Auswahlverfahren durchgeführt. Die Interessenbekundung für die Mitwirkung im Betroffenenbeirat erfolgte über einen Fragebogen und ein Motivationsschreiben (s.u.) bis zum 20. März 2020.  
    • Die eingegangenen Interessensbekundungen werden von einem Auswahlgremium gesichtet. Das Auswahlgremium setzt sich aus zwei Mitgliedern des Beauftragtenrates zum Schutz vor sexualisierter Gewalt der EKD, zwei Mitgliedern des Betroffenenrates des UBSKM (Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs) und zwei Mitarbeitenden aus spezialisierten Fachberatungsstellen zusammen.  
    • Die Mitglieder des Auswahlgremiums führen mit auf Grundlage des Interessenbekundungsbogens ausgewählten Interessentinnen und Interessenten ein persönliches Gespräch und wählen auf dieser Grundlage die Mitglieder des Betroffenenbeirates aus.  
    • Die Amtszeit der Beiratsmitglieder dauert vier Jahre.

     

    Mit einer Interessenbekundung entsteht kein Anspruch auf Berufung in den Betroffenenbeirat. Reisekosten, die ggf. im Rahmen des Bewerbungsverfahrens entstehen, werden Ihnen erstattet .

  • Informationen zum Datenschutz
    • Den Schutz Ihrer besonders sensiblen personenbezogenen Daten und Ihre Persönlichkeitsrechte nehmen wir sehr ernst. Die Einhaltung von Verschwiegenheitsverpflichtungen, des Datenschutzgesetzes der EKD und aller sich daraus ergebenden Verpflichtungen und Anforderungen wird sehr sorgfältig wahrgenommen.  
       
    • Für die Mitarbeit im Betroffenenbeirat werden zum Teil besonders sensible Daten übermittelt, die Sie aufgrund Ihrer freiwilligen Entscheidung mitteilen. Die Datenerhebung und spätere Datennutzung erfolgt ausschließlich zu dem Zweck, anhand der persönlichen Einzelangaben sachgerecht über die eingehenden Interessenbekundungsbögen zur Mitarbeit im Betroffenenbeirat entscheiden zu können. Jede andere Verwendung und Nutzung der hier erhobenen Daten ist ausgeschlossen.  
       
    • Die im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens von Ihnen mitgeteilten Informationen werden zur Organisation des Interessenbekundungsverfahrens von Mitarbeitenden im Kirchenamt der EKD (Abteilung Recht; Fachreferat 2.09) und von dem Auswahlgremium gesichtet. Mit der Übersendung von Informationen erklären Sie sich einverstanden, dass diese Informationen zwischen den genannten Beteiligten weitergegeben und gelesen werden.  
       
    • Sie haben jederzeit das Recht, Auskunft über Ihre bei uns gespeicherten personenbezogenen Daten, deren Herkunft und den Zweck der Datenverarbeitung zu erhalten. Außerdem können Sie die Berichtigung, Sperrung oder Löschung dieser Daten verlangen.
       
    • Bitte bedenken Sie, dass die Auseinandersetzung mit diesem Thema sowie die Mitteilung der besonders sensiblen Daten möglicherweise belastend wirken können. Teilen Sie uns daher bitte mit, wenn Sie nach einer Interessenbekundung erkennen, dass Sie diese Belastung an einer Mitarbeit im Betroffenenbeirat hindert und wenn Sie Ihre bereits mitgeteilten personenbezogenen Daten löschen lassen wollen (s.o.)

Konzept für einen Betroffenenbeirat