Wer hatte den größten Anteil am Zustandekommen der Wiedervereinigung?

Bundesweite Umfrage der mitteldeutschen Kirchenzeitungen zum Tag der Deutschen Einheit

Die Deutsche Einheit ist für 41 Prozent der Deutschen ein Geschenk Gottes. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Erfurter Meinungsforschungsinstituts Insa Consulere im Auftrag der mitteldeutschen Kirchenzeitungen „Glaube+Heimat“ und „Der Sonntag“. An der Umfrage haben sich 2006 Personen aus ganz Deutschland beteiligt. Selbst 32 Prozent der Konfessionslosen stimmen dieser Annahme zu.

 

Ergebnisse der Insa-Umfrage zum Tag der Deutschen-Einheit 2026 in Diagramm-Form.

Bei der Frage nach den Faktoren, die am Zustandekommen der Deutschen Einheit eine wichtige Rolle gespielt haben, gehen die Meinungen in Ost und West auseinander. Zwar wird die mutige Zivilbevölkerung und die Bürgerrechtsbewegung in der DDR von 32 Prozent als Hauptfaktor angesehen. Allerdings sehen das im Osten Deutschlands fast die Hälfte der Befragten so, während dies im Westen nur von 28 Prozent als größter Faktor bezeichnet wird. Auch dem politischen und wirtschaftlichen Zerfall der Sowjetunion wird ein großer Anteil am Zustandekommen der Deutschen Einheit beigemessen.

Am geringsten wird der Anteil der Arbeit der evangelischen Kirche und der Gebetskreise bewertet. Sie liegen bei fünf Prozent im Westen und vier Prozent im Osten.     

„Die Friedensgebete sind vergessen“

Die Insa-Umfrage zum Tag der Deutschen Einheit 2026 zeigt: Der Beitrag der Friedensgebete zur Wiedervereinigung ist im Bewusstsein der Deutschen stark in den Hintergrund getreten. Warum das geistliche Fundament der Freiheit nach 1989 nicht vergessen werden darf und was Erntedank damit zu tun hat, zeigt ein Kommentar von Matthias Pankau aus der Kirchenzeitung "Glaube + Heimat".