Schwangerschaftsabbruch – was können wir in der Kirche tun?
Ein Beitrag der evangelischen Gleichstellungsarbeit
Ungeplante Schwangerschaften können Frauen in schwierige Konfliktsituationen bringen. Plötzlich gilt es, zwischen dem werdenden Leben, den eigenen Bedürfnissen und der aktuellen Lebenssituation abzuwägen.
Auch in der Kirche wird über dieses Thema bis heute kontrovers diskutiert. Die Konferenz der Genderreferate und Gleichstellungsstellen in den Gliedkirchen der EKD hat sich deshalb die Frage gestellt: Wie kann Kirche Menschen in solchen Situationen bestmöglich unterstützen?
Diese Broschüre fasst wichtige Gedanken und Anregungen dazu kurz und prägnant zusammen.
Schwangerschaftskonflikt – ein ethisches Dilemma
Jeder Schwangerschaftskonflikt ist ein ethisches Dilemma, in dem verschiedene Ansprüche aufeinandertreffen: Die körperliche Selbstbestimmung der Frau; der Anspruch des werdenden Lebens auf ein Leben; individuelle Voraussetzungen und äußere Umstände müssen bedacht werden. Die Entscheidung für oder gegen ein Kind kann jedoch letztlich nur die Schwangere „allein in verantworteter Freiheit“ treffen – die Kirche kann sie auf diesem Weg begleiten und unterstützen.
Dazu gehört es, Konfliktsituationen auf sensible Weise ernst zu nehmen, faktenorientierte Beratung und theologische Gespräche zu ermöglichen, die Versorgung in evangelischen Krankenhäusern zu sichern sowie Familienfreundlichkeit im Arbeitsumfeld und in der Gemeinde zu fördern. Darüber hinaus regt die Broschüre an, sich für kostenfreie Verhütung einzusetzen und die generelle Ablehnung von Schwangerschaftsabbrüchen – wie sie sich etwa in Bewegungen wie dem „Marsch für das Leben“ zeigt – kritisch zu hinterfragen.
Für wen ist diese Broschüre?
- Engagierte in der Gleichstellungsarbeit
- kirchenleitende Gremien und Personen
- Familienarbeit, Familienbildung
- Gemeinden
- Diakonie
UB
Ungeplante Schwangerschaften können Frauen in schwierige Konfliktsituationen bringen. Wie kann die Kirche sie in dieser Situation unterstützen? Diese Broschüre fasst wichtige Gedanken und Anregungen dazu kurz und prägnant zusammen. Sie regt an, Schwangerschaftskonflikte ernst zu nehmen, faktenorientierte Beratung und Gespräche anzubieten, die Versorgung in evangelischen Krankenhäusern zu sichern und Familienfreundlichkeit zu fördern. Darüber hinaus gilt es, sich für kostenfreie Verhütung einzusetzen und eine generelle Ablehnung von Schwangerschaftsabbrüchen kritisch zu hinterfragen.
Evangelische Kirche in Deutschland, 2026