Christen in Deutschland

Statistik zur Evangelischen Kirche in Deutschland

"Dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr folgen ..." (5. Mose 13, 5)

Deutschland ist nach wie vor ein christlich geprägtes Land. Ende 2017 gehören rund 60 Prozent der Bevölkerung einer christlichen Kirche an. Die evangelische Kirche ist durch die Reformation entstanden und versteht sich als Zweig der weltweiten Christenheit.

Hände mit Kreuz.

Die evangelische Kirche ist durch die Reformation entstanden und versteht sich als Zweig der weltweiten Christenheit. Zur Evangelischen Kirche in Deutschland zählen 21,5 Millionen Menschen. Die Römisch-Katholische Kirche verzeichnet hierzulande 23,3 Millionen Mitglieder. Daneben sind vor allem die orthodoxen Kirchen und die evangelischen Freikirchen von Bedeutung. Mitglied einer Kirche wird man durch die Taufe.

Geschichtliche Entwicklung

Noch Anfang des 20. Jahrhunderts gehörten nahezu alle Deutschen einer christlichen Kirche an. Später gab es in Zeiten gesellschaftlicher Umwälzungen wiederholt größere Austrittsbewegungen, so in der Weimarer Republik, während der NS-Diktatur, aber auch nach der Wiedervereinigung Deutschlands Anfang der 1990er Jahre. In der DDR hatte oft politischer Druck zu Kirchenaustritten geführt, Taufen von Kindern unterblieben. Bis heute ist die kirchliche Bindung in West- und Ostdeutschland sehr unterschiedlich ausgeprägt. Gegenwärtig ist ein Rückgang der Gemeindegliederzahlen auch auf die demographische Entwicklung zurückzuführen.

„Es ist die Kirche mit ihren Mitgliedern, die die wunderbare Botschaft des Evangeliums durch die Zeiten trägt.“

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (l.). ueberreicht die Martin-Luther-Medaille der EKD an Kardinal Karl Lehmann.
Heinrich Bedford-Strohm Vorsitzender des Rates der EKD

Die Anteile der Konfessionslosen und der Angehörigen anderer Religionen sind in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland gestiegen. Gleichwohl haben sich im ganzen Land volkskirchliche Strukturen erhalten. In Bildung und Erziehung, ebenso bei der Kultur und den sozialen Diensten spielen die Kirchen eine bedeutende Rolle. Die christliche Sozialethik leistet nach wie vor einen wesentlichen Beitrag zur humanen Gestaltung des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft. Die Evangelische Kirche in Deutschland ist und bleibt – selbst da, wo sie eine Minderheit bildet – eine Kirche für das ganze Volk. 

Christen in Deutschland
Bevölkerung insgesamt, Stand 31.12.2016 82.522.000

darunter Christen

47.246.000
Anteil der Christen an der Bevölkerung 57,3 %
Evangelische Kirche in Deutschland, Stand 31.12.2017 21.536.000
Evangelische Freikirchen, diverse Stände* 295.000
Römisch-katholische Kirche, Stand 31.12.2017 23.311.000
Orthodoxe Kirchen, diverse Stände 1.539.000
Andere christliche Kirchen, diverse Stände** 67.000
Andere christliche Gemeinschaften,  diverse Stände*** 498.000
*     Mitglieds- und Gastmitgliedskirchen der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF).
**   Mitglieds- und Gastmitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK).
*** Z.B. Angehörige neuer christlicher Gemeinschaftsbildungen und der Neuapostolischen Kirche. Die Angaben wurden von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) geschätzt.
 

Christen in Deutschland

Beispiel aus der Praxis: KMU5 (PDF)

Cover 'Gezählt 2018 - Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben'

Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben.

Die Statistik 2018 der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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