Evangelische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe

Statistik zur Evangelischen Kirche in Deutschland

„Unser tägliches Brot gib uns heute.“ (Matthäus 6, 11)

Brot für die Welt ist das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland. In 77 Ländern rund um den Globus hilft es armen und ausgegrenzten Menschen, aus eigener Kraft ihre Lebenssituation zu verbessern. Zentraler Schwerpunkt der Arbeit ist die Ernährungssicherung.

Plakat von „Brot für die Welt“ für die 60. Aktion: Hunger nach Gerechtigkeit

Daneben setzt sich das Hilfswerk aber auch für die Förderung von Bildung und Gesundheit, den Zugang zu Wasser, die Stärkung der Demokratie, die Achtung der Menschen­rechte, die Sicherung des Friedens sowie die Bewah­rung der Schöpfung ein. Wesentliches Merkmal der Projektarbeit ist die enge und kontinuierliche Zu­sammenarbeit mit lokalen, oft kirchlichen Partneror­ganisationen. Brot für die Welt hilft allen Menschen, unabhängig von ihrer Volks- oder Religionszugehörigkeit. In erster Linie profitieren jedoch die besonders armen Bevölkerungsgruppen.

Brot für die Welt erhielt 2017 Finanzmittel in Höhe von 282,2 Millionen Euro. Die Spenden- und Kollektenein­nahmen beliefen sich auf 61,8 Millionen Euro. Bei den Nachlässen wurden 3,9 Millionen Euro eingenommen, bei den Bußgeldern belief sich das Ergebnis auf 0,7 Milli­onen Euro. Die Beiträge Dritter, in erster Linie staatliche und kirchliche Mittel, erreichten 205,2 Millionen Euro. Davon stammten 147,3 Millionen Euro (52,2 Prozent) aus Bundesmitteln und 54,7 Millionen Euro (19,4 Prozent) von den Landeskirchen. Die sonstigen Erträge von 7,9 Millionen Euro setzten sich im Wesentlichen aus Rück­zahlungen aus Projektförderungen zusammen.

Die Gesamtaufwendungen lagen 2017 bei 277,1 Millionen Euro. Mit 228,4 Millionen Euro stellt die Projektförderung dabei den Löwenanteil dar. Für die Pro­jektbegleitung wurden 15,3 Millionen Euro eingesetzt, für Kampagnen-, Bildungs- und Aufklärungsarbeit 9,0 Millionen Euro. Die Werbe- und Verwaltungsausgaben lagen bei 24,5 Millionen Euro und machten somit nur 8,8 Prozent der Gesamtaufwendungen aus.

Mittelverwendung Brot für die Welt*

Mittelverwendung Prozent
Projektförderung 82,5
Projektbegleitung 5,5
Kampagnen-, Bildungs- und Aufklärungsarbeit 3,2
Verwaltungsaufgaben 6,1
Öffentlichkeitsarbeit 2,7


Neu bewilligt wurden 2017 weltweit 649 Projekte mit ei­nem Gesamtvolumen von 244,4 Millionen Euro.

Projekt- und Programmförderung Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst*

Region Bewilligte Projekte Mio. EUR
Afrika 237 92,9
Asien/Pazifik 204 77,9
Lateinamerika/Karibik 98 36,1
Überregional 95 34,4
Europa 15 3,1
Insgesamt 649 244,4
* Quelle: Jahresbericht 2017 von Brot für die Welt.

 

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist die humanitäre Hilfs­organisation der evangelischen Kirchen in Deutschland. Sie hilft seit über 60 Jahren Überlebenden von Natur­katastrophen ebenso wie Opfern von Krieg oder Ver­treibung - unabhängig von deren Nationalität, Religion oder Volkszugehörigkeit. Neben der unmittelbaren So­forthilfe engagiert sie sich beim Wiederaufbau und in der Katastrophenvorsorge.

Die Gesamteinnahmen der Diakonie Katastrophenhilfe lagen 2017 bei 54,9 Millionen Euro. 49,5 Prozent der Ein­nahmen (27,2 Millionen Euro) stammten aus Spenden. 31,3 Prozent (17,2 Millionen Euro) stammten aus öffent­lichen Mitteln. Beiträge Dritter trugen mit 9,6 Prozent (5,2 Millionen Euro) zu den Einnahmen bei. Es wurden 130 Projekte weltweit realisiert.

Internationale Projektförderung der Diakonie Katastrophenhilfe*

Region Anzahl Projekte Mio. EUR
Afrika 52 20,0
Asien 43 10,1
Amerika 20 3,3
Europa 8 3,6
International 7 0,8
Insgesamt 130 37,8
* Quelle: Jahresbericht 2017 der Diakonie Katastrophenhilfe.
 

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Cover Gezählt 2019

Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben.

Die Statistik 2018 der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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