Evangelische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe

Statistik zur Evangelischen Kirche in Deutschland

„Unser tägliches Brot gib uns heute.“ (Matthäus 6, 11)

Brot für die Welt ist das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland. In 79 Ländern rund um den Globus hilft es armen und ausgegrenzten Menschen, aus eigener Kraft ihre Lebenssituation zu verbessern. Zentraler Schwerpunkt der Arbeit ist die Ernährungssicherung.

Plakat von „Brot für die Welt“ für die 60. Aktion: Hunger nach Gerechtigkeit

Daneben setzt sich das Hilfswerk aber auch für die Förderung von Bildung und Gesundheit, den Zugang zu Wasser, die Stärkung der Demokratie, die Achtung der Menschenrechte, die Sicherung des Friedens sowie die Bewahrung der Schöpfung ein. Wesentliches Merkmal der Projektarbeit ist die enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit lokalen, oft kirchlichen Partnerorganisationen. Brot für die Welt hilft allen Menschen, unabhängig von ihrer Volks- oder Religionszugehörigkeit. In erster Linie profitieren jedoch die besonders armen Bevölkerungsgruppen.

Brot für die Welt erhielt 2018 Finanzmittel in Höhe von 307,3 Millionen Euro. Die Spenden- und Kollekteneinnahmen beliefen sich auf 63,6 Millionen Euro. Bei den Nachlässen wurden 1,6 Millionen Euro eingenommen, bei den Bußgeldern belief sich das Ergebnis auf 0,4 Millionen Euro. Die Beiträge Dritter, in erster Linie staatliche und kirchliche Mittel, erreichten 226,6 Millionen Euro. Davon stammten 168,3 Millionen Euro (54,8 Prozent) aus Bundesmitteln und 55,7 Millionen Euro (18,1 Prozent) von den Landeskirchen. Die sonstigen Erträge von 14,6 Millionen Euro setzten sich im Wesentlichen aus Rückzahlungen aus Projektförderungen zusammen. 

Die Gesamtaufwendungen lagen 2018 bei 305,0 Millionen Euro. Mit 251,7 Millionen Euro stellt die Projektförderung dabei den Löwenanteil dar. Für die Projektbegleitung wurden 16,8 Millionen Euro eingesetzt, für Kampagnen-, Bildungs- und Aufklärungsarbeit 9,7 Millionen Euro. Die Werbe- und Verwaltungsausgaben lagen bei 26,8 Millionen Euro und machten somit nur 8,8 Prozent der Gesamtaufwendungen aus.
 

Mittelverwendung Brot für die Welt¹

Mittelverwendung Prozent
Projektförderung 82,5
Projektbegleitung 5,5
Kampagnen-, Bildungs- und Aufklärungsarbeit 3,2
Verwaltungsaufgaben 6,2
Öffentlichkeitsarbeit 2,6
¹ Quelle: Jahresbericht 2018 von Brot für die Welt.

 

Neu bewilligt wurden 2018 weltweit 726 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 262,7 Millionen Euro.

Projekt- und Programmförderung Brot für die Welt¹

Region Bewilligte Projekte Mio. EUR
Afrika 246 98,2
Asien/Pazifik 216 80,6
Lateinamerika/Karibik 129 37,3
Überregional 89 29,7
Europa 15 3,0
Stipendienfonds/Fachkräfte 31 13,8
Insgesamt 726 262,7
¹ Quelle: Jahresbericht 2018 von Brot für die Welt.

 

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist die humanitäre Hilfsorganisation der evangelischen Kirchen in Deutschland. Sie hilft seit über 60 Jahren Überlebenden von Naturkatastrophen ebenso wie Opfern von Krieg oder Vertreibung – unabhängig von deren Nationalität, Religion oder Volkszugehörigkeit. Neben der unmittelbaren Soforthilfe engagiert sie sich beim Wiederaufbau und in der Katastrophenvorsorge.

Die Gesamteinnahmen der Diakonie Katastrophenhilfe lagen 2018 bei 47,8 Millionen Euro. 49,5 Prozent der Einnahmen (23,6 Millionen Euro) stammten aus Spenden. 36,2 Prozent (17,3 Millionen Euro) stammten aus öffentlichen Mitteln. Beiträge Dritter trugen mit 5,7 Prozent (2,7 Millionen Euro) zu den Einnahmen bei. Es wurden 118 Projekte weltweit realisiert.

Internationale Projektförderung der Diakonie Katastrophenhilfe²

Region Anzahl Projekte Mio. EUR
Afrika 44 19,7
Asien 40 18,1
Amerika 17 3,3
Europa 10 2,0
International 7 0,8
Insgesamt 118 43,7
² Quelle: Jahresbericht 2018 der Diakonie Katastrophenhilfe.
 

Entwicklungs- und Katastrophenhilfe (PDF)

Cover: Gezählt 2020

Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben

Die Statistik 2019 der Evangelischen Kirche in Deutschland.


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