Anna-Nicole Heinrich kandidiert nicht erneut für das Präsesamt
Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, wird bei der konstituierenden Tagung der neuen Synode im April 2027 nicht erneut für das Präsesamt kandidieren.
„Dieses Amt ist mir für eine bestimmte Zeit anvertraut. Ich übe dieses Ehrenamt mit großem Respekt, voller Energie und sehr viel Freude aus. Sechs Jahre sind gerade in meinem Lebensabschnitt eine lange Zeit. Da darf es am Ende einer kompletten Amtszeit für mich auch gut sein. Dann ist für mich der richtige Zeitpunkt, neue berufliche und persönliche Perspektiven stärker in den Blick zu nehmen“, sagte Heinrich.
Für Heinrich gehört es zu einem verantwortlichen Umgang mit Ämtern, sich für eine begrenzte Zeit mit ganzer Kraft einzubringen. „Ich finde es gut, dass wir in unserer Kirche Verantwortung auf Zeit übernehmen und die damit verbundenen Aufgaben verlässlich erfülle. Das gilt für mich genauso wie für die vielen Menschen, die sich auf allen Ebenen engagieren. Auch nach dem Ende meiner Amtszeit werde ich mich weiter in der evangelischen Kirche engagieren.“
Bis zum Ende ihrer Amtszeit werde sie ihre Aufgaben als Präses mit voller Aufmerksamkeit wahrnehmen. „Vor uns liegen noch rund 200 Tage, in denen einiges tun ist. Bis April bleibe ich mit großer Freude, voller Energie und voller Aufmerksamkeit im Amt – mit allem, was dazugehört. Gemeinsam mit dem Präsidium bereite ich die Synode im November und die Konstituierung der neuen Synode im April vor. Ich freue mich auf die Debatten und auf alles, was wir in dieser Synode noch gemeinsam vorhaben. “
Anna-Nicole Heinrich wurde im Mai 2021 im Alter von 25 Jahren zur Präses der 13. Synode der EKD gewählt. Sie ist die bislang jüngste Präses in der Geschichte der EKD-Synode.
Ein ausführliches Interview mit der Präses lesen Sie unter https://eulemagazin.de/anna-nicole-heinrich-ekd-synode-evangelisch-kirche-rueckzug-interview/.