Ageismus: Menschen zählen, nicht ihr Alter!

Zum InternationalenTag der älteren Generation warnt die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit (EAfA) vor Altersvorurteilen.

Ältere Menschen prägen das Leben in Kirchengemeinden: Sie übernehmen Verantwortung, bewahren Wissen und bringen ihre Erfahrungen ein. Zum Internationalen Tag der älteren Generation am 1. Oktober ruft die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit in der EKD (EAfA) dazu auf, genauer hinzusehen, was Menschen jeden Alters zum Miteinander beitragen.

Im Interview spricht die EAfA-Vorsitzende Martina Jakubek über Altersvorurteile, die auch in der Kirche wirksam sind. Ältere Menschen würden häufig vor allem als hilfsbedürftig wahrgenommen. Dabei greife dieser Blick zu kurz. „Lebensalter sagt nichts über Kompetenz oder Vernetzung aus“, sagt Jakubek. Auch die Annahme, dass allein junge Menschen für die Zukunft einer Gemeinde stehen, stellt sie infrage.

Zentrale Rolle der Gemeinden

Kirchengemeinden können dazu beitragen, festgelegte Altersbilder zu verändern“, ist Jakubek überzeugt. Sie plädiert für offene Begegnungsräume und gemeinsame Projekte, bei denen Interessen und Lebenssituationen wichtiger sind als Altersgrenzen. Ebenso sollten Gemeinden auf ihre Sprache und Bildauswahl achten: Formulierungen wie „noch fit für das Alter“ verfestigten Vorurteile, selbst wenn sie anerkennend gemeint seien. Die EAfA will mit der Initiative „Du zählst! Nicht dein Alter.“ auf Ageismus in Gesellschaft und Kirche aufmerksam machen.